Coronavirus

WHO besorgt über Zunahme der Fälle in Teilen Europas

Das Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich besorgt über neue Corona-Infektionsherde in Europa gezeigt. „Der jüngste Neuanstieg der Corona-Zahlen infolge der Lockerung von Abstandsregeln in einigen Ländern gibt sicherlich Anlass zur Sorge“, sagte eine WHO-Sprecherin am Freitag. Die WHO rief die Länder dazu auf, Hygiene- und Gesundheitsauflagen notfalls wieder zu verschärfen.

red/Agenturen

Beim Auftreten neuer Infektionsherde müsse schnell und gezielt eingegriffen werden, erklärte die Sprecherin. Betroffene müssten isoliert und deren Kontakte sorgfältig nachverfolgt werden. Falls die Situation es erfordere, müssten die Länder erneut verschärfte Corona-Auflagen erlassen.

Das WHO-Regionalbüro nannte Kirgisistan als eines der am stärksten vom Neuanstieg betroffenen Länder. Der zentralasiatische Staat verzeichnete 335 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen zwei Wochen, gefolgt von Montenegro mit 207 neuen Fällen und Luxemburg mit 196. Auch in Bosnien, Serbien, Rumänien und Bulgarien stieg die Zahl der Neuinfektionen wieder stärker an.

In einigen Ländern sind die Neuinfektionen laut der WHO hingegen deutlich zurückgegangen: Dazu zählen Armenien, Kasachstan, die Republik Moldau und Russland.

Die Gesamtzahl der verzeichneten Infektionen in Europa überstieg am Donnerstag die Drei-Millionen-Marke, ein Fünftel der weltweit mehr als 15 Millionen Fälle. Mit 206.633 von insgesamt 627.307 Todesfällen weltweit ist Europa nach wie vor der Kontinent mit den meisten Corona-Toten.