Tod durch vergiftete Glukose

Drei Kölner Apotheken wieder geöffnet

Nach dem Tod einer jungen Mutter und ihres Babys wegen vergifteter Glukose aus einer Kölner Apotheke darf deren Betreiber seine insgesamt drei Apotheken wieder öffnen. Die Herstellung eigener Arzneimittel bleibe aber weiterhin untersagt, wie das Gesundheitsministerium in Abstimmung mit der Stadt Köln am Freitag mitteilte.

red/Agenturen

Sie bleibe untersagt, bis Maßnahmen eingeführt seien, die eine solche Verunreinigung in Zukunft ausschlössen. Die tödliche Vergiftung einer jungen Mutter und ihres Babys mit Glukose der Apotheke geht den Ermittlern zufolge wohl auf ein Versehen zurück. „Es gibt keine Anhaltspunkte, die in Richtung Vorsatz führen“, sagte der Kölner Staatsanwalt Ulrich Bremer am Freitag. Ein Versehen dürfte zur Verunreinigung der Glukose geführt haben. Die Staatsanwaltschaft ermittle nun gegen zwei Apothekenmitarbeiter wegen fahrlässiger Tötung. Darüber hatte die „Rheinische Post“ berichtet. „Diese Personen sind näher in den Fokus geraten, mit den Stoffen hantiert zu haben“, sagte Bremer.

Eine Frau und ihr per Notkaiserschnitt geborenes Baby waren Mitte September an Organversagen gestorben, nachdem die 28-Jährige eine Glukosemischung aus der Kölner Apotheke zu sich genommen hatte. Das Präparat war Teil eines Routinetests auf Diabetes in der Schwangerschaft.