Wissenschaft

Frau nach sechs Stunden ohne eigenen Herzschlag wiederbelebt

In Spanien haben Ärzte eine Frau nach mehr als sechs Stunden ohne eigenen Herzschlag ins Leben zurückgeholt. Die 34-jährige Britin hatte Anfang November beim Wandern in den spanischen Pyrenäen einen Herzstillstand erlitten, teilte das Universitätskrankenhaus Vall d'Hebron in Barcelona mit.

Bass

Gehirnwelle schwingt bei bekannter Melodie schon vor dem Ton

Wenn man eine Melodie schon kennt, schwingt im Gehirn eine Drittelsekunde vor jedem Ton eine darauf abgestimmte Welle, berichten Salzburger Forscher. Das Gehirn erwartet also den gemerkten Ton und sucht ihn sogar intensiv, falls stattdessen eine Pause kommt. Zu starkes Suchen könnte ein Grund für Tinnitus-Empfänglichkeit sein, berichten die Wissenschafter im Fachjournal „Nature Communications“.

Spanien

Frau sechs Stunden nach Herzstillstand reanimiert

Spanischen Ärzten ist es nach eigenen Angaben gelungen, das Leben einer Britin trotz eines sechsstündigen Herzstillstands zu retten. „Dies ist der längste uns bekannte Herzstillstand in Spanien“, sagte der Arzt Eduard Argudo vom Vall-d'Hebron-Krankenhaus in Barcelona am Donnerstag. Es habe bereits ähnliche Fälle in den Alpen und in Skandinavien gegeben.

Onkologie

Liquid Biopsy und Co: Ein Blick in die Zukunft

Zum Beispiel: Ein langjähriger Raucher entschließt sich zu einer Genomuntersuchung. Dabei findet sich ein Krankheitsrisiko. Mittels regelmäßiger Liquid-Biopsy (Test auf Tumor-DNA im Blut) wird der Betroffene beobachtet. Bei Auftauchen eines Verdachts erfolgt eine möglichst schnelle Diagnose. Nach einer erfolgreichen Therapie schaltet man wieder zurück auf die regelmäßigen Blutabnahmen, um ein eventuelles Wiederauftauchen der Erkrankung möglichst schnell zu entdecken.

DNA
Onkologie

Gen-Profiling verändert Krebsmedizin

Die Next-Generation-Sequenzierung (NGS) des Genoms von Zellen binnen kürzester Zeit und zu Preisen deutlich unter 1.000 Euro verändert die Krebsmedizin rapide. Eine Individualisierung der Menschen von Prävention bis zur allfälligen Nachsorge steht vor der Tür, hieß es bei einem Mediengespräch des Pharmakonzerns Roche in Zürich.

E-Zigarette

Studie bringt seltene Lungenkrankheit mit E-Zigaretten in Verbindung

Eine vorrangig unter Industriearbeitern auftretende Lungenerkrankung ist in einer US-Studie mit dem Rauchen von E-Zigaretten in Verbindung gebracht worden. Bei einem Patienten sei Pneumokoniosis - auch bekannt als Staublunge - diagnostiziert worden.

Zellforschung

Wie Nobelpreismediziner aggressive Krebsformen bezwingen wollen

Als bei dem US-Amerikaner Shaun Tierney 2007 eine aggressive Form von Nierenkrebs entdeckt wurde, sah die Prognose düster aus. Doch Tierney hat überlebt und führt heute mit 64 Jahren ein aktives Leben - dank jener Forschung, für die Gregg Semenza, William Kaelin und Peter Ratcliffe kommende Woche die Nobel-Medaille für Medizin in Empfang nehmen werden.

Genetik

Rätselhafte Urmenschen und ihre medizinische Relevanz

Die Denisovaner sind eine ausgestorbene Menschenart. Wie die Neandertaler haben sie sich aber in die „modernen Menschen“ (Homo sapiens) hineingemischt - und zwar mindestens zweimal, berichtet ein Forscherteam mit österreichischer Beteiligung im Fachjournal „Nature“. Außerdem sei die von Anhängern der Rassentheorie so fokussierte Hautfarbe nicht genetisch bedingt, sondern oftmals eine Anpassung, etwa an viel Sonnenlicht.

Onkologie

Überlebensrate bei Hautkrebs signifikant erhöht

Mit rund 6.000 Diagnosen ist das Melanom („schwarzer“ Hautkrebs) einer der häufigsten bösartigen Tumore in Österreich, der „weiße“ Hautkrebs ist der häufigste Tumor beim Menschen. Eine signifikante Verbesserung der Heilungschancen bei diesen Krebsformen bringt seit rund zehn Jahren die Anwendung von Immuntherapie und zielgerichteter Tumortherapie, berichteten Experten am Mittwoch.

Genetik

Erfolg der Genmanipulation bei Babys in China in Frage gestellt

Rund ein Jahr nach der Geburt der mutmaßlich ersten genetisch veränderten Babys der Welt haben Wissenschaftler im Fachblatt „MIT Technology Review“ die Ergebnisse des umstrittenen Experiments des chinesischen Forschers He Jiankui in Frage gestellt. Sie stützten sich dabei auf Hes bislang unveröffentlichten Forschungsbericht.

Kaffee
Neurologie

Kaffee, Nikotin & Amphetamine bremsen Vernetzung im Gehirn Ungeborener

Wo im Gehirn von ungeborenen Mäusen sich Koffein-, Nikotin- und Amphetaminkonsum der Mutter auswirkt, haben Forscher der Medizinischen Universität Wien herausgefunden. Im Fachblatt „PNAS“ zeigen sie, dass dies vor allem die Entwicklung des „Indusium griseum“ beeinträchtigt. Das kann die Anbindung ans restliche Gehirn stören, was mit erhöhten Epilepsie-Risiko einhergehen dürfte.

Besonders viele Augenlinsen-Operationen in Österreich

In den EU-Staaten hat es 2017 4,7 Millionen Kataraktoperationen gegeben, bei denen zur Behandlung von „Grauem Star“ die Augenlinse ersetzt wird.

DNA Protein Helix

IMBA-Chef Knoblich für Moratorium für Keimbahnveränderungen

Für ein Moratorium für Keimbahnveränderungen spricht sich der Direktor des Instituts für Molekulare Biotechnologie (IMBA), Jürgen Knoblich, aus.

Deutschland

Junge Menschen fürchten sich überdurchschnittlich oft vor psychischer Erkrankung

Junge Menschen in Deutschland fürchten sich überdurchschnittlich oft vor einer psychischen Erkrankung. 42 Prozent der 14- bis 29-Jährigen haben Angst davor, an einer Depresssion oder einem anderen Seelenleiden zu erkranken, wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage der deutschen Krankenkasse DAK ergab.

Neuroblastom
Neuroblastom

Möglicherweise bessere Therapie-Chancen

Das Neuroblastom ist ein seltener bösartiger Tumor, der besonders Kinder trifft. Ein Forschungsteam um den Molekularpathologen Lukas Kenner der Klinischen Abteilung für Pathologie der MedUni Wien (AKH) fand durch Genom-Screening heraus, dass manchmal die Proteine ALK und das Krebsgen PIM-1 an der Entstehung dieses Tumors beteiligt sind. Dies könnte auf eine mögliche gezielteren Therapie hinweisen.

Botenstoff des Immunsystems bremst bei Infektionen Leberaktivität

Bei einer Virusinfektion drosselt ein Botenstoff des Immunsystems (Interferon-I) den Leber-Stoffwechsel und hält so die Schäden in dem Organ möglichst gering. Der Kurier wird von den Leberzellen selbst losgeschickt.