Tarifeinigung in Deutschland

Ärzt:innen in kommunalen Kliniken bekommen 8,8 Prozent mehr Gehalt

Deutsche Ärzt:innen in kommunalen Kliniken erhalten ab Juli 8,8 Prozent mehr Gehalt. Darauf haben sich der Marburger Bund und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) am Dienstag in der fünften Verhandlungsrunde geeinigt. Die Gehaltssteigerung erfolgt in zwei Schritten, dazu kommen zwei Sonderzahlungen von jeweils 1.250 Euro.

red/Agenturen

Die Tarifeinigung folgt auf mehrere zähe Verhandlungstage. Aus den von den Verhandlungskommissionen vereinbarten Eckpunkten geht hervor, dass die Gehälter der Ärzt:innen in kommunalen Krankenhäusern ab dem 1. Juli 2023 zunächst um 4,8 Prozent ansteigen. Zum 1. April 2024 werden sie um weitere vier Prozent angehoben. Auch die Bezahlung für Bereitschaftsdienste erhöht sich im gleichen prozentualen Umfang. Die Laufzeit der Vereinbarung beträgt 18 Monate, das heißt, dass bereits ab dem 1. Juli 2024 neue Tarifverhandlungen aufgenommen werden können.

Zusätzlich zur Gehaltssteigerung erhalten die Ärzt:innen in diesem und im kommenden Jahr eine Inflationsausgleichszahlung in Höhe von jeweils 1.250 Euro netto. „In der Gesamtbetrachtung halten wir den jetzt gefundenen Kompromiss insbesondere auch wegen der kurzen Laufzeit für vertretbar und werden ihn unseren Tarifgremien zur Annahme empfehlen“, erklärte Christian Twardy, Verhandlungsführer des Marburger Bundes am Dienstag.

Der Tarifvertrag gilt - mit Ausnahme von Berlin - für bundesweit rund 55.000 Ärzt:innen in kommunalen Kliniken. Die Tarifeinigung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Tarifgremien beider Seiten. Es gilt eine Erklärungsfrist bis zum 23. Juni 2023.