Wissenschaft

Antigentest

Corona-Schnelltests: Was können sie wirklich?

Vor dem Unterricht oder dem Besuch in einer Pflegeeinrichtung: Wenn Menschen zügig und zuverlässig auf das Coronavirus getestet werden könnten, wäre es möglich, Infektionen einfach zu erkennen. Dies versprechen sogenannte Antigentests. Sie sind vergleichsweise schnell und unkompliziert. Erste Produkte sind bereits auf dem Markt.

Medizintechnik

Mini-Organe aus dem 3D-Drucker

Forschende der ETH Lausanne (EPFL) bringen den Patienten ins Labor: Aus lebenden Zellen haben sie zentimetergroße Mini-Organe gedruckt. Sie sehen fast so aus wie ihr Pendant in Originalgröße, wie die Wissenschafter im Fachmagazin „Nature Materials“ berichten. Heute schon erschaffen Forscher kleine Organe aus Stammzellen. Bisherige Ansätze führen jedoch dazu, dass sich die Zellen zu winzigen Hohlkugeln zusammensetzen.

Impfstoff

„Hochwirksame“ Antikörper gegen Corona entdeckt

Wissenschafter der Charité und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) verfolgen nun die Entwicklung einer sogenannten passiven Impfung. Dann könnten Antikörper verabreicht werden, um sofortigen Schutz zu bieten - präventiv oder sogar bei bereits Erkrankten.

Cannabis

Innsbrucker Forscher zeigen Wirkung von Cannabinoid bei Parkinson

Neben motorischen Auswirkungen haben Parkinson-Patienten auch mit nichtmotorischen Symptomen (NMS) wie etwa Funktionsstörungen des autonomen Nervensystems, Geruchsstörungen oder Wahrnehmungsstörungen zu kämpfen. Forscher der Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie erbrachten nun den Nachweis, dass ein Cannabinoid diese Auswirkungen lindern kann. Erstmals wurde im Fachjournal „Annals of Neurology“ eine randomisiert kontrollierte Studie veröffentlicht.

Corona-Impfstoff

AstraZeneca-Studie weiter auf Pausetaste

Nach der Unterbrechung seiner Corona-Impfstoffstudie wartet der Pharmakonzern AstraZeneca immer noch auf grünes Licht von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA für eine Fortsetzung in den USA. „Wir warten auf ihre Entscheidung“, sagte Vorstandschef Pascal Soriot am Donnerstag.

Genetik

Mit „Watson“ und „Crick“ DNA-Kontakte unterscheiden

Manchmal kommt es zu Berührungen des DNA-Doppelstrangs, und diese Kontakte haben wichtige Funktionen. Der zweisträngige Erbgut-Faden kann sich etwa an weit entfernten Stellen berühren, um Gene anzuschalten. Auch die bei der Zellteilung entstandenen neuen Geschwister-Doppel-Fäden können sich berühren, um Kopierfehler auszumerzen. Wiener Forscher entwickelten eine Methode, um geschwisterliche von Eigen-Berührungen zu unterscheiden, berichten sie im Fachjournal „Nature“.

Coronavirus

Ältere Frauen während Pandemie besonders gewaltgefährdet

Ältere Frauen sind besonders gefährdet, Opfer von Gewalt zu werden. Praxiserfahrungen von Rotkreuz-Mitarbeitern zeigen, dass die Coronavirus-Pandemie die Situation für Betroffene verschärft hat. Demenz und soziale Isolation sind Risikofaktoren für häusliche Gewalt. Das Rote Kreuz forderte gemeinsam mit Experten am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien mehr Bewusstsein und mehr Mittel für Prävention.

Neurologie

Warum Nervenzellen an winzigen Unterschieden scheitern

Winzige anatomische Unterschiede zwischen einzelnen Nervenzellen der selben Sorte können ihr Signalverhalten dramatisch verändern. Das zeigen Untersuchungen von Forschern an der Netzhaut von Mäusen, die im Fachjournal „Science Advances“ veröffentlicht wurde. Deshalb könnte eine Zelle an einer anderen Stelle ihres Nerven-Netzwerks ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen.

