Europa-Ranking

Start-ups: Österreich bei Finanzierungsvolumen auf Rang 16

Im europaweiten Ranking liegt Österreich bei der Finanzierung von Start-ups mit einem Volumen von rund einer Milliarde auf Rang 16. Zum Vorjahr ist das Volumen damit um 18 Prozent zurückgegangen, 2022 belegte Österreich dank Rekord-Finanzierungsrunden bei der Krypto-Handelsplattform Bitpanda und bei der Online-Nachhilfefirma GoStudent noch Platz 11. In Europa wurden im Vorjahr insgesamt 75 Mrd. Euro Risikokapital in Start-ups gesteckt, um 15 Prozent weniger als 2021.

red/Agenturen

Das geht aus dem Start-up-Barometer des Unternehmensberaters EY hervor. Vor allem das zweite Halbjahr habe die gesamteuropäische Entwicklung 2022 ausgebremst. Im ersten Halbjahr sei noch mit über 46 Mrd. Euro mehr Risikokapital als je zuvor in Jungunternehmen geflossen, in der zweiten Jahreshälfte gab es dann jedoch einen Einbruch um 39 Prozent auf etwas mehr als 28 Mrd. Euro.

„Die zunehmende Zurückhaltung von Investorengruppen aufgrund der geopolitischen Unsicherheiten, der steigenden Zinsen, der hohen Inflation und des Einbruchs von Tech-Börsenwerten spiegelt sich in einem deutlichen Rückgang bei den investierten Volumina wider“, so Start-up-Chef Florian Haas von EY Österreich. Wegen höherer Kapitalkosten und sinkender Bewertungen würden Investoren nun verstärkt auf Rentabilität als auf langfristige Wachstumsversprechen achten.

Anstieg von 130 auf 148 Runden

Europaweit gab es 2022 8.407 Finanzierungsrunden und damit nur geringfügig mehr als im Jahr davor (8.397), pro Finanzierungsrunde ergibt sich damit ein durchschnittliches lukriertes Kapital von 9 Mio. Euro. In Österreich gab es einen Anstieg von 130 auf 148 Runden. Das höchste Investitionsvolumen pro Finanzierungsrunde erzielten Start-ups aus Frankreich mit rund 15,5 Mio. Euro, dahinter rangierte Schweden mit 15 Mio. Euro und Belgien mit 11,4 Mio. Euro.

In Österreich wurden im Schnitt 7,0 Mio. Euro pro Finanzierungsrunde vergeben. Die größte Transaktion hierzulande ging 2022 an Go-Student, die eine Finanzspritze in Höhe von 300 Mio. Euro erhielten.

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