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Coronavirus

Maskenpflicht ab sofort stark eingeschränkt

Mit dem am Montag in Kraft tretenden nächsten Lockerungsschritt der Corona-Schutzmaßnahmen fällt die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit großteils. Masken müssen dann nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Gesundheitsbereich inklusive der Apotheken und bei Dienstleistungen getragen werden, bei denen der 1-Meter-Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

 

 

 

red/Agenturen

Als Beispiel für diesen Bereich gelten etwa Friseure. Hingegen ist das Tragen von Mund-Nasen-Schutz im Handel dann nicht mehr verpflichtend. Die Einführung der Maskenpflicht in Österreich während der Coronavirus-Pandemie war am 30. März präsentiert worden. Zunächst war das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei Supermarkt-Besuchen verpflichtend. In weiterer Folge wurde die Maskenpflicht auf andere Bereiche ausgedehnt.

Das Tragen des sogenannten Mund-Nasen-Schutzes beziehungweise ihre Wirksamkeit war während der Dauer der Corona-Verordnungen immer wieder umstritten, so wurde ihre Effektivität oft angezweifelt.

Anschober appelliert an Eigenverantwortung

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat angesichts der Lockerung bei der Maskenpflicht ab (morgigem) Montag Eigenverantwortung eingemahnt. Wenn es in Bereichen, wo keine Verpflichtung mehr besteht, "vielleicht zu eng wird", sollte ein Nasen-Mundschutz in Eigenverantwortung getragen werden, so Anschober in einer Aussendung am Sonntag.

Trotz der guten Zahlen hierzulande, müssen auch „wir in Österreich weiterhin höchst aufmerksam sein und im Alltagsleben konsequent die Hygienemaßnahmen und den Mindestabstand sowie die Auflagen bei den Öffnungsschritten einhalten", so Anschober. „Klar" sei aber auch weiterhin: „Sollten die Infektionszahlen wieder nach oben gehen, würden sehr rasch einzelnen Lockerungsschritte wieder zurückgenommen und/oder Schutzmaßnahmen wieder verstärkt", betonte der Gesundheitsminister.

Am Sonntag standen mit 47 neuerlich mehr Neu-Genesene den Neuinfizierten (31) gegenüber. Damit habe sich die Zahl der aktiv Erkrankten weiter auf mittlerweile nur mehr 373 verringert. Davon werden mit Stand Montag früh 57 Erkrankte im Spital betreut, zwölf davon in Intensivstationen.