Medizinische Universität Innsbruck

Führungswechsel an der Innsbrucker Klinik für Innere Medizin

Mit der Berufung Dominik Wolfs wurde ein Experte geholt, der unter anderem die Forschung zur translationalen Immunonkologie voranbringen soll.

red/Agenturen

Mit Anfang Oktober hat Dominik Wolf die Leitung der Univ.-Klinik für Innere Medizin V, Hämatologie und Onkologie übernommen. Diese wurde zuvor von Günther Gastl aufgebaut und 22 Jahre lang geleitet. Der 45-jährige Wolf gebürtige Bayer, der in Innsbruck bereits viele Jahre als Oberarzt tätig war und sich an der Medizin Uni Innsbruck habilitierte, setzt auf fachübergreifende und klinische Zusammenarbeit sowie innovative Therapiestudien, um die Behandlung von Krebspatienten zu optimieren.

An der Univ.-Klinik für Innere Medizin V werden im Jahr durchschnittlich 3.500 Patienten ambulant und 1.000 Patienten stationär behandelt und betreut. Zum Aufgabengebiet gehören die Diagnose und Behandlung von gutartigen und bösartigen Erkrankungen des Blutes, der Lymphgewebe sowie solider Tumoren. „Neben Operation, Strahlen-, Chemo- und gezielten Therapien stellen neue Immuntherapien und deren Kombination mit den bewährten Standardbehandlungen eine neue Säule der Krebsbehandlung dar“, erklärt Wolf, der seit vielen Jahren zur Tumorimmunologie und zu Leukämie-Erkrankungen forscht.

Synergien sollen künftig besser genutzt werden

Die Pläne des neuen Klinikchefs sind klar: Krebspatienten sollen durch den Zugang zu modernster Krebsmedizin profitieren. Synergien, wie sie am Beispiel des Comprehensive Cancer Center Innsbruck (CCCI) deutlich sind, sollen noch besser genutzt werden. „Bereits 2019 wollen wir erstmals die revolutionäre und seit kurzem auch in Europa zugelassene Krebstherapie mit chimären Antigen-Rezeptor-T-Zellen, sprich CAR-T-Zellen, anbieten. Diese zukunftsweisende Behandlung, bei der körpereigene Immunzellen entnommen und genetisch verändert werden, um sie den Patienten als tumorspezifische Waffe wieder zurückzugeben, verspricht hohe Ansprechraten bei akuter lymphatischer Leukämie (ALL) und Non-Hodgkin-Lymphomen“, so Wolf.

Zur Person

Dominik Wolf studierte an der Universität Erlangen-Nürnberg Medizin und schloss sein Doktorat „summa cum laude“ ab. Nach seiner Ausbildung zum Internisten an der Medizinischen Universität Innsbruck, wo er sich 2008 für das Fach Innere Medizin habilitierte und der Anerkennung des Additivfaches „Hämatologie und Internistische Onkologie“ folgte er 2011 dem Ruf der Universitätsklinik Bonn (UKB) auf die Professur für Tumorimmunologie und als Stellvertretender Klinikdirektor der Medizinischen Klinik 3 für Onkologie, Hämatologie, Immunonkologie und Rheumatologie. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Immunregulation bei Krebs und Transplantation und der Entzündung bei Myeloischen Erkrankungen. Klinisch fokussiert sich Wolf auf die Immunonkologie, Myeloische Neoplasien und die Stammzell-Transplantation.

 

 

 

 

Dominik Wolf Medizinische Universität Innsbruck
Der 45-jährige gebürtige Bayer setzt verstärkt auf interdisziplinäre Zusammenarbeit.
MUI_F. Lechner