Kärnten konzentriert sich auf niedergelassene Ärzte

In Kärnten sollen in Zukunft vor allem niedergelassene Ärzte die Impfungen gegen das Coronavirus verabreichen. Wie Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) am Montag vor Journalisten sagte, sollen Kinder und Jugendliche ausschließlich bei diesen Ärzten geimpft werden. Insgesamt mache die Impfaktion Fortschritte: Mit Ende dieser Woche sollen alle 12.000 Personen, die noch auf der Vormerkplattform des Landes registriert sind, eine Einladung zu einem Impftermin bekommen haben.

red/Agenturen

280.000 Kärntnerinnen und Kärntner haben zumindest eine Impfdosis bekommen, was ziemlich genau die Hälfte der Gesamtbevölkerung ist. 32 Prozent der Gesamtbevölkerung gelten als vollimmunisiert. Auf die Frage, mit welcher Impfquote in Kärnten eingesamt gerechnet wird, sagte Prettner, man habe zu Beginn der Impfaktion von 50 Prozent gesprochen. Nun steige aber die Akzeptanz, wird die Vormerkliste abgearbeitet, so seien es 60 Prozent. Das sei schon einmal ein „tolles Ergebnis“ - auch wenn sie einräumt, dass Epidemiologen eine Beteiligung von 70 bis 80 Prozent für „wünschenswert“ halten würden. In den kommenden Tagen soll deshalb eine Kampagne präsentiert werden, in der für das Impfen geworben wird.

In Kärnten wurden bisher am meisten Impfdosen in den Impfstraßen verabreicht. 43,5 Prozent der Dosen wurden vom Roten Kreuz verabreicht, die ÖGK verimpfte 36 Prozent, etwa an über 80-Jährige. In Impfstraßen in den Pflegeheimen wurden 3,7 Prozent aller Immunisierungen verabreicht, drei Prozent waren es in den Krankenanstalten und 2,2 Prozent über Betriebsimpfungen.

Schwerpunkt sollen nun die niedergelassenen Ärzte sein, in ihren Ordinationen wurden bisher etwa zehn Prozent aller Impfungen ausgegeben. Allein in dieser Woche werden in diesem Bereich rund 17.000 Dosen Biontech für Erstimpfungen zur Verfügung gestellt. 330 Ärzte sind kärntenweit als Impfärzte vorgemerkt, eine Liste soll demnächst auf der Homepage der Ärztekammer abrufbar sein. „Impfungen für Kinder und Jugendliche werden ausschließlich im niedergelassenen Bereich angesiedelt. Denn Eltern brauchen gute Beratung", erklärte Prettner.

Die Vormerkplattform des Landes soll noch online bleiben, hier wird man weiterhin die Möglichkeit haben, sich für eine Impfung anzumelden, kündigte Prettner an. Ebenfalls aufrechterhalten werden die Impfstraßen des Landes - auch wenn hier in den kommenden Wochen nicht mehr so viel Betrieb herrschen wird.