Masern

Drei erkrankte Kärntner stationär im Klinikum Klagenfurt

Bis Freitagmittag sind in Kärnten vier bestätigte Masernfälle und vier weitere Verdachtsfälle gemeldet worden. Im Krankenhaus mussten drei Masernpatienten stationär behandelt werden.

red/Agenturen

Bei den bestätigten Fällen handelte es sich um zwei Buslenker, eine Studentin und ein vierjähriges Kind, sagte eine Sprecherin zur APA. Eine Supermarktkassiererin aus Ferlach galt offiziell entgegen früherer Angaben der Landesregierung als Verdachtsfall. Eine Laborbestätigung für ihre Erkrankung war noch ausständig. Bei den drei weiteren Verdachtsfällen handelte es sich um eine erwachsene Person und zwei Kinder, hieß es in einer Aussendung des Landespressediensts.

Fußballklub lässt Nachwuchs vorsichtshalber zwei Wochen pausieren

Die erkrankten Busfahrer hatten am Mittwoch für einen mehrstündigen Stopp des öffentlichen Verkehrs in Klagenfurt gesorgt. Der Impfstatus der Lenker wurde überprüft, die Busse desinfiziert. Wegen eines möglicherweise infizierten Zehnjährigen, Nachwuchsspieler beim Eishockeyklub KAC, wurden dort Trainings ausgesetzt, außerdem blieb eine Schule, das Lerchenfeldgymnasium, am Freitag geschlossen.

Beim Klagenfurter Fußballverein SV Donau hat man sich entschieden, die Trainings und Spiele des Nachwuchses in den nächsten zwei Wochen abzusagen. Masern-Verdachtsfälle gebe es vorerst keine, widersprach der sportliche Leiter, Raphael Thun Hohenstein, auf APA-Anfrage Meldungen über mehrere Verdachtsfälle. "Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme." Es gebe Kinder, die aufs am Freitag geschlossene Lerchenfeldgymnasium gehen, und viele Kinder mit Migrationshintergrund, die teilweise erst ein Jahr in Österreich sind. In der trainingsfreien Zeit soll der Impfstatus der Kinder überprüft werden und natürlich gelte es, eine Verbreitung der Masern zu verhindern.