Gesellschaft

Corona-Krise

Armutsbetroffene kämpften im Lockdown mit psychischen Problemen

Armutsbetroffene haben bei dem zweiten und dritten Lockdown in Österreich vermehrt mit psychischen Problem zu kämpfen gehabt. Depression, Gleichgültigkeit, Einsamkeit, Existenzangst bestimmten das Stimmungsbild bei einer neuerlichen Befragung der Armutskonferenz. „Es zeigt sich, wie wichtig ein existenzsicherndes und gutes Arbeitslosengeld ist, wie massiv sich beengtes Wohnen auf Bildung und Gesundheit der Kinder auswirkt“, so Sozialexperte Martin Schenk.

Corona-Krise

Corona-Krise - Kindern fehlten vor allem soziale Kontakte

80 Prozent aller Schüler hatten aufgrund der Corona-Pandemie nach eigener Angabe im vergangenen Schuljahr mit Herausforderungen zu kämpfen. Am meisten litten sie dabei unter fehlenden sozialen Kontakten (60 Prozent), zeigt eine Studie des Wiener Nachhilfe-Start-ups GoStudent in sieben europäischen Ländern. Es folgten Konzentrationsschwierigkeiten aufgrund der Online-Lernumgebung (36 Prozent) sowie Probleme, beim Online-Unterricht die Thematik zu verstehen (26 Prozent).

Coronavirus

Ein Fünftel weniger Spitalsaufenthalte im Pandemiejahr 2020

Das Coronavirus hat dazu geführt, dass im Vorjahr ein Fünftel weniger Patientinnen und Patienten im Spital behandelt worden sind. Um fast elf Prozent ging etwa die stationäre Versorgung von Krebserkrankungen im zurück, um 15 Prozent die von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, stellte die Statistik Austria bei der Analyse der Spitalsentlassungen im Vergleich zu 2019 fest. Sechs Prozent mehr verstarben im Spital.

Cover Podcast Corona Collaterals
Podcast Staffel 2

Corona Collaterals

Einsichten und Lösungen rund um die Themen, die das österreichische Gesundheitssystem gegenwärtig bewegen – das bieten die unterschiedlichen Perspektiven von Menschen, die sich in Wissenschaft und Praxis mit den Learnings aus der Corona Krise beschäftigen, in der 2. Staffel der Podcast-Serie „Corona Collaterals“ des Austrian Health Forums.

Neue Variante

Rund 170 Österreicher derzeit auf Reisen im südlichen Afrika

Etwa 170 Österreicher und Österreicherinnen sind nach Angaben des Außenministeriums derzeit als Reisende in jenen sieben südlichen, afrikanischen Ländern registriert, für die ab Mittwoch grundsätzlich ein Einreisestopp gilt. Alle Registrierten würden nunmehr SMS und Email erhalten, mit der Aufforderung sich zu melden, wenn sie Hilfe bräuchten, sagte eine Sprecherin von Außenminister Michael Linhart am Freitag gegenüber der APA.

Corona-Impfung

WHO: Eine halbe Million Menschen in Europa durch Vakzine gerettet

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die Corona-Impfungen allein in Europa mindestens einer halben Million Menschen das Leben gerettet haben. Das in Kopenhagen ansässige Europa-Büro der WHO veröffentlichte am Donnerstag einen Bericht, wonach allein in der Altersgruppe über 60 in rund 30 europäischen Ländern seit Beginn der Impfkampagne insgesamt 470.000 Menschenleben gerettet wurden.

Coronavirus

Mehrheit der Deutschen für härtere Maßnahmen

Eine knappe Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland wünscht sich einer Umfrage zufolge strengere Corona-Maßnahmen. Laut dem neuen ZDF-“Politbarometer“ finden 52 Prozent, dass die Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie härter ausfallen müssten. Dagegen halten 15 Prozent die aktuell geltenden Maßnahmen für übertrieben, wie aus der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen hervorgeht. 30 Prozent sagen, dass die Vorgaben so gerade richtig seien.

Welt-Aids-Tag

Coronakrise bremst HIV-Bekämpfung weltweit

Die Coronakrise hat dramatische Auswirkungen auf die Eindämmung des HI-Virus. Das mahnten das UN-Programm UNAIDS, der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria, die Deutsche Aidshilfe sowie 100% Life bei einer Pressekonferenz am Freitag an. Aufgrund von Covid-19 seien personelle und finanzielle Ressourcen für HIV umgelenkt, Präventionsprogramme kompromittiert und Lieferketten – einschließlich für überlebenswichtige Medikamente – unterbrochen worden.

