Coronavirus

Lateinamerika mit rasant wachsenden Zahlen

Zum ersten Mal hat Brasilien fast 20.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden registriert. Auch in Peru ist die Zahl der Corona-Fälle auf über 100.000 gestiegen. Damit ist der Andenstaat nach Brasilien das von der Corona-Pandemie am zweitstärksten betroffene Land in Südamerika. Indes steigt die Zahl der weltweit mit Sars-CoV-2 Infizierten auf über 5 Millionen Menschen.

red/Agenturen

Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Mittwoch (Ortszeit) 19.951 neue Corona-Infektionen und 888 Tote im Zusammenhang mit dem Virus. Am Dienstag hatte das Gesundheitsministerium erstmals über 1.000 Corona-Tote mehr als am Vortag vermeldet.

Nach dem Wochenende, wenn die Labors wieder in voller Besetzung arbeiten, steigen in Brasilien die Zahlen der Corona-Nachweise und der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus gewöhnlich an. Insgesamt sind in dem mit 210 Millionen Menschen einwohnerreichsten Land Lateinamerikas nach offiziellen Angaben bisher 18.859 Patienten im Zusammenhang mit dem Virus gestorben, 291.579 Personen haben sich nachweislich infiziert. Brasilien liegt nach den Daten der US-Universität Johns Hopkins bei der Zahl der Todesopfer damit weiter auf Platz sechs, bei der Zahl der Infizierten auf Platz drei der am schwersten betroffenen Länder - hinter den USA und Russland. Die Dunkelziffer dürfte unter anderem wegen fehlender Tests und noch nicht ausgewerteter Laborergebnisse weit höher liegen.

São Paulo, eine der größten Städte Lateinamerikas, bleibt mit 5.363 Toten - mehr als China - eine der am schwersten betroffenen brasilianischen Städte. Am Mittwoch begann ein „Mega-Feiertag“ bis zum kommenden Montag, für den der Stadtrat mehrere Feiertage aus anderen Monaten vorgezogen hatte. Erfahrungsgemäß gelingt es an Wochenenden und Feiertagen mehr Bewohnern, sich an die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu halten. Einem Bericht des Portals „G1“ zufolge begann der Tag mit weniger Autoverkehr als sonst, aber geöffneten Läden und Leuten auf der Straße.

„Coronaliste“: Österreich auf Rang 40

Der Andenstaat Peru meldet ebenfalls stark steigende Zahlen: 104.020 Menschen haben sich bisher nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, wie das Gesundheitsministerium Mitte der Woche mitteilte.

Mindestens 3.024 Patienten seien im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 bereits gestorben. Um die Ausbreitung von Sars-CoV-2 zu bremsen, hatte die peruanische Regierung zunächst recht strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Allerdings hielten sich viele Peruaner offensichtlich nicht an die Regeln. Zuletzt wurden die Maßnahmen zudem etwas gelockert.

Die Zahl der jemals offiziell mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist Donnerstagvormittag (MESZ) auf mehr als fünf Millionen gestiegen, mit Stand Freitag mittag liegt man bei 5.118.416 Infektionen. 333.212 Personen sind an einer Infektion verstorben.

Die USA als Spitzenreiter der Statistik nähern sich mit mittlerweile 94.729 Todesfällen allmählich der Marke von 100.000, mehr als 1,55 Millionen Menschen in den Staaten haben sich infiziert. Russland folgt mit 326.448 Infektionen, dahinter das immer stärker betroffene Brasilien (310.087), Großbritannien (252.246), Spanien (233.037), Italien (228.006) und Frankreich (181.951).

Österreich befindet sich in diesem Ranking mit 16.360 bisher Infizierten und mit Stand Mittwoch 635 Toten Stand Freitag mittag unter 188 Ländern auf Rang 40. Gegen Ende März war Österreich mit seinen Fallzahlen weltweit noch um Rang elf und zwölf gelegen.

 

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