Schadstoffe

Innsbrucker Stickoxidwerte sinken in zweiter Märzhälfte deutlich

Die Messdaten des Innsbrucker Atmosphärenphysiklabors der Leopold Franzens Universität zeigen, dass die Stickoxidwerte in der zweiten März-Hälfte rund um Innsbruck deutlich zurückgegangen sind. Dies teilte die Universität am Mittwoch in einer Aussendung mit. Grund dafür seien die Verkehrsbeschränkungen, die zur Eindämmung des Coronavirus Mitte März eingeführt worden waren.

red/Agenturen

Luftschadstoffe verweilen sehr viel kürzer in der Atmosphäre als das langlebige Kohlendioxid. Sinken die Emissionen zum Beispiel durch den Rückgang des Verkehrs, gehe auch die Konzentration der Schadstoffe in der Luft sehr rasch zurück. „Die tageszeitlichen Verläufe der Stickstoffdioxid-Konzentration am Boden und in der gesamten Talatmosphäre rund um Innsbruck zeigen in der zweiten März-Hälfte eine deutliche Reduktion, die über die natürlich zu erwartende Variabilität durch das Wetter hinausgeht", erläuterte der Atmosphärenforscher Thomas Karl.

„Dieses globale Interventionsexperiment könnte in Zukunft helfen, die tatsächlichen Auswirkungen von Verkehrsbeschränkungen auf die Verteilung von Luftschadstoffen und auf die Emissionsmenge von Klimagasen besser beurteilen und quantifizieren zu können", so Karl. Die Universität Innsbruck betreibe seit 2018 kontinuierlich urbane meteorologische und atmosphärenchemische Beobachtungssysteme.