Deutschland

Spahn sieht in Gesetz gegen Konversionstherapien wichtiges Signal

Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht in dem neuen Gesetz gegen so genannte Konversionstherapien ein wichtiges Signal für die Akzeptanz von Schwulen und Lesben in Deutschland. Die umstrittenen Therapien erzeugten viel Leid, sagte Spahn am Donnerstag in Berlin.

red/Agenturen

Mit dem Gesetz, das der deutsche Bundestag am Donnerstagabend verabschieden soll, komme zum Ausdruck, „dass wir jeden so akzeptieren, wie er ist“, fügte der Gesundheitsminister hinzu.

Deutscher Bundestag will am über Neuregelung abstimmen

Die Konversionstherapien zielen darauf ab, die homosexuelle Orientierung eines Menschen zu ändern beziehungsweise zu „heilen“ und in heterosexuelles beziehungsweise asexuelles Verhalten umzuwandeln. Sie vermitteln den Eindruck, dass Homosexualität eine Erkrankung sei, die korrigiert werden könne.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die umstrittenen Therapien bei unter 18-Jährigen generell verboten werden. Das Verbot soll zudem grundsätzlich gelten, wenn Erwachsene einem „Willensmangel“ unterliegen - etwa durch Täuschung, Irrtum, Zwang oder Drohung. Das trifft zum Beispiel zu, wenn jemand über den therapeutischen Nutzen getäuscht oder nicht ausreichend über Risiken aufgeklärt wird. Verboten werden das Anbieten, Bewerben oder Vermitteln solcher Behandlungen.