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Omikron

Für Virologen Krammer „schaut's aber nicht gut aus“

Allzu optimistisch hat sich der in den USA tätige österreichische Virologe Florian Krammer am Dienstag nicht gezeigt, was die Omikron-Variante angeht. Auch wenn nach wie vor noch nicht genug Daten vorliegen würden und damit die Unsicherheit groß sei, um die Situation mit Omikron abschätzen zu können, „schaut's aber nicht gut aus“, meinte er in einer Diskussion per Live-Stream, den die Kunstuni Linz organisiert hat. Nach Einschätzung des US-Experten Anthony Fauci hingegen ist Omikron „nahezu sicher“ nicht schlimmer als die Delta-Variante.

red/Agenturen

Denn erste Einschätzungen, die Virusmutation sei im Vergleich zu Delta harmloser, konnte er nicht bestätigen. So gehe die „Zahl der Neuinfektionen steil bergauf“ und auch die Zahl der Einweisungen in die Spitäler steige, sagte er. „Die sichere Annahme ist, dass diese Variante genauso gefährlich ist wie alle anderen“, stellte er weiters klar.

Unklarheit gebe es hingegen noch in Hinsicht auf den Impfstoff. Dass die Forschung wegen Omikron dabei „zurück an den Start“ müsse, hält er für unwahrscheinlich. Wer eine Grundimmunität gegen Corona aufweise, verfüge über Antikörper produzierende Zellen, von denen durchaus „einige auch Omikron erkennen können“. Mit einem spezifischen Booster würden diese Zellen reaktiviert, so dass sich schnell eine Schutzwirkung - in sieben bis zehn Tagen - aufbauen könne, so Krammers Annahme.

Problematisch werde es seiner Ansicht nach für die Ungeimpften. Es könne „kompliziert“ werden, wenn Omikron und Delta nebeneinander zirkulieren. Wegen einer fehlenden Grundimmunisierung gegen Corona könne nicht geboostert werden, erklärte der Virologe. Fragen wie zum Beispiel, sollten Erststiche gegen Delta oder Omikron gegeben werden oder parallel, tun sich derzeit für ihn auf.

Fauci zu Omikron: „Nahezu sicher“ nicht schlimmer als Delta-Variante

Nach Einschätzung des US-Experten Anthony Fauci sei Omikron jedoch nicht schlimmer als andere Varianten des Erregers. „Es ist nahezu sicher, dass sie nicht schlimmer ist als Delta“, so der oberste medizinische Berater von US-Präsident Joe Biden am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Es gebe einige Hinweise darauf, dass Omikron sogar weniger schwerwiegend sein könnte. In Südafrika sei beobachtet worden, dass „das Verhältnis zwischen der Zahl der Infektionen und der Zahl der Krankenhausaufenthalte wohl geringer ist als bei Delta“. Vollständig gesicherte Erkenntnisse hierzu seien aber erst in einigen Wochen zu erwarten.

Omikron sei „eindeutig hochgradig übertragbar“ und womöglich sogar ansteckender als die Delta-Variante, sagte Fauci. Untersucht wird derzeit auch, ob die vorhandenen Corona-Impfstoffe auch gegen die neue Omikron-Variante wirksam sind. Er rechne damit, dass die Ergebnisse dieser Laboruntersuchungen spätestens in einer Woche vorliegen werden.

 

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Wer glaubt, bisher verschont geblieben zu sein, könnte die Infektion doch schon hinter sich haben. Oder von bestimmten vorübergehenden Effekten, noch unbekannten genetischen Faktoren und Zufällen profitiert haben.
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