Was tun bei partieller Reisewarnung?

Die Bundesregierung hat nach dem massiven Coronavirus-Ausbruch beim deutschen Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen eine partielle Reisewarnung der Stufe fünf für das deutsche Bundesland verhängt. Aufgrund der Ausbreitung der Pandemie gelten außerdem für die chinesische Provinz Hubei und die italienische Region Lombardei ebenfalls partielle Reisewarnungen.

red/Agenturen

Bei einer Reisewarnung der Stufe 5 wird vor Reisen in diese Region gewarnt, bei der Stufe 6 bezieht sich die Warnung auf das gesamte Land. Eine offizielle Reisewarnung berechtigt laut Arbeiterkammer zu einem kostenlosen Storno einer gebuchten Reise, wenn der Reiseantritt zeitnah bevorsteht. Dies gilt auch für individuell gebuchte Flüge und Unterkünfte.

Eine Reisewarnung ist kein Verbot. Sollte allerdings eine Rückholaktion aus einer Region oder einem Land durchgeführt werden, wo es eine ausdrückliche Reisewarnung gibt, können die Reisenden an den Konsularkosten beteiligt werden.

Sicherheitsstufe 6: Reisewarnung für 23 Staaten

Reisewarnungen der Stufe sechs hat das Außenministerium im Zusammenhang mit dem Coronavirus derzeit für 23 Staaten ausgesprochen: Ägypten, Bangladesch, Brasilien, Chile, Ecuador, Großbritannien, Indien, Indonesien, Iran, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Peru, Philippinen, Portugal, Russland, Schweden, Senegal, Südafrika, die Türkei, Ukraine, USA und Weißrussland (Belarus).

Das Außenministerium rät generell „dringend“ von allen nicht notwendigen Reisen, insbesondere von allen Urlaubsreisen, ab. Mit anhaltenden Einschränkungen im Flug- und Reiseverkehr, Quarantänemaßnahmen und weitgehenden Einschränkungen im öffentlichen Leben zahlreicher Länder sei bis auf weiteres zu rechnen. Zudem könne auch die Sicherheit der Gesundheitsversorgung in zahlreichen Ländern nicht mehr gewährleistet werden, heißt es auf der Homepage.

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