Pharmageld für viele Zukunftsprojekte

In sieben Jahren sind 12,5 Millionen Euro in insgesamt 92 Projekte Gesundheitsprojekte geflossen.

red/Agenturen

Rund 300 Millionen Euro sind von der Pharmaindustrie seit 2008 im Rahmen eines zweimal verlängerten und Ende 2018 ausgelaufenen Rahmenvertrages an den Hauptverband der Sozialversicherungsträger zurückerstattet worden. Ein Teil davon wurde in zukunftsweisende Gesundheitsprojekte, speziell für Kinder und Jugendliche, investiert, hieß es am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien.

92 Vorhaben innerhalb von sieben Jahren mit 12,5 Millionen Euro gefördert

„2015 wurde der Pharma-Rahmenvertrag zum zweiten Mal verlängert. Seit 2012 wurden daraus jährlich rund zwei Millionen Euro in Projekte für die Kinder- und Jugendheilkunde investiert. Es sollten Leuchtturmprojekte sein, die auf ganz Österreich ausgerollt werden können. In sieben Jahren sind in diese Projekte 12,5 Millionen Euro geflossen“, sagte Robin Rumler, Vizepräsident des Verbandes der pharmazeutischen Industrie (Pharmig).

Insgesamt wurden bisher 92 Projekte gefördert. Seit 2012 erfolgte jedes Jahr eine thematische Schwerpunktsetzung. 2018 waren es beispielsweise insgesamt 13 Projekte zu „Kindermedikation“ und „Gesundheitskompetenz“.

„Wir haben damit etwas zum Laufen gebracht“, betonte der Chef des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Alexander Biach, die Vorbildwirkung vieler der unterstützten Aktivitäten in allen Bundesländern. Er nannte als besonderes Beispiel die „Frühen Hilfen“, mit denen junge Eltern in schwieriger sozialer Lage schon vor Geburt eines Kindes in ein Hilfs- und Betreuungsnetz kommen sollen, dass ihnen und ihren Kindern den Start erleichtern soll. Nach der Arbeit in fünf Modellregionen wird das System jetzt sukzessive ausgeweitet.

Zukunftsaussicht nach Strukturreform in der Sozialversicherung noch unklar

„Von März 2013 bis 2015 konnten (im Rahmen des Pilotprojektes; Anm.) 277 Familien und 367 Kinder betreut werden. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass sich die Investition messbar und mehrfach rechnet“, sagte Biach. Derzeit existierten in Österreich bereits 25 regionale Netzwerke auf diesem Gebiet.

Wie es mit der durch die Bundesregierung angestoßenen umfassenden Strukturreform in der Sozialversicherung mit einer zukünftigen „Gesundheitskasse“ weitergehen wird, ist noch unklar. Ein neuer Rahmenvertrag könnte ausverhandelt werden. Wie es mit den „Gemeinsamen Gesundheitszielen“ als Projektförderungsplattform in Zukunft aussehen wird, muss sich erst zeigen. Für 2019 ist die Finanzierung noch gesichert.