Allgemeinmedizin

Verdopplung der niederösterreichischen Landarztstipendien

Niederösterreich verdoppelt die Anzahl der Landarztstipendien. Ursprünglich sollten zehn Studierende die Förderung erhalten. Nun bekommen alle 20 Bewerber die Unterstützung. Das Förderbudget für die kommenden fünf Jahre wird von 2,5 auf drei Millionen Euro erhöht, kündigte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Donnerstag in einer Aussendung an. 2023 soll es zehn weitere Stipendien geben, sagte ihr ÖVP-Parteikollege Landesrat Martin Eichtinger.

red/Agenturen

Die Bewerbungsfrist ist mit 11. September zu Ende gegangen, alle zwölf weiblichen und acht männlichen Bewerber haben die Kriterien erfüllt. Sie stammen aus zwölf Bezirken, darunter Zwettl, Scheibbs, Melk und Gänserndorf. Die Fördersumme beträgt über 11.000 Euro pro Jahr, also 923 Euro monatlich für bis zu 48 Monate. Die angehenden Ärzt:innen verpflichten sich vertraglich dazu, nach Abschluss ihrer Ausbildung fünf Jahre lang in Niederösterreich zu arbeiten. „Diese Stipendien sind eine wichtige Investition in unsere Gesundheitsversorgung der Zukunft“, betonte Mikl-Leitner. Budgetiert waren ursprünglich 2,5 Millionen Euro für 50 Landarztstipendien, die Summe wird nun angehoben.

„Mit der finanziellen Förderung während des Medizin-Studiums, reservierten Turnusplätzen während der Ausbildung und danach drei Stellenangeboten in Niederösterreichs Gesundheitseinrichtungen unterstützen die Landarztstipendien zukünftige Ärzt:innen auf ihrem Weg zur Anstellung oder zur Kassenärztin bzw. zum Kassenarzt in Niederösterreich“, sagte Eichtinger. Basis ist eine Vereinbarung mit der Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD), die die Förderung abwickelt. Auch Tirol hat inzwischen ein Landärztestipendium auf den Weg gebracht.