Coronavirus 

WHO mahnte Unterstützung für Ältere ein

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in der Corona-Krise auf die Bedeutung von Rücksichtnahme und Unterstützung für Ältere hingewiesen. „Die Unterstützung und der Schutz älterer Menschen, die alleine leben, ist jedermanns Sache“, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Freitag bei einer Online-Pressekonferenz. Niemand dürfe in der Krise zurückgelassen werden.

red/Agenturen

Senioren seien oft auf die Unterstützung der Gemeinschaft und von Betreuern angewiesen, damit sie ihren Alltag aufrechterhalten, aktiv bleiben und sich ausgewogen ernähren könnten, erklärte das in Kopenhagen ansässige Regionalbüro. Auch die mentale Gesundheit dürfe nicht außer Acht gelassen werden.

Es sei deshalb besonders wichtig für Ältere, sozial vernetzt zu bleiben, was auch eine spezielle Aufgabe für die jüngere Generation darstelle, sagte Kluge. „Wenn die Sicherheit eurer Großeltern bedeutet, dass ihr sie nicht persönlich besuchen könnt, dann sprecht täglich mit ihnen, damit sie sich nicht alleine fühlen. Körperliche Distanzierung bedeutet nicht soziale Isolation.“

WHO HQ Genf
Der Anteil der 15- bis 24-Jährigen an den neuen SARS-CoV-2-Infektionen sei laut einer Studie von ehemals 4,5 Prozent auf bis zu 50 Prozent gestiegen. Vor diesem Hintergrund hat die WHO einen Appell an Jugendliche gerichtet.
Von I, Yann, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2367501