Coronavirus

Saisonale Effekte treffen auf sinkenden Immunschutz

Dass die Covid-19-Fallzahlen derzeit weitgehend stagnieren, liegt laut der aktuellen OÖ-Prognose des Simulationsforschers Niki Popper an zwei gegensätzlichen Tendenzen: Einerseits dämpfen saisonale Effekte das Infektionsgeschehen, andererseits nimmt der Schutz, der durch eine Ansteckung oder Impfung entstanden ist, mit der Zeit ab.

red/Agenturen

Für die nächste Zeit sei entscheidend, wie schnell sich die neuen Varianten BA.4 und BA.5 in Oberösterreich ausbreiten, informierte Popper das Land. Er erwartet einen weiteren schwachen Abfall der Sieben-Tage-Inzidenz auf etwa 200 Fälle bis Juli. Sollten sich die neuen Varianten, die seit Anfang Mai in Österreich sind, jedoch schneller verbreiten, könne das Minimum auch bereits im Juni erreicht werden. Darauf würde ein Anstieg der Fallzahlen im Juli folgen.

Bei den Belagszahlen in den Krankenhäusern erwartet Popper eine weiter leicht sinkende Tendenz auf ca. 50 Fälle auf den Normalstationen bis Juni. Auf den Intensivstationen sei bis Juli kein Anstieg zu erwarten.

Am Freitag wurden in Oberösterreich 514 neue Fälle gemeldet, die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 240. Von den 5.311 aktiven Fällen lagen 68 Patientinnen bzw. Patienten (minus 13) auf Normalstationen, fünf (minus vier) benötigten intensivmedizinische Betreuung. Seit Beginn der Pandemie sind 2.832 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.