Gesellschaft

Lockdown in Diskussion

Deutschland will im November Corona unter Kontrolle bringen

Mit harten Einschnitten für die Bürger und viele Unternehmen will die deutsche Bundesregierung die rasant steigenden Corona-Infektionszahlen unter Kontrolle bringen. Die Menschen sollten ihre privaten Kontakte auf ein „absolut nötiges Minimum“ reduzieren, heißt es in einer Beschlussvorlage des Bundes für die am Mittwochnachmittag gestarteten Beratungen mit den Ländern.

Coronavirus

Rotes Kreuz Salzburg schult Arbeitslose für Testteams um

Das Rote Kreuz und das Arbeitsmarktservice haben am Mittwoch in Salzburg ein neues Programm präsentiert, bei dem arbeitslose Menschen zu Fachkräften für die Corona-Krise ausgebildet werden. Aktuell befinden sich 16 Personen in den ersten beiden Kursen, bis Mitte Dezember sollen dann rund 50 Frauen und Männer für die Arbeit in den Covid-Testteams umgeschult sein. Alle Teilnehmer erhalten zusätzlich die gesetzlich anerkannte Berufsausbildung zum Rettungssanitäter.

Landkarte von Europa
Coronavirus

Rekordinfektionszahlen in Europa

Die Slowakei startete die erste Phase einer geplanten Corona-Massentestung an fast der gesamten Bevölkerung. Deutschland meldete am Freitag über 11.000 Neuinfektionen – und eine technische Störung bei der Datenübertragung. Tschechien könnte auf einem Höhepunkt der Coronakrise erneut den Gesundheitsminister verlieren und Spanien vermutet eine hohe Dunkelziffer an Corona-Infektionen.

Eurobarometer

EU-Umfrage: Größte Sorge ist wirtschaftliche Situation

Das Vertrauen in die EU ist auch in Corona-Zeiten laut einer am Freitag von der EU-Kommission veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage stabil: Eine Mehrheit der Europäer (62 Prozent) vertraut darauf, dass die EU in Zukunft die richtigen Entscheidungen in der Pandemie treffen wird. In Österreich haben darin nur 50 Prozent Vertrauen, 46 Prozent misstrauen der EU in Hinblick auf das künftige Corona-Management.

Schule_MNS
Aussage zu Alltagsmasken:

Kritik an deutschem Ärztepräsident

Als Ärztepräsident ist Klaus Reinhardt in der Corona-Pandemie ein gefragter Mann – wohl auch, weil er dabei oft mit klaren Worten Position bezieht. Mit seinen jüngsten Äußerungen zum Nutzen von Alltagsmasken zog er nun aber viel Kritik und Unmut auf sich. Sogar ein Rücktritt wurde dem 60-Jährigen nahegelegt, der seit knapp eineinhalb Jahren an der Spitze der Bundesärztekammer steht.

Coronavirus

OECD-Experte: Lernverluste durch Schulschließungen kaum aufzuholen

Lernverluste durch die Schulschließungen aufgrund der Corona-Pandemie sind nur schwer aufzuholen. Daher sollten Schulen so lange wie möglich geöffnet bleiben, betonte der OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher am Freitag bei einem Webinar der OECD. Die durch die Lockdowns in den einzelnen Staaten entstandenen Lernverluste bezifferte er mit einem Äquivalent von bis zu drei Prozent des Lebenseinkommens. In Österreich einigten sich die Bildungsreferenten der Länder, dass Schulen auch bei roter Corona-Ampel offen bleiben sollen.

Risiko-Update

EU-Gesundheitsagentur hält Corona-Situation für bedrohlich

Die EU-Gesundheitsagentur ECDC schätzt die Corona-Situation als große Bedrohung für die öffentliche Gesundheit ein. Im Risiko-Update vom Freitag hieß es, in den EU-Ländern hätten die Covid-19-Infektionen in den letzten Wochen erheblich zugenommen. Um die Ansteckungen zu verlangsamen, will die EU-Kommission bis zu 22 Millionen Antigen-Schnelltests finanzieren.

Ampel auf rot
Corona-Ampel

Salzburger Tennengau bleibt Österreichs Hotspot

Eine Rotschaltung wäre in der aktuellen Ampelschaltung für 38 Regionen möglich gewesen, wie aus dem Arbeitsdokument der Corona-Kommission hervorgeht. 25 sind es letztendlich geworden. Vier davon wurden bereits in der Vorwoche auf „Sehr hohes Risiko“ eingestuft. Voraussetzung: eine risikoadjustierte Sieben-Tages-Inzidenz von über 100. Im Salzburger Bezirk Hallein stieg dieser Wert innerhalb einer Woche von 275 auf 550, womit der Tennengau derzeit absoluter Corona-Hotspot ist.