Labor statt Wildtier? Forscher kritisieren These zu Corona-Ursprung

In sozialen Netzwerken kursiert derzeit die Behauptung einer chinesischen Virologin, das Coronavirus sei von China in einem Labor hergestellt und absichtlich freigesetzt worden. Die globale Wissenschaftsgemeinde widerspricht vehement. „Es wurden Daten einseitig interpretiert. Alles, was gegen ihre Hypothese spricht, wurde einfach nicht berücksichtigt“, sagte Friedemann Weber, Virologe an der Uni Gießen.

Botenstoffe

Wie Sport das Gedächtnis boostet

Sport ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern kurbelt auch die motorische Gedächtnisleistung an. Verantwortlich dafür sind körpereigene Botenstoffe. Der positive Effekt stellt sich vor allem dann ein, wenn sich die Sportler nahe an ihre Leistungsgrenze wagen, wie Forschende der Uni Genf im Fachmagazin „Scientific Reports“ berichten.

Coronavirus

Nur etwa ein Fünftel der Infizierten bleibt symptomfrei

Forschende der Universität Bern haben in einer großen Übersichtstudie den Anteil der Covid-19-Infizierten bestimmt, bei denen die Krankheit nicht ausbricht. Dieser beträgt demnach etwa zwanzig Prozent, wie sie im Fachmagazin „PLOS Medicine“ berichten.

Coronavirus

Studie: Anhaltende Erschöpfung wohl recht verbreitet

Einer kleinen Studie zufolge könnte anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung eine recht häufige Folge überstandener Covid-19-Erkrankungen sein. Frauen seien dabei häufiger betroffen als Männer, berichten Forscher um Liam Townsend vom Trinity College in der irischen Hauptstadt Dublin. Von 128 einbezogenen Patienten fühlten sich demnach etwas mehr als die Hälfte nach der Genesung noch für Wochen abgeschlagen.

Manche Krebsmedikamente bei Nierenproblemen bedenklich

Bei akuter Nierenschädigung werden gut Tausend „Genverstärker“ aktiv und treiben die Reparatur in dem Organ voran, berichten österreichische Forscherinnen kürzlich im Fachjournal „Nature Communications“. Mit einem Krebswirkstoff (BET-Hemmer) steckt man sie quasi vom Reparaturprogramm ab und stört dadurch die Genesung. Bei Krebspatienten sollte man diese Medikamente deshalb bei Nierenproblemen absetzen.

Aktivierung von Immunzellen soll Hautkrebs-Therapie verbessern

Immuntherapien gegen Hautkrebs funktionieren bei vielen Patienten nicht. Forschende der Universität Bern haben einen Mechanismus im körpereigenen Abwehrsystem entdeckt, der für die Reifung und Aktivierung von Immunzellen zuständig ist und der die Wirksamkeit der Immuntherapie verbessern könnte.

Forschung

Misstrauen in Austausch von Genomdaten als Hindernis

Es gibt wenig Vertrauen in den für die Genomforschung nötigen Austausch genetischer Daten. Das zeigt eine Umfrage unter mehr als 36.000 Personen in 22 Ländern. Demnach will weniger als die Hälfte der Befragten, dass ihre genetischen Informationen für mehr als einen Zweck verwendet werden, berichten die Forscher im „American Journal of Human Genetics“. Das könnte die Genomforschung stark behindern.

Coronavirus

Forscher kritisieren russische Studie zu Impfstoff

Nach der Veröffentlichung einer Studie zum neuen russischen Corona-Impfstoff mit dem Namen „Sputnik V“ im medizinischen Fachblatt „The Lancet“ hagelt es international Kritik von Forschern. Wegen der vielen Fragen hat die Zeitschrift nun die Autoren der russischen Impfstudie zu einer Stellungnahme aufgerufen. Sie seien eingeladen worden, auf offene Fragen zu antworten, sagte eine Sprecherin der Fachzeitschrift am Mittwoch. „Wir verfolgen die Situation weiterhin genau.“