Wissenschaft

Kinder Impfen Impfung
Corona-Impfstoff

Biontech/Pfizer nach eigenen Angaben bei Kindern zu knapp 91 Prozent wirksam

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat nach Konzernangaben bei Kindern eine Wirksamkeit von knapp 91 Prozent. Laut einem von Pfizer bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereichten Dokument beträgt der Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bei Fünf- bis Elfjährigen 90,7 Prozent. Die Angaben basieren auf einer Untersuchung mit 2.250 Teilnehmern. Ein schwerer Krankheitsverlauf wurde nicht registriert.

Forschung

In einem Genfer Labor wird an infektiösen Coronaviren geforscht

Die Universität Genf hat ihr Biosicherheitslabor der Stufe 3 aufgerüstet, um dort mit infektiösen Coronaviren zu arbeiten. Ursprünglich wurde das Labor für die Erforschung von Viren eingerichtet, die über Blut übertragen werden.

Atherosklerose
Studie

Risikofaktoren haben schon bei Jungen Auswirkungen auf Blutgefäße

Nicht nur Erwachsene sollten sich vorbeugend um ihre Gefäße kümmern, bereits in der Jugend dürfte dies wichtig sein: Zu diesem Schluss ist eine groß angelegte Tiroler Studie gekommen, die 1.000 Jugendliche im Alter von etwa 16 Jahren untersuchte. Demnach führen Risikofaktoren für Schlaganfälle und Herzinfarkte, wie Blutfette und Leberfettwerte, schon bei Jugendlichen zu einer messbaren Zunahme von frühen, krankhaften Gefäßveränderungen.

Entdeckung

Warum gute Wundheilung mit geringem Infektionsschutz erkauft wird

Forscher haben einen biologischen Schalter in sogenannten natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) entdeckt, der Verletzungen in der Haut von Mäusen rasch schließen lässt, wenn er ausgeschaltet ist. Der vielfach erwünschte Effekt hat aber einen Haken: Denn das Abschalten schwächt wiederum die Immunabwehr gegenüber Bakterien, die in der Haut Schaden anrichten. Das berichtete ein internationales Wissenschafterteam im Fachblatt „Nature Communications“.

Schlaf Bett Polster
Erkenntnis

Mit Schlaf und Epilepsie-Medikament gegen Alzheimer-Vergesslichkeit

Dass Schlaf gut ist fürs Gedächtnis, ist bekannt. Schlaf nützt sogar gegen die spezifische Vergesslichkeit zu Beginn von Alzheimer, haben Freiburger Forscher herausgefunden. Auch ein Epilepsiemedikament zeigte diese Wirkung - allerdings erst bei Fruchtfliegen. Die Ursachen von Alzheimer sind noch nicht völlig geklärt. Ziemlich sicher aber spielen verklumpte Eiweißfragmente in den Zellzwischenräumen von Gehirnzellen eine wichtige Rolle.

Biologie

Bakterien spenden einander mit mobilen Erbgutträgern Virusabwehrgene

Mikroben werden so wie Menschen von Viren geplagt. Sie können ihre Verteidigungsgene aber untereinander leicht verteilen und tun dies auch ausgiebig, berichten Wiener Mikrobiologen mit Kollegen. Bakterien haben zusätzlich zum „normalen“ Kernerbgut mobile Erbgutelemente, die speziell für die Virenverteidigung ausgelegt sind. Sie können diese flott an nahe verwandte Mikroben weitergeben, erklären die Forscher im Fachmagazin „Science“.

Corona-Impfung

EMA-Entscheidung zu Moderna-Booster am 25. Oktober

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA gibt das Ergebnis ihrer Überprüfung der Auffrischungsimpfung von Moderna voraussichtlich am 25. Oktober bekannt. Das teilt die Behörde mit Sitz in Amsterdam am Donnerstag mit. Derzeit gibt es in der EU nur für das Biontech/Pfizer-Vakzin eine Empfehlung zur Booster-Impfung. Zugleich soll nächste Woche die Rolling-Review-Prüfung des Mittels Molnupiravir von Merck (in Europa MSD) starten. Das Antivirusmittel wäre die erste Tablette gegen Covid-19.

