Vorarlberger Krankenhäuser-Chef appelliert an Bevölkerung

Der Direktor der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft, Gerald Fleisch, hat am Donnerstag einen Impfappell an die Bevölkerung gerichtet. Die Impfung sei die einzige Chance, das Gesundheitswesen nicht in eine Schieflage zu bringen, unterstrich Fleisch im Interview mit ORF Radio Vorarlberg. Mit einer zunehmenden Anzahl an Corona-Patienten in den Spitälern könnte es auch wieder dazu kommen, dass nicht akut lebensnotwendige Operationen zurückgestellt werden müssen.

red/Agenturen

In Vorarlberg befanden sich am Mittwochabend 21 Personen in Spitalsbehandlung, davon sieben auf Intensivstationen. Laut Fleisch waren sechs der sieben Intensivpatienten nicht gegen das Virus geimpft. Für ihn war das „ein klares Zeichen dafür, dass nicht geimpfte Patienten vermehrt auf der Intensivstation landen". Vor genau einem Jahr hatte in Vorarlberg nur eine mit dem Coronavirus infizierte Person einer Intensivbehandlung bedurft.

Man habe eine hohe Ausgangslage, der Schulstart könnte die Situation noch verschärfen, gab Fleisch zu bedenken. Wenn man nun noch berücksichtige, dass das öffentliche Leben nicht noch einmal heruntergefahren werde und dass auch Unfälle geschehen werden, „so werden wir sicher in eine schwierige Lage kommen“, sagte Fleisch.