Gesellschaft

Rotes Kreuz

Wunsch nach mehr psychologischer Betreuung

Angst, Stress, Depressionen: Flüchtlinge und Menschen in Notlagen sind oft schwer traumatisiert. Ihre seelische Verfassung wird in der humanitären Hilfe aber nach Überzeugung der Rotkreuz-Bewegung zu oft vernachlässigt. Sie will alle Länder der Welt bei ihrem großen Kongress in Genf dazu bringen, die psychologische Betreuung in der humanitären Hilfe zu verstärken.

Glyphosat

Formalfehler verhindert Verbot

Das im Juli vom Nationalrat beschlossene Verbot des Unkrautvernichters Glyphosat wird von Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein nicht kundgemacht und wird somit nicht mit 1. Jänner 2020 in Kraft treten. Grund dafür ist ein reiner Formalfehler: Der Entwurf des Gesetz hätte der EU im Voraus zur Notifizierung übermittelt werden müssen, was aber nicht geschehen ist. Die SPÖ bringt einen neuerlichen Antrag ein.

Klimawandel_Köpfe

Wenn der Klimawandel auf die Psyche schlägt

Die UN-Klimaverhandlungen schienen vielen lange Zeit sehr abstrakt. Mittlerweile beschäftigen sich aber immer mehr Menschen mit den Risiken der Erderwärmung und deren Folgen für das eigene Leben. Mitunter entwickeln sich auch Ängste und andere psychische Probleme. In den USA gibt es dafür schon einen Namen: „climate anxiety“ - „Klima-Ängstlichkeit“.

Fiebermesser
Fehlzeitenreport

Längere Krankenstände bei Österreichern

Die Österreicher haben 2018 etwas mehr Zeit im Krankenstand verbracht als im Jahr davor. Durchschnittlich waren die unselbstständig Beschäftigten im Jahresverlauf 13,1 Tage im Krankenstand. 2017 waren es noch 12,5 Tage. Das geht aus dem „Fehlzeitenreport“ hervor, den Wirtschafts- und Arbeiterkammer, Hauptverband der Sozialversicherungsträger und das Wirtschaftsforschungsinstitut jährlich erstellen.

In heimischen Firmen gehört der blaue Dunst zum Alltag

In 80 Prozent der österreichischen Unternehmen wird laut einer Umfrage des Internet-Portals karriere.at unter seinen Usern nach wie vor geraucht. Befragt wurden 748 Arbeitnehmer und 170 Firmenvertreter. Die Ergebnisse wurden am Donnerstag veröffentlicht.

WHO-Bericht

Kleine Fortschritte beim Kampf gegen Malaria

Die Zahl der Malaria-Fälle ist weltweit zwar gesunken, aber das Ziel, die Krankheit massiv einzudämmen, ist bei weitem nicht erreicht, heißt es in einem WHO-Bericht. In Nigeria ist die Zahl der Infektionen sogar wieder gestiegen. Aber es gibt auch Erfolge: Paraguay, Usbekistan, Algerien und Argentinien sind frei von Malaria.

240 Hamburger Schülerinnen und Schüler werden in Wiederbelebung trainiert
Deutschland

Mediziner fordern jährliches Wiederbelebungstraining für Schüler

Prüfen, rufen, drücken - ein Leben zu retten, muss nicht schwierig sein. Möglichst schon Schulkinder sollen Wiederbelebung regelmäßig üben, wünschen sich Experten der Notfallversorgung in Deutschland. Es gibt Länder, in denen das bereits lebensrettende Routine ist.

Neue Blutspendeverordnung

Einheitlicher Anamnesebogen für Blutspenden

Mit der am Dienstag kundgemachten Blutspendeverordnung kommen einige wesentliche Änderungen: Zum einen muss die Eignungsuntersuchung potenzieller Spender nicht mehr ausschließlich durch einen Arzt erfolgen. Auch Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege dürfen fortan entscheiden. Zum anderen gibt es erstmals einen einheitlichen Anamnesebogen für die Zulassung zur Spende.

Kärnten

Ärztin wegen Suchtgifthandels vor Gericht

Eine Allgemeinmedizinerin musste sich am Dienstag vor dem Landesgericht Klagenfurt wegen des Vorwurfs von Suchtgifthandel verantworten. Sie hatte Abhängigen in ihrer Ordination teils hohe Dosen von Opiaten verschrieben. Sie gab die Verschreibungen zu, fühlte sich aber nicht schuldig. Das Verfahren endete mit einer Diversion.

Flasche und gefülltes Glas

„Monat ohne Alkohol“ in Frankreich geplant

Im Wein- und Champagnerland Frankreich soll es einen „Monat ohne Alkohol“ geben. Rund 20 Gesundheitsverbände riefen am Dienstag zu einem „trockenen Januar“ auf. In Frankreich werden mehr als 40.000 Todesfälle im Jahr auf Alkohol zurückgeführt.

Stefan Seelig
Medizingeschichtliche Führung

Grätzelspaziergang: Josefstadt

Beim diesmaligen Rundgang wurde die Wiener Josefstadt erkundet. 

Werbung für Schwangerschaftsabbruch

Revision der verurteilten Ärztin erfolglos

Das Kammergericht Berlin hat die Verurteilung einer Frauenärztin wegen unzulässiger Werbung für den Abbruch einer Schwangerschaft bestätigt. Damit ist die 2000-Euro-Geldstrafe, die vom Amtsgericht Tiergarten verhängt wurde, gegen die Medizinerin wegen Verstoßes gegen den reformierten Paragrafen 219a Strafgesetzbuch rechtskräftig.

Augenuntersuchung Grüner Star
Licht für die Welt

„Grüner Star“: Die Krankheit, die schleichend blind macht

Leise und unauffällig kommt die Erkrankung, oft ohne Schmerzen zu verursachen, und der Patient bemerkt zunächst nichts. Wenn er Probleme mit seinen Augen wahrnimmt, ist es oft zu spät und der Kranke steht kurz vor der Erblindung, zumindest an einem Auge. Augenärzte können nur den Status quo erhalten. Nicht zuletzt deshalb ist die rechtzeitige Diagnose umso wichtiger.

Pest

China bestätigte vierten Fall

Nach dem vierten bestätigten Fall von Beulen- und Lungenpest binnen eines Monats in Nordchina haben lokale Behörden jetzt damit begonnen, Ratten und Flöhe weitläufig mit Gift zu bekämpfen - infizierte Ratten können den Pest-Erreger Yersinia pestis über Flöhe auf Menschen übertragen.

Schwangerschaftsabbruch

Erstes rechtskräftiges Urteil zu neuem Paragrafen 219a

Erstmals seit der Reform des Paragrafen 219a in Deutschland, der das Informationsverbot bei Abtreibungen regelt, ist eine Ärztin laut „taz“ rechtskräftig verurteilt worden. Bettina Gaber habe auf ihrer Webseite darüber informiert, dass und in welcher Form sie Abtreibungen durchführe. Dies wurde als unerlaubte „Werbung“ für den  Schwangerschaftsabbruch gewertet.

Ost-Kongo

Vier Tote bei Angriffen auf Ebola-Helfer

Bei zwei Angriffen auf Ebola-Helfer im Osten des Kongos sind laut WHO vier Menschen getötet worden. Dabei handele es sich um zwei Mitglieder eines Impfteams, zwei Fahrer und einen Polizisten. Es seien auch fünf Menschen verletzt worden, darunter ein WHO-Mitarbeiter und mehrere Mitarbeiter des kongolesischen Gesundheitsministeriums.