Wissenschaft

5 Spritzen im Halbkreis
Coronavirus

So steht das Rennen um die Covid-19-Vakzine

Weltweit forscht die Pharmaindustrie mit Hochdruck an Impfstoffen und Medikamenten gegen das Coronavirus. Nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO befinden sich gegenwärtig 48 Impfstoffprojekte in der klinischen Entwicklung, davon mehr als zehn in der entscheidenden Phase-3 mit mehreren tausend Probanden. In Russland und China wurden Impfstoffe bereits zugelassen, bevor Ergebnisse der Wirksamkeitsstudien vorlagen.

Coronavirus

Sauerstoffleitungen im Uniklinikum Krems waren vereist

Über mehrere Stunden hinweg sind Ende der Vorwoche im Universitätsklinikum Krems die Sauerstoffleitungen teilweise eingefroren gewesen. Als Grund für das Problem nannte Bernhard Jany von der NÖ Landesgesundheitsagentur am Montag die große Anzahl der Covid-19-Patienten und den damit im Vergleich zum Normalbetrieb auftretenden erhöhten Sauerstoffbedarf. Eine Gefährdung von auf Beatmung angewiesenen Erkrankten habe zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Inkontinenz bei Männern wird für Medizinbranche immer wichtiger

Weniger müssen müssen: Inkontinenz bei Männern wird für die Hersteller von medizinischen Hilfsmitteln wie Kondomurinalen immer wichtiger. „Nach meiner Beobachtung gewinnt neben den älteren Menschen beispielsweise in Pflege- und Altenheimen auch der Bereich der Männerinkontinenz an Bedeutung“, teilte Manfred Beeres vom Bundesverband Medizintechnologie beispielsweise mit.

Steirisches Start-up versetzt Textilien mit Viren-Blocker

Türschnallen, Lichtschalter, Haltestangen, Handydisplays - auf glatten Oberflächen können Viren und Bakterien mehrere Tage überleben und nach Berührung weitergereicht werden. Ein Textil, das mithilfe von recyceltem Silbersalz die Mikroben innerhalb weniger Minuten deaktiviert und damit den Übertragungsweg unterbricht, hat ein südsteirisches Textilunternehmen und Sportbekleidungshersteller auf den Markt gebracht, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Forscher schätzt RNA-Impfstoff-Dosis auf 100 bis 150 Dollar

Der austro-amerikanische Virenforscher Peter Palese ist begeistert vom Fortschritt bei den Covid-19-Impfstoffen. Gerade die Kandidaten von Biontech und von Moderna seien „wunderbar“. Er schätzt allerdings, dass eine Dosis 100 bis 150 Dollar kosten werde. Die EU-Kommission hatte sich dazu bisher bedeckt gehalten. Angst, dass ein RNA-Impfstoff das Erbgut verändert, brauche man nicht haben: Messenger-RNA könne nicht in Chromosomen eingebaut werden. „Es gibt diese Enzyme nicht."

Massentests

Gespräche mit Ländern auch am Dienstag

Nach den politischen Gesprächen zwischen Bundesregierung und Landeshauptleuten gehen die Absprachen zu den Corona-Massentests auch tags darauf weiter. Am späten Dienstagnachmittag soll es eine Videokonferenz auf Büroleiter-Ebene mit den Ländern geben, in denen es bereits um die operative Umsetzung gehen soll, wurde der APA von mehreren Seiten bestätigt. Eingebunden sollen dabei auch die Kommunen werden.

Massentests

Bundesheer in intensiver Planungsphase

Das Bundesheer, das die Logistik und die Organisation der geplanten Massentests übernimmt, befindet sich derzeit in der Planungsphase. Man habe erst seit einigen Tagen den konkreten Auftrag und daher gebe es noch Abstimmungsbedarf, hieß es aus dem Ressort auf APA-Anfrage am Montag. Das Heer übernimmt Logistik und Organisation, muss aber einen entsprechenden Auftrag und damit eine rechtliche Grundlage für den Einsatz dazu bekommen, etwa vom Gesundheitsministerium.

Impfstoffe

Daten und Fakten zu Corona-Vakzin von AstraZeneca

Der britische Pharmariese AstraZeneca hat mit der Universität Oxford positive Ergebnisse zur Wirksamkeit ihres Corona-Impfstoffs gemeldet. Die Wirksamkeit könne bei bis zu rund 90 Prozent liegen, teilte AstraZeneca am Montag mit. Das Unternehmen will nun Zulassungsanträge in den Ländern vorbereiten, in denen entsprechende Schnellverfahren möglich sind.

