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Drosten betont Zuverlässigkeit von PCR-Corona-Tests

Der Virologe Christian Drosten hat die Zuverlässigkeit der PCR-Tests auf das Coronavirus Sars-CoV-2 betont. Angesichts von Behauptungen in sozialen Medien, die Tests seien oft falsch positiv und wiesen mitunter nur Fragmente des Virus nach, sagte der Virologe der Berliner Charité am Dienstag,

red/Agenturen

„Ohne ein volles Virus-Genom gibt es keine Virus-Reste.“ Es gebe auch keine Verwechslungen mit sonstigen Viren wie etwa anderen Erkältungsviren und Coronaviren, fügte er im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“ hinzu. „Die PCR ist da einfach zweifelsfrei.“ Daten zur Validierung habe schon die erste Publikation zu dem PCR-Test im vorigen Januar enthalten.“

Unsere PCR war zwar die erste, die ist aber längst nicht mehr die einzige“, sagte Drosten. „Die Labore sind eigentlich alle inzwischen dazu übergegangen, die Tests von Herstellern zu beziehen. Die haben unsere PCR zum Teil übernommen, zum Teil aber auch ein bisschen modifiziert. Und allen ist gemeinsam, dass die zusätzlich zu unserer Validierung noch mal wieder selber Validierungen gemacht haben.“ Andernfalls dürfe man solche Tests nicht verkaufen. „Die muss man ja zertifizieren lassen.“ Das PCR-Verfahren biete „eine sehr wasserdichte Diagnostik“.

Rund 60.000 PCR-Tests am Flughafen Wien durchgeführt

Am Flughafen Wien in Schwechat sind seit Anfang Mai mehr als 60.000 PCR-Tests auf das Coronavirus durchgeführt worden. Vorstand Günther Ofner sah in den Untersuchungen am Mittwoch in einer Aussendung einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Pandemie. Einmal mehr trat er für eine „europaweite Koordination und Vereinheitlichung der Test- und Reisebestimmungen“ ein. Hier sei dringend „mehr Initiative von der EU-Kommission gefordert“.