Coronakrise

Italiens Krankenpfleger protestieren

Die italienischen Krankenpfleger protestieren gegen fehlende Zuschüsse. Die Regierung hat ein Bonus für die im Kampf gegen das Covid-19 eingesetzten Krankenpfleger und Ärzte von 1.000 Euro versprochen. Das 55 Milliarden schwere Hilfspaket enthält jedoch keinerlei Gelder für das Gesundheitspersonal.

red/Agenturen

„Im Mai ist alles zu Ende gegangen, die Helden sind vergessen worden. Dabei sind viele unserer Kollegen dem Covid-19 erlegen“, protestierte der Gewerkschaftsverband der Krankenpfleger. In Turin kam es zu einer Protestdemonstration der Krankenpfleger. In einem offenen Brief an Staatschef Sergio Mattarella und an Regierungschef Giuseppe Conte protestierte das Gesundheitspersonal, dass ihnen der versprochene Bonus nicht gezahlt wurde.

12.000 Krankenpfleger haben sich seit Beginn der Epidemie in Italien am Covid-19 angesteckt. 450.000 Krankenpfleger sind in Italien im Einsatz, 80 Prozent davon sind Frauen. Von den 12.000 Krankenpflegern, die sich am Coronavirus angesteckt haben, sind 38 dem Covid-19 erlegen, circa 160 Ärzte sind gestorben. Mit mehr als 32.000 Todesopfern zählt Italien zu den weltweit vom Covid-19 am stärksten betroffenen Ländern der Welt.