Coronavirus

Kinderärzte: Corona-Ansteckungsgefahr an Schulen wird überschätzt

Kinderärzte haben in einer breit angelegten Datenauswertung keine Hinweise auf eine hohe Corona-Dunkelziffer unter Kindern gefunden. Das Risiko, dass sich Kinder in Kitas und Schulen unbemerkt mit dem Coronavirus infizieren und das Virus weitertragen, sei somit möglicherweise deutlich geringer als angenommen, berichtete die „Passauer Neuen Presse“ unter Berufung auf die Analyse, die am Montag vorgestellt werden soll.

Impfstoffe

Auch AstraZeneca meldete Durchbruch bei Corona-Vakzin

Auf der Suche nach einem Corona-Impfstoff hat ein drittes Impfstoffprojekt einen Studienerfolg gemeldet. Nach dem Duo BioNTech und Pfizer sowie dem US-Konzern Moderna legte auch das britische Pharmaunternehmen AstraZeneca zusammen mit der Universität Oxford positive Daten zur Wirksamkeit ihres Impfstoffs vor. Der Impfstoff könne eine Wirksamkeit von rund 90 Prozent gegen Covid-19 erreichen, teilte AstraZeneca am Montag mit. Es seien keine ernsten Nebenwirkungen aufgetreten.

So funktionieren mRNA-Vakzine

Einige aktuelle Corona-Impfstoffkandidaten basieren auf der mRNA-Technologie. Die sogenannte Boten-RNA (engl: messenger ribonucleic acid, mRNA) in den Vakzinen liefert einen Teil der Erbinformation des Virus in die menschlichen Zellen. Sie produzieren mit diesen Informationen ein Protein des Erregers, gegen das der Körper dann Abwehrreaktionen entwickelt.

Corona

Infektionsquelle bei bereits 81 Prozent der Fälle unklar

Die Corona-Kommission hat am Freitag ihre Indikatoren zur Risikoeinstufung für die derzeit geltende Ampel-Schaltung - ganz Österreich bleibt rot - veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass bei den jüngsten Daten der Kalenderwoche 46 von 9. bis 15. November österreichweit bei 81 Prozent der SARS-CoV-2-Fälle die Infektionsquelle unbekannt war und in nur noch 19 Prozent der Fälle - also weniger als einem Fünftel - die Ansteckung geklärt werden konnte.

Medikament Coronavirus
Corona-Medikament

Wiener Anti-Covid-19-Peptid in klinischer Studie in Paris

Das Wiener Biotech-Medikament FX06 - ursprünglich aus der Forschung an der Universitäts-Hautklinik (MedUni Wien/AKH) - wird jetzt im Rahmen einer klinischen Studie an schwerstkranken Covid-19-Patienten an der Pariser Universitätsklinik Pitie-Salpetriere untersucht. Drei Patienten sind bereits in die Placebo-kontrollierte Studie aufgenommen worden, teilte Thomas Steiner, Geschäftsführer und Mitbegründer des Wiener Biotech-Unternehmens F4 Pharma mit.

Corona-Medikament

WHO rät von Remdesivir bei Erkrankung ab

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät einem Bericht zufolge vom Einsatz des einst vielversprechenden Medikaments Remdesivir bei Covid-19-Erkrankungen ab. Nach eingehender Prüfung sei ein Expertengremium der WHO zu dem Schluss gekommen, dass das Mittel „keinen bedeutenden Einfluss auf die Sterblichkeit oder andere wichtige Wirkungen auf Patienten hat.

Corona-Impfstoff

Italien will ab Jänner 2021 mit Massenimpfung starten

Italien will ab 2021 mit Massenimpfungen gegen das Coronavirus starten. Die italienische Regierung rechnet, dass schon ab Jänner 3,4 Millionen Dosen Impfstoff im Land verfügbar sein werden. „Innerhalb einiger Monate können wir mit Impfungen auf breitem Niveau starten“, berichtete Regierungskommissar Domenico Arcuri laut Medienangaben. Italien bemühe sich bereits um Einkäufe in großem Ausmaß von Spitzen für die Impfungen.

Corona-Impfstoff

Studiendaten von AstraZeneca vor Weihnachten erwartet

Die Universität Oxford erwartet noch im Dezember die Ergebnisse aus der entscheidenden Studie ihres zusammen mit AstraZeneca entwickelten Corona-Impfstoffs. Noch sei es zu früh, um Aussagen über die Wirksamkeit des Impfstoffs treffen zu können. Aber man komme dem näher „und es wird definitiv vor Weihnachten sein“, sagte der Leiter der Impfstoffgruppe der Universität, Andrew Pollard. Offenbar werde das Vakzin von älteren Menschen besser vertragen als von jüngeren.