Ludwig verteidigte strengere Wiener Maßnahmen erneut

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat am Dienstag die in Wien geltenden, strengeren Coronaregeln erneut verteidigt. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, vor allem die Delta-Variante könne wieder für Engpässe bei Intensivbetten sorgen, warnte er in einem gemeinsamen Pressegespräch mit Michael Binder, dem Medizinischen Direktor des Gesundheitsverbunds, und der Vorständin der Abteilung für Atemwegs- und Lungenerkrankungen in der Klinik Penzing, Sylvia Hartl.

red/Agenturen

Es seien in Wien zwar viele Menschen schon geimpft, aber auch der Anteil der noch nicht geimpften Personen sei groß, gab Ludwig zu bedenken. Schütze man Kinder, bedeute dies auch, dass diese weniger Erwachsene anstecken könnten. Die in Wien verordneten Maßnahmen seien vertretbar, sie sollen verhindern, dass es später erneut zu schwerwiegenden Eingriffen – wie etwa Lockdowns – kommen müsse. „Ich möchte mir nicht den Vorwurf gefallen lassen im Herbst, dass die Politik geschlafen hat“, sagte der Bürgermeister.

In Wien gilt die 3-G-Regel auch schon für Kinder ab sechs Jahren – und nicht erst so wie in der Verordnung des Bundes festgelegt ab zwölf Jahren. Somit müssen im Sommer auch jüngere Kids einen Nachweis erbringen, wenn sie etwa ein Lokal oder ein Freibad besuchen möchten.

Da in diesem Alter noch nicht geimpft wird und Kinder nur selten zu den genesenen Personen gehören, bedeutet dies üblicherweise die Vorlage eines Coronatests. Hier hat Wien zuletzt ebenfalls eine Verschärfung vorgenommen. Die sogenannten Wohnzimmertests gelten nicht mehr als Eintrittstests. Empfohlen wird die Verwendung der PCR-Tests, die in der Bundeshauptstadt im Rahmen der Aktion „Alles Gurgelt“ angeboten werden.