Niederösterreich stellt bei Buchung auf Einzeltermine um

In Niederösterreich sind Termine für die Corona-Schutzimpfung nun nur noch einzeln buchbar. Zuvor sind die entsprechenden Zeitslots für Erst- und Zweitstich ausschließlich gemeinsam und in einem Zug vergeben worden. Notruf NÖ, die Impfkoordinationsstelle des Landes, will mit dem Schritt „maximale Flexibilität“ gewährleisten, wie am Mittwoch in einer Aussendung betont wurde. Das System werde niederschwelliger und „fit für die Auffrischungsimpfungen".

red/Agenturen

Der Zweitstich könne nun auch bei einer anderen Impfstelle, an einem anderen Wochentag oder zu einer anderen Uhrzeit als die erste Injektion stattfinden, hieß es. Zu beachten sei lediglich der vom jeweiligen Hersteller empfohlene zeitliche Abstand zwischen den beiden Teilimpfungen von 21 bis 42 Tagen. Gebucht werden können die Plätze weiterhin online unter www.impfung.at.

Aktuell werden rund 15.000 Injektionen pro Tag verabreicht, hauptsächlich Zweitstiche. „Über eine Million Menschen in unserem Bundesland haben bereits zumindest eine Impfdosis erhalten, damit liegt die Impfquote bereits bei fast 70 Prozent der Bevölkerung ab zwölf Jahren“, rechnete LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) vor. „Rund 750.000 Menschen haben auch schon die notwendige zweite Dosis erhalten, knapp 50 Prozent der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher ab zwölf Jahren. Das ist auch wichtig, denn nur die Vollimmunisierung schützt vollständig“, betonte der Landesvize. Die Wichtigkeit der Immunisierung wurde einmal mehr auch von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) betont. Neue und flexiblere Termine würden angeboten, „um den Leuten einen guten Schutz zu geben".

Zu Wochenbeginn waren in Niederösterreich keine freien Zeitslots verfügbar gewesen. Als Gründe wurden fehlende Lieferzusagen des Bundes für die Vakzine sowie eine hohe Anzahl an Zweitimpfungen angeführt. Der kurzzeitige Engpass in Sachen Terminen war mit Stand Mittwoch vorbei. Die Liefermengen für die kommenden drei bis vier Wochen seien nun fixiert, damit sei eine genaue Planung möglich, sagte Stefan Spielbichler von Notruf NÖ auf Anfrage.