Innsbrucker Med-Uni will mit Transplantationsinnovationen punkten

Das Rektoratsteam der Medizinischen Universität Innsbruck will in seiner mit Oktober begonnenen zweiten Amtszeit unter anderem verstärkt mit Innovationen im Bereich Organtransplantationen reüssieren. Zudem strebe man für die Pathologie eine Modernisierung von Infrastruktur und Räumlichkeiten an, erklärten die Verantwortlichen bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

red/Agenturen

Als Stichwort für Transplantationsinnovationen nannte der Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck, Wolfgang Fleischhacker, dabei „Organ Life and Repair“. Mit diesem Verfahren könnten „Organe außerhalb des Körpers Tage und künftig wohl auch Wochen überleben“, erklärte Fleischhacker bei dem Pressegespräch mit seinem ebenfalls wiedergewählten Team. Das bringe beispielsweise in Bezug auf Planbarkeit von Operationen erhebliche Vorteile, so der Rektor.

In Bezug auf die Innsbrucker Pathologie wolle man zudem etwa die Forschungsinfrastruktur ausbauen, strich Christine Bandtlow, Vizerektorin für Forschung und Internationales, heraus. Diesbezüglich arbeite man bereits mit Land Tirol und den tirol kliniken zusammen, so die Vizerektorin. Zudem will man sich laut Bandtlow federführend an einer internationalen Exzellenz-Initiative beteiligen, die sich mit seltenen Krankheiten beschäftigt.

Finanziell gut aufgestellt für diese und weitere Vorhaben ist die Medizinischen Universität Innsbruck laut Manuela Groß, Vizerektorin für Finanzen und IT, jedenfalls. „Die Sicherung der finanziellen Stabilität ist gelungen“, betonte Groß. Gemeinsam mit dem Bund konnte man mit dieser Stabilität den Fokus auf „Spitzenmedizin, Service- und Prozessoptimierung legen“.

Bei all diesen Vorhaben will man aber auch die Lehre nicht aus den Augen verlieren. Der Neu-Einsteiger im Rektorenteam, Wolfgang Prodinger, der Peter Loidl als Vizerektor nachfolgt und für Lehre und Studienangelegenheiten zuständig ist, will für diese in Corona-Zeiten ein „epidemiologisch geringes Risiko herstellen“ und vor allem auf „durchgängige Präsenzlehre“ setzen, die digitale Lehre aber auch weiterhin mitdenken. „Der Ärzteberuf ist definitiv sozial, der tägliche Kontakt mit Menschen bringt uns weiter“, assistierte ihm dabei Rektor Fleischhacker.