Gesundheitspolitik

Pandemiemanagement

Neuseeland ist Spitzenreiter

Österreich hat einem australischen Thinktank zufolge nur ein mittelmäßiges Management der Coronakrise bewiesen. Das 2003 gegründete Lowy Institute mit Sitz in Sydney hatte 98 Länder bezüglich ihres Umgangs mit der Pandemie analysiert. Österreich belegte dabei lediglich Platz 42. Neuseeland hat das weltweit beste Management der Pandemie und liegt auf Platz eins. Gefolgt wird der Pazifikstaat von den asiatischen Ländern Vietnam, Taiwan und Thailand.

Ampel rot
Corona-Ampel

In fast allen Bundesländern Rückgänge bei Fallzahlen

Außer in Vorarlberg und dem Burgenland hat sich in allen Bundesländern bei den Corona-Fallzahlen der Trend nach unten fortgesetzt. Das geht aus dem Arbeitsdokument der Ampel-Kommission vor deren Sitzung am Donnerstag hervor. Die beste Sieben-Tage-Inzidenz weist demnach Oberösterreich mit 93,9 vor Wien mit 95,5 auf.

Statistik

Krebs für jeden vierten Todesfall im Land verantwortlich

Zum Jahresanfang 2019 lebten laut Statistik Austria 366.843 Personen mit einer Krebsdiagnose in Österreich. Die Zahl der Neuerkrankungsfälle lag im Jahr 2018 bei 42.219. Bei etwa der Hälfte aller 2018 diagnostizierten Fälle waren Brust, Prostata, Darm oder Lunge betroffen. „Vor Corona waren Krebserkrankungen für jeden vierten Todesfall in Österreich verantwortlich“, berichtete Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Stop Stopptafel
Corona-Verordnungen

Regierungsmaßnahmen werden zunehmend kritisch gesehen

Die Angemessenheit der Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird zunehmend kritisch gesehen. In einer Umfrage (15.-22. Jänner) des „Austrian Corona Panel Projects“ der Universität Wien bewerteten 36,1 Prozent der Befragten den Maßnahmenkatalog als „eher zu stark“ bzw. „zu extrem“ - der bisherige Höchstwert der negativen Bewertung seit Beginn der Pandemie. Zudem sind für fast 40 Prozent die Maßnahmen überhaupt nicht bzw. eher nicht effektiv.

Coronakrise

Vor einem Jahr wurde Italiens erster Fall gemeldet

Vor einem Jahr hat das Coronavirus SARS-CoV-2 Italien erreicht. Ein aus Wuhan nach Italien gereistes chinesisches Touristenpaar schleppte unerkannt die Infektion ein. Der 66-jährige Biochemiker und seine 65-jährige Frau wurden am 30. Jänner 2020 mit Corona-Symptomen ins römische Krankenhaus Spallanzani eingeliefert. Die Regierung in Rom verhängte den Ausnahmezustand. Italien versank im Corona-Notstand - ein Albtraum, aus dem das Land immer noch nicht erwacht ist.

Coronavirus

Mehr als 3.900 Tote an einem Tag in den USA

In den USA sind binnen eines Tages mehr als 3.900 Tote im Zusammenhang mit dem Corona-Virus registriert worden. Am Mittwoch meldeten die Behörden 3.943 Tote, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore Donnerstag früh (MEZ) hervorging. Der bisherige Höchstwert wurde am 12. Jänner mit 4.466 Toten verzeichnet.

Coronakrise

Deutsche 7-Tage-Inzidenz erstmals seit Ende Oktober unter 100

Erstmals seit Ende Oktober liegt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz laut Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) unter der Schwelle von 100. So wurden in Deutschland binnen einer Woche 98 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner an die Gesundheitsämter übermittelt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete.

Coronavirus

Variante B.1.1.7 im Raum Bad Vöslau nachgewiesen

Die Coronavirus-Mutation B.1.1.7 ist bei Abwasseruntersuchungen der Technischen Universität (TU) Wien im Raum Bad Vöslau (Bezirk Baden) nachgewiesen worden. Jetzt soll eine Schwerpunkttestung in der Region durchgeführt werden, berichtete der ORF Niederösterreich am Donnerstag. 74 Prozent der festgestellten SARS-Cov-2 Viren im Abwasser seien demnach positiv auf die neue Mutation getestet worden.

