Welt-Sepsis-Tag
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Impfung schützt vor Meningokokken-Erkrankungen

Invasive Meningokokken-Erkrankungen sind mit einer Inzidenz je nach Land zwischen 0,1 und 2,4 Fällen pro 100.000 Einwohner im Jahr selten. Die Krankheit kann aber in nur 24 Stunden zu einer lebensbedrohlichen bakteriellen Meningitis (Gehirnhautentzündung) oder einer Blutvergiftung (Sepsis) und in weiterer Folge zum Tod führen. Davor warnte der Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) am Donnerstag anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September. Schutz bietet eine Impfung.

red/Agenturen

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Wien (APA) -

 

Die Rückkehr in die Schulen bedeute auch, dass sich Infektionskrankheiten, wie die invasive Meningokokken-Erkrankung, leichter verbreiten können, hieß es in einer Aussendung. Hauptrisikogruppen seien neben Babys vor allem Jugendliche. "Viele Betroffene versterben oder leiden an lebenslangen Folgen wie zum Beispiel Amputationen von Armen und Beinen," betonte Alexander Schneider, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde und Oberarzt an der Univ.-Klinik für Kinder und Jugendheilkunde Wien. Etwa einer von zehn Erkrankten stirbt, selbst bei angemessener Behandlung. Zusätzlich erleiden etwa 20 Prozent derjenigen, die die Krankheit überleben, eine schwere körperliche oder neurologische Behinderung.

In Österreich gibt es verschiedene Schutzimpfungen gegen die unterschiedlichen Meningokokken-Gruppen (A, B, C, W, Y). Während die Impfung gegen Meningokokken B für alle Kinder und Jugendlichen möglichst früh ab zwei Monaten sowie Nachhol-Impfungen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr empfohlen sind, soll die Impfung gegen Meningokokken C bevorzugt zwischen zwölf und 14 Monaten verabreicht werden. Die Kombinationsimpfung gegen A,C,W,Y ist zwischen zehn und zwölf Jahren im kostenfreien Impfprogramm enthalten. In Österreich sind Meningokokken B und C am weitesten verbreitet.

 
© medinlive | 30.11.2021 | Link: https://www.medinlive.at/wissenschaft/impfung-schuetzt-vor-meningokokken-erkrankungen