Impfen

Oö. NEOS-Chef Eypeltauer über ÖVP-"Nonsens" und grünes „Verbiegen"

Oberösterreichs NEOS-Landessprecher Felix Eypeltauer spricht sich angesichts der vierten Welle dafür aus, die Gültigkeit der Corona-Tests zu verkürzen. Die von der ÖVP ins Spiel gebrachte Verknüpfung der Familienkarte mit Deutschkenntnissen hält er dagegen für „Nonsens". Sicher ist für den pinken Spitzenkandidaten zur Landtagswahl am 26. September der erstmalige Landtags-Einzug, wie er im APA-Gespräch meint. Einen mit 20 Prozent geringen Frauenanteil der Partei räumt er ein.

red/Agenturen

Beim Thema Corona läuten für den 29-Jährigen in Oberösterreich die Alarmglocken. „Wir haben jetzt die erste Woche gehabt, in der sich in Oberösterreich weniger als 1.000 Menschen haben impfen lassen." Mit Appellen alleine die Quote - Oberösterreich ist seit Wochen Schlusslicht - zu erhöhen, reiche nicht mehr, „da braucht es handfeste Aufklärung". Der pinke Vorschlag ist, dass Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) „anlässlich der Information über die Briefwahl, die an jeden einzelnen Haushalt in Oberösterreich geht, auch eine sachliche Information über die Impfung auf Augenhöhe mitschickt". Man müsse aufhören, „die Menschen wie kleine Kinder zu behandeln, mit Babyelefanten und sonstigen Werbespots" zu bespielen. Das habe man in den vergangenen eineinhalb Jahren gemacht, Impfskeptiker erreiche man so nicht, ist er überzeugt.

Gleichzeitig sei der Weg Wiens - wo die SPÖ mit den NEOS regiert - die Testdauer zu verkürzen, eine „sehr gute Herangehensweise“, um indirekt den Druck zum Impfen zu erhöhen, sagt Eypeltauer. Denn, so meint der bekennende Impfbefürworter, man werde „früher oder später auch ohne das Testen mit dem Virus leben müssen". Daher führe kein Weg am Impfen vorbei. Ein Test, der drei Tage gültig ist, sagt nichts darüber aus, was in diesen drei Tagen passiert, zitiert er den Ärztekammerpräsidenten.

„Mehr tun, weniger zuschauen“, wünscht sich der Linzer nicht nur in Sachen Impfen von der regierenden ÖVP im Bundesland. Beim Thema Afghanistan sieht er Stelzer in der Pflicht. Von „unserem Landeshauptmann, der auch stellvertretender Bundesparteivorsitzender der türkisen ÖVP ist“, erwarte er sich, „dass er hier auch sein Gewicht tatsächlich einsetzt, damit sich diese unmenschliche und auch vollkommen unsachliche Haltung beim Bundeskanzler ändert. Das würde jemandem, der Anstand und Menschlichkeit plakatiert, sehr gut anstehen. Aber er tut es nicht“, verweist Eypeltauer auf die aktuelle Plakatserie Stelzers.