Ampel Rot
Coronavirus

Corona-Ampel: Bis zu 25 Bezirke könnten am Abend Rot aufweisen

In der Sitzung der 19-köpfigen Kommission für die Farbgebung der Corona-Ampel könnten am Donnerstagabend zahlreiche Bezirke auf die höchste Risikostufe geschalten werden. Laut einem der APA vorliegenden Papier stehen 21 Regionen neu für eine Rotfärbung zur Diskussion. Die vier in der Vorwoche erstmals rot eingestuften Bezirke dürften zudem in der Risikoeinschätzung von dieser Woche gleich bewertet werden. Die Gremiensitzung könnte heute länger dauern, wie die APA erfuhr.

Coronavirus

Uniklinikum Salzburg führt wieder Besuchsverbote ein

Am Uniklinikum Salzburg mit seinen beiden Standorten Landeskrankenhaus und Christian-Doppler-Klinik in der Stadt Salzburg gilt ab Samstag, 24. Oktober, wieder ein weitgehendes Besuchsverbot. Auch die bereits geltenden strengen Beschränkungen an den Landeskliniken Hallein (Tennengau) und Tamsweg (Lungau) bleiben aufrecht. Zuletzt hatten das Unfallkrankenhaus der AUVA und das Krankenhaus der Barmherzigen Brüdern generelle Besucherverbote verhängt.

Coronavirus

Sechs Infizierte in Militärakademie Wiener Neustadt

In der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt haben sich sechs Soldaten mit dem Coronavirus infiziert. Die Erkrankten befanden sich nach Angaben des Militärkommandos Niederösterreich vom Donnerstag in häuslicher Quarantäne. Drei weitere Testergebnisse waren ausständig. 220 Soldaten, Offiziersanwärter und deren Ausbildungspersonal sollen zudem noch am (heutigen) Donnerstag untersucht werden.

Friedhof Sterbefälle Todesrate
Coronavirus

2020 Sterbefälle leicht höher als in den vier Jahren zuvor

In Österreich gab es im Jahr 2020 bisher eine leichte Zunahme der Sterbefälle im Vergleich zu den Jahren davor. Bis einschließlich 11. Oktober - das sind die ersten 41 Kalenderwochen von 2020 - starben 65.633 Menschen. Damit lag die Zahl um 2,9 Prozent über dem Durchschnittswert des Vergleichszeitraums der Jahre 2015 bis 2019, wie Statistik Austria am Donnerstag bekannt gab. Zwar gab es eine Pandemie, doch im Sommer 2020 keine Hitzewellen.

Coronavirus

Gericht: Vorarlberger hat kein Recht auf Quarantänebescheid

Ein Vorarlberger Bürger, der sich im März vorsorglich und freiwillig in Corona-Quarantäne begab und dafür keinen Urlaub verbrauchen will, kämpft vor Gericht bisher vergeblich um einen nachträglichen behördlichen Absonderungsbescheid. Die Bezirkshauptmannschaft Bregenz lehnte seinen Antrag auf Erlassung eines Quarantäne-Bescheids ab, eine Beschwerde dagegen wies nun das Landesverwaltungsgericht zurück, berichtete die „Neue Vorarlberger Tageszeitung“ (Donnerstag).

Coronavirus

Telefonbetrüger wollte in Linz aus Pandemie Kapital schlagen

Ein Telefonbetrüger hat Mittwochmittag in Linz versucht, aus der Pandemie Kapital zu schlagen, indem er einer Frau 6.000 Euro entlocken wollte. Der Anrufer forderte sein Opfer auf, für dessen angeblich an Corona erkrankte Tochter Geld für eine Impfung zu überweisen. Die 70-Jährige spielte aber nicht mit, sondern verständigte die Polizei, informierte diese.

Coronavirus

Kultur-Absagen: Das „Dschungelcamp“ fällt dem Coronavirus zum Opfer

Das ursprünglich für Anfang 2021 geplante RTL-“Dschungelcamp“ in Wales wird wegen der Coronapandemie abgesagt. „So sehr uns diese Produktion am Herzen liegt, die Sicherheit und die Gesundheit für alle Beteiligten haben absolute Priorität“, erklärte RTL-Unterhaltungschef Markus Küttner am Donnerstag. Man plane nun eine „neue, spannende“ Show zu dem Format mit den beiden Dschungelmoderatoren Sonja Zietlow (52) und Daniel Hartwich (42) in Deutschland.

Coronavirus

Mehrere Chormitglieder des Tiroler Landestheaters positiv

Trotz zahlreicher Sicherheitsmaßnahmen haben sich mehrere Mitglieder des Chors des Tiroler Landestheaters mit dem Coronavirus infiziert. Mehrere Personen seien positiv getestet worden, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung des Hauses. Alle Mitglieder des Chors befänden sich nun in Quarantäne, Kontaktpersonen würden getestet und alle Chorproben vorerst eingestellt.