Virus Variante Mutation
Coronavirus

Factbox: Die Variante B.1.1.529

Die Ausbreitung einer neuen möglicherweise gefährlicheren Variante des Coronavirus im südlichen Afrika hat international Besorgnis ausgelöst. Experten befürchten, dass die Variante B.1.1.529 wegen ungewöhnlich vieler Mutationen hoch ansteckend sein könnte und zudem den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte. Im Folgenden eine Auflistung des bisherigen Wissenstands.

Coronavirus

12.245 Neuinfektionen und 51 Todesfälle binnen 24 Stunden

Die Zahl der Neuinfektionen in Österreich ist weiterhin hoch. Am Freitag meldeten die Behörden 12.245 neue Fälle und 51 weitere Tote binnen 24 Stunden. In den Krankenhäusern gab es insgesamt ein geringes Plus von drei Patienten auf nunmehr 3.249 Covid-19-Infizierte, die im Spital behandelt werden müssen. Auf Intensivstationen ist die Zahl der Schwerkranken um elf zurückgegangen, noch immer 608 Covid-19-Patienten benötigten am Freitag intensivmedizinische Behandlung.

Justiz

Entlassung von Wiener Spitalsmitarbeiterinnen zu Unrecht

Die fristlose Entlassung von 14 Mitarbeiterinnen der Wiener Klinik Hietzing Anfang 2021 war zu Unrecht. Der Senat des Arbeits- und Sozialgerichts (ASG) hat in seinem Urteil sowohl das Vorliegen eines Entlassungs- als auch eines Kündigungsgrundes verneint, hieß es am Donnerstag. Somit muss bis auf eine Klägerin, sie befindet sich mittlerweile in Pension, das Dienstverhältnis wieder fortgesetzt werden. Die Pensionistin kann Schadensansprüche geltend machen.

Corona-Krise

Mitarbeitende in Kärntner Test- und Impfstraßen beleidigt

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kärntner Test- und Impfstraßen sehen sich vermehrt Beleidigungen und aggressivem Verhalten gegenüber ausgesetzt. Einen Bericht der „Krone Zeitung“ am Mittwoch bestätigte die Sprecherin des Kärntner Roten Kreuzes, Melanie Reiter, auf Nachfrage der APA. „Die Anfeindungen sind verbaler Natur, der Ton wird rauer und das Aggressionspotenzial steigt.“ Von Pöbeleien sprach der Pressesprecher der Stadt Villach, Wolfgang Kofler.  

Corona-Krise

Lockdown lässt Handel um Großteil des Weihnachtsgeschäfts fallen

Der seit Montag verhängte österreichweite Lockdown lässt den stationären Handel um das wichtige Vorweihnachtsgeschäft fallen. Die staatlich angeordneten Geschäftsschließungen treffen die Betriebe noch härter als vergangenes Jahr. 2020 startete das Weihnachtsgeschäft für die meisten Branchen am 7. Dezember. Heuer fallen drei Einkaufssamstage im Advent und der Marienfeiertag weg. Handelsexperten der Johannes Kepler Universität Linz schätzen den Umsatzentgang auf 3,1 Mrd. Euro.

 

Corona-Pandemie

Wien hat in der Vorwoche 1,27 Millionen PCR-Tests analysiert

Im Kampf gegen die vierte Corona-Welle sind in der vergangenen Woche in Wien im Rahmen der Aktion „Alles gurgelt“ 1,27 Mio. PCR-Tests analysiert worden. Das sind durchschnittlich 181.400 Tests pro Tag, wobei am 16. November sogar 249.000 Proben ausgewertet wurden. Das gab die Stadt Wien am Mittwochnachmittag bekannt.

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Causa Ischgl

Staatsanwaltschaft stellte Ermittlungen ein

Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft hat die strafrechtlichen Ermittlungen in der Causa Ischgl eingestellt. „Es kommt zu keiner Anklage“, teilte die Behörde am Mittwoch mit. Es gebe keine Beweise dafür, „dass jemand schuldhaft etwas getan oder unterlassen hätte, das zu einer Erhöhung der Ansteckungsgefahr geführt hätte“, hieß es in der Begründung.

Coronavirus

In Kärnten jetzt 900 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben

In Kärnten sind seit Beginn der Covid-19-Pandemie insgesamt 900 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Dies berichtete das Land Kärnten am Dienstag auf seiner Homepage. Damit sind von Montag auf Dienstag acht weitere Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Gleichgeblieben ist die Zahl der Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen mit 43. Etwas weniger, minus zwei, werden auf Normalstationen behandelt, dort sind es 242. Die Zahl der Neuinfektionen fiel massiv.