„Dritter Stich"

Bisher mehr als 200.000 Auffrischungen in Österreich

In Österreich haben bisher mehr als 200.000 Menschen eine Auffrischung ihrer Corona-Schutzimpfung erhalten. Empfohlen ist die Boosterimpfung vorrangig für Personen über 65 Jahren und für Gesundheitspersonal. Auch Risikopatienten und mit AstraZeneca oder Johnson & Johnson Geimpfte sind zur Auffrischung aufgerufen. Alle anderen ab 16 Jahren sollen neun bis zwölf Monate nach der Grundimmunisierung abwarten, sagte Maria Paulke-Korinek vom Gesundheitsministerium im ORF-Radio.

Coronavirus

Studie: Biontech-Booster stellt hohen Impfschutz wieder her

Eine Auffrischungsimpfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer sorgt einer Studie zufolge für die Wiederherstellung eines hohen Impfschutzes. Bei der Untersuchung von mehr als 10.000 Menschen im Alter ab 16 Jahren, die zuvor zwei Mal mit dem Biontech-Impfstoff immunisiert worden seien, sei nach der Auffrischungsdosis ein so hohes Niveau des Impfschutzes wie nach der zweiten Impfung festgestellt worden, teilten der US-Pharmariese Pfizer und sein Mainzer Partner Biontech mit.

Biontech-Gründer erhalten Ehrendoktorwürde der Uni Marburg

Das Ärzte-Ehepaar Özlem Türeci und Uğur Şahin von dem Mainzer Unternehmen Biontech werden von der Philipps-Universität in Marburg mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.

Coronavirus

Impfung von Jugendlichen zu 90 Prozent effektiv

Die Biontech/Pfizer-Impfung senkt laut einer Studie das Risiko einer Infektion mit der Delta-Variante des Corona-Virus bei Jugendlichen um 90 Prozent. Sie schütze zudem zu 93 Prozent vor einer Erkrankung mit Symptomen bei dieser Virus-Variante, wie eine Sprecherin der israelischen Krankenkasse Clalit am Mittwoch bestätigte.

Transplantationsmedizin

Schweineniere erfolgreich an einen Menschen angeschlossen

Ein New Yorker Transplantationsteam hat eigenen Angaben zufolge eine Schweineniere für mehr als zwei Tage an einen Menschen angeschlossen. Das Organ sei für 54 Stunden am Bein einer hirntoten Person mit dem Blutkreislauf verbunden worden und habe dort „fast sofort“ angefangen zu arbeiten und das Stoffwechselprodukt Kreatinin zu bilden. Das berichteten die Zeitungen „USA Today“ sowie die „New York Times“ unter Berufung auf die Klinikgruppe Langone in New York.

Gehirn
Psychologie

Wiener Psychologe hinterfragt in neuem Buch „Intelligenz“-Mythen

Rund um das Thema Intelligenz scheiden sich bekanntlich die Geister: So gut wie niemand möchte als unintelligent gelten, Hochbegabung wird aber mitunter auch skeptisch beäugt. Der Psychologe Jakob Pietschnig legt nun eine populärwissenschaftliche Übersicht zur menschlichen Intelligenz vor, bei der er mit vielen Mythen um das schwer zu fassende Konstrukt aufräumt. Das gerät zum nicht immer ganz einfach verdaulichen Aufriss seines Forschungsgebietes.

Labor Mikroskop Forscher
Mutationen

Britische Experten beobachten Mutante der Delta-Variante

In Großbritannien beobachten Experten derzeit eine noch weitgehend unbekannte Mutante der Delta-Variante des Coronavirus. Man habe die Mutante namens AY4.2 sehr genau im Blick, hieß es in dieser Woche aus dem Regierungssitz Downing Street. Die Variante weist zwei Mutationen auf, die bereits von anderen Versionen des Coronavirus bekannt seien.

Schuljause
Ernährung

Schuljausen mit oft kritischem Nährstoffgehalt

Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich sehen als typische Kindersnacks angebotene Produkte als Schuljause kritisch. Denn die meisten in einem Test geprüften pikanten Gustostückerl enthielten zu viel Fett und Salz, machten sie in einer Presseaussendung am Mittwoch aufmerksam.

Metabolismus

Fingerschweiß erlaubt tiefe Einsichten in Stoffwechselprozesse

Aus dem menschlichen Schweiß lassen sich viele Informationen über Abbauprozesse im Körper herauslesen. Das erklären Forscher der Uni Wien in einer im Fachmagazin „Nature Communications“ erschienenen Arbeit. Das neue Verfahren, bei dem spezielles Filterpapier zwischen Daumen- und Zeigefinger gehalten wird, erlaube Rückschlüsse auf den individuellen Stoffwechsel. Es könnte aber auch verwendet werden, um etwa nachzuprüfen, ob Medikamente eingenommen werden.