Kinder- und Jugendpsychiatrie

Patienten auf Kinderpsychiatrie im Wiener AKH nachgereiht

Die Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie im Wiener AKH schlägt Alarm: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie mit Lockdowns und Schulschließungen haben zu deutlich mehr Patientenandrang auf den Stationen der Abteilung geführt, wie der Leiter der Abteilung, Paul Plener, am Mittwoch gegenüber ORF-Ö1 sagte. „Es kommen mehr, und ihre Zustandsbilder sind deutlich akuter und schwerer ausgeprägt.“

Coronavirus

Elf weitere Fälle von Südafrika-Mutation in Tirol bestätigt

Im Tiroler Bezirk Schwaz sind elf weitere Fälle der südafrikanischen Coronavirus-Mutation von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bestätigt worden. Dies teilte das Land am Mittwochabend mit. Die elf nun im Nachhinein festgestellten Fälle stammen großteils von Personen, die im Krankenhaus Schwaz teilweise bereits vor Wochen positiv getestet worden waren.

Corona-Impfung

Weiter Hickhack um AstraZeneca nach Onlinegespräch

Die Europäische Union und der Pharmakonzern AstraZeneca streiten auf offener Bühne um Corona-Impfstoff. EU-Kommissarin Stella Kyriakides appellierte am Mittwoch an die moralische Verantwortung der Firma - die sich ihrerseits gegen Vorwürfe verwahrte. Auch ein Online-Krisengespräch am Abend brachte keine Lösung. Große Mengen Impfstoff für die EU-Länder werden somit wohl Wochen oder Monate später kommen.

Forscher schätzen Durchseuchung in Österreich auf 7 Prozent

Eine neue Methode zur Schätzung der bisher mit dem SARS-CoV-2-Virus infizierten Personen in einem Lan. Ihre Rechnungen ergaben, dass selbst in den Corona-Hotspots, wie den US-Bundesstaaten New York und New Jersey, vermutlich erst unter 20 Prozent der Bevölkerung infiziert waren. Damit ist man noch weit von einer Herdenimmunität entfernt. In Österreich kommen die Forscher auf eine Durchseuchung von rund sieben Prozent.

Corona-Impfung

Verordnung für Impfung durch niedergelassene Ärzte ist da

Das Gesundheitsministerium hat am Mittwoch die lang erwartete Verordnung für Corona-Impfungen durch niedergelassene Ärzte veröffentlicht. Damit dürfen ab dem Inkrafttreten der Verordnung Menschen über 80 geimpft werden, ab 1. Februar auch Über-65-Jährige. Geregelt wird auch das Honorar: Der zuständige Krankenversicherungsträger muss für die erste Teilimpfung 25, für die zweite 20 Euro an den Arzt überweisen.

Labor von AstraZeneca
Coronavirus-Impfstoff

AstraZeneca wehrt sich gegen EU - Verwirrung um Treffen

Der Streit um Lieferungen des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca für die Europäische Union ist am Mittwoch eskaliert. Das Unternehmen wehrte sich gegen Vorwürfe der EU wegen Lieferengpässen und wies Brüssel einen Teil der Verantwortung zu. Daraufhin regierte die EU-Kommission empört. Verwirrung entstand um ein EU-Krisentreffen mit Konzernvertretern, das nun aber doch wie geplant am Mittwochabend (18.30 Uhr) stattfinden soll. Die getroffene „Best Effort“ Vereinbarung sei laut EU eine Nebelkerze.

Coronakrise

Stimmung kippt laut Platter, Ludwig für vorsichtiges Öffnen

Tirols LH Günther Platter (ÖVP) sieht die Bevölkerung und die Politik in der Coronakrise nicht mehr an einem Strang ziehen. Er meinte laut Medienberichten, dass die Stimmung kippt und der Wunsch vieler nach Öffnungsschritten da sei. Er sprach sich für eine Diskussion über das Aufsperren von Handel und Schulen aus. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) sah dies am Mittwoch ähnlich.

Europarat ruft zu fairer Verteilung von Corona-Impfstoffen auf

Die Parlamentarische Versammlung des Europarats hat für die faire Verteilung von Corona-Impfstoffen weltweit an die Spendenbereitschaft der Mitgliedstaaten appelliert. Diese sollten sicherstellen, dass jedes Land Risikogruppen und Gesundheitspersonal impfen könne, bevor Impfungen für Menschen ohne erhöhtes Risiko starteten, hieß es in einem am Mittwoch angenommenen Beschluss. Dazu solle etwa in Erwägung gezogen werden, Impfdosen zu spenden.