Impfung

Land Kärnten will Unentschlossene überzeugen

In Kärnten soll die Quote der Personen, die gegen das Coronavirus geimpft sind, weiter gesteigert werden. Wie Gerlind Robitsch vom Landespressedienst am Dienstag bei einer Videokonferenz mit Journalisten sagte, will man sowohl auf eine weitere Informationskampagne im Herbst, als auch auf niederschwellige Angebote in den Regionen setzen - wenngleich der Andrang auf die erste Impfaktion ohne Anmeldung in Stall und Mörtschach (beide Bezirk Spittal an der Drau) verhalten war.

red/Agenturen

200 Impfdosen sind am Wochenende für die Impfaktion in den beiden Mölltaler Gemeinden zur Verfügung gestanden, in denen die Impfquote noch besonders niedrig ist - 50 Impfungen wurden schließlich verabreicht. „Es wurde klar ausgesprochen, dass man sich mehr erwartet hätte, wenn man die Impfungen zu den Leuten vor Ort bringt“, berichtete Robitsch aus der Sitzung des Koordinationsgremiums. Trotzdem will man diese Form der Impfungen im ländlichen Raum fortsetzen, am kommenden Wochenende etwa im Oberkärntner Ort Kleblach-Lind. Künftig sollen sich nicht nur die jeweiligen Gemeindebürger, sondern auch Bewohner der umliegenden Gemeinden bei den regionalen Terminen impfen lassen können.

Größer ist der Andrang auf Impftage ohne Anmeldungen in den Ballungsräumen. In Villach gab es beispielsweise an den bisherigen vier Tagen, an denen unter dem Titel „Villacher Sommerspritzer“ geimpft wurde, lange Warteschlangen. „An nur vier Abenden wurden bereits 820 Menschen gegen Corona geimpft“, hieß es in einer Aussendung der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt. Das ursprüngliche Gesamtziel für alle 14 Termine bis Mitte September sei bei 500 Immunisierungen gelegen, was nun bereits übertroffen wurde.

Besonders im Visier hat man in Kärnten nun die Altersgruppe der 60- bis 80-Jährigen, von denen noch 20 Prozent umgeimpft sind. Um die Impfrate zu erhöhen, plant das Land „aktiv an die Pensionistenverbände heranzutreten“. Zusätzlich ist für den Herbst eine Informationskampagne vorgesehen, mit der Leute für eine Impfung überzeugt werden sollen, die noch unentschlossen sind. Wie diese Kampagne aussehen wird, etwa ob mit Testimonials -prominenten Impfbotschaftern- gearbeitet wird, wird derzeit ausgearbeitet, so Robitsch.