Corona-Impfstoff

Tschechien bekam von Ungarn 100.000 Dosen von Biontech/Pfizer

Tschechien hat von Ungarn 100.000 Dosen des Vakzins Pfizer/BioNTech bekommen. Der Regierungschef Andrej Babis hat sie am Donnerstag vom ungarischen Außenminister Peter Szijjarto im größten Prager Impfzentrum übernommen. Es handelt sich um eine „Leihgabe“, die Tschechien später zurückgeben werde, hieß es.

red/Agenturen

Die Impfdosen versprach Ungarn Tschechien im Frühjahr aus Solidarität, nachdem Prag nicht mit dem Kompromiss über die Verteilung von zusätzlichen Vakzinen innerhalb der EU einverstanden war. Tschechien bekam dann deswegen weniger Impfstoff, als wenn es mit dem EU-Kompromiss einverstanden gewesen wäre.

In Tschechien mit 10,7 Mio. Einwohnern beginnt unterdessen die Zahl der Neuinfektionen wieder zu steigen. Am gestrigen Mittwoch wurden 151 neue Fälle registriert, um 46 mehr im Wochenvergleich. Der größte Anstieg gibt es in Prag. Die sogenannte R-Zahl - die besagt, wie viele weitere Personen durch eine infizierte Person angesteckt werden - liegt jetzt bei 1,2, wodurch die Regierung beunruhigt ist.

Die Impfung geht relativ schnell voran. An Werktagen werden über 100.000 Stiche verabreicht. Trotzdem fordert die Regierung die Öffentlichkeit, sich impfen zu lassen, vor allem die jüngeren Generationen, bei denen das Interesse an Impfungen sichtbar niedriger als bei den Älteren ist.