Gesundheitspolitik

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Coronavirus

Nächtliche Ausgangsbeschränkung ab Dienstag, Gastro zu

Die Zuspitzung der Coronakrise bringt Österreich einen zweiten Lockdown. Veranstaltungen werden ab Dienstag mit Ausnahme des Profisports verboten. Auch Theater, Museen und Freizeiteinrichtungen wie Schwimmbäder oder Fitnessstudios müssen schließen. Die Gastronomie darf nur noch Abhol- und Lieferdienste anbieten, Hotels ist die Aufnahme von Touristen untersagt.

EU-Länder wollen Reform der Weltgesundheitsorganisation antreiben

Die EU-Länder wollen eine weitgehende Reform der Weltgesundheitsorganisation WHO anstoßen. Darauf hätten sich Gesundheitsminister der 27 Mitgliedstaaten am Freitag verständigt, sagte der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Anschluss an eine Videokonferenz mit seinen EU-Kollegen. "Wir wollen auch unbedingt jetzt damit beginnen und nicht erst das Ende der Corona-Pandemie abwarten", meinte Spahn.

Wien Stephansdom Österreich

Coronavirus: Entwurf sieht Aus für Gastro, Nachtruhe von 20 bis 6

Die Vorstellungen, wie die neuen Corona-Maßnahmen aussehen, werden konkreter. Ein - der APA vorliegender - Entwurf für die entsprechende Verordnung enthält unter anderem Ausgangsbeschränkungen von 20 bis 6 Uhr sowie eine Schließung von Lokalen. Veranstaltungen werden untersagt, immerhin Zoos, Museen und Bibliotheken bleiben offen. Für Besuche in Spitälern oder Pflegeheimen braucht es einen Test an Ort und Stelle oder eine effektive Schutzmaske.

Coronavirus

Lage in Spitälern im Westen „noch nicht dramatisch"

Angesichts steigender Covid-Patienten in Spitalsbehandlung stellt sich die Frage, wie die Krankenhäuser ausgelastet sind. Interessant ist dabei vor allem ein Blick auf die Bundesländer im Westen mit den aktuell höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen (Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner).

Coronavirus

Krankenpflegeverband befürchtet „maximale Überlastung"

Angesichts stetig steigender Zahlen von Corona-Patienten haben der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) und die Bundesarbeitsgemeinschaft für Intensiv- und Anästhesiepflege am Freitag vor einer „maximalen Überlastung“ der Krankenhäuser gewarnt. Das heimische Gesundheitssystem sei nicht auf eine Pandemie ausgelegt. Das Hauptproblem sei nicht ein Mangel an Intensivbetten oder Beatmungsgeräten, sondern fehlende pflegerische und ärztliche Fachkräfte.

Coronavirus

NÖ will weitere Bettenkapazitäten in Spitälern schaffen

Angesichts der Entwicklung rund um das Coronavirus sollen in Niederösterreichs Krankenhäusern in den kommenden Tagen weitere Bettenkapazitäten geschaffen werden. Wie LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) am Freitag mitteilte, seien derzeit 266 an Covid-19 erkrankte Personen hospitalisiert. Der Höchststand während der sogenannten ersten Welle hatte bei 217 gelegen. Die Zahl der Intensivpatienten habe sich in den Landeskliniken innerhalb der abgelaufenen Woche von 23 auf 46 verdoppelt.

UN-Experten

Erhöhtes Pandemie-Risiko wegen Naturzerstörung

Der Weltbiodiversitätsrat warnt wegen Naturzerstörung und dem Artensterben vor einem rasant wachsenden Risiko neuer Pandemien. Diese würden ohne Gegensteuern künftig nicht nur häufiger auftreten, sondern sich auch noch schneller verbreiten und mehr Menschen töten als Covid-19, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht von 22 Experten der UN-Organisation.

Coronavirus

Online-Tool bringt Entlastung bei 1450 in Tirol

Die Leitstelle Tirol hat ein eigenes Online-Einmeldetool für Corona-Verdachtsfälle oder Kontaktpersonen entwickelt. Ergänzend zur Gesundheitshotline 1450 können sich Personen, die in Tirol leben, online über corona.leitstelle.tirol als Verdachtsfall oder Kontaktperson einmelden. Die Testphase in den ersten Oktoberwochen habe gezeigt, dass das Einmeldetool zu einer Entlastung der 1450-Hotline beiträgt, teilte das Land am Freitag mit.

Coronavirus

Lehrer fordern zusätzliche Schutzmaßnahmen und Prämie

Ein Offenhalten der Schulen trotz hoher Sars-CoV-2-Infektionszahlen sei nur mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen möglich, haben Lehrervertreter am Freitag erneut betont. Die Unabhängige Lehrergewerkschafter (ÖLI-UG) wünschen sich u.a. ein Maskenpflicht auch im Unterricht für Schüler ab zehn und in Kindergärten und Volksschulen die Installation von Luftfiltern. Der oberste Wiener Pflichtschullehrer-Personalvertreter Thomas Krebs (FCG) fordert eine Prämie für Lehrer.

Statistik

5.627 Neuinfektionen bedeuten neuerlich Rekord

Mit 5.627 Neuinfektionen in 24 Stunden ist in Österreich ein Rekordwert erreicht worden. Erstmals wurde die 5.000er-Marke übertroffen und das auch noch deutlich, wie die am Freitag veröffentlichten Zahlen des Gesundheits- und Innenministerium zeigen.

Coronavirus

ÖGB und AK fordern Begleitmaßnahmen

Die Vertreter der Arbeitnehmer-Organisationen fordern Begleitmaßnahmen für die Beschäftigten, sollte es zu einem Lockdown kommen. ÖGB-Chef Wolfgang Katzian und Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl pochen jeweils gegenüber der APA auf eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes, eine Maskenpause sowie darauf, dass die Bildungseinrichtungen geöffnet bleiben sollen.

Coronavirus

Alle Neune: Deutschland setzt auch Kärnten auf die Rote Liste

Mit Kärnten hat Deutschland am Donnerstag auch das letzte bisher davon noch verschonte Bundesland auf die Rote Liste der Risikogebiete gesetzt. Die Maßnahme tritt am Samstag um 0.00 Uhr in Kraft, wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Freitag mitteilte. Dann müssen aus ganz Österreich nach Deutschland Einreisende für 14 Tage in Quarantäne, können diese aber mit einem COVID-19-Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, auch umgehen.

Coronavirus

Straßenkarneval in Rio abgesagt

Erst die Verschiebung des weltberühmten Karnevals im Sambodrom, jetzt hat die brasilianische Metropole Rio de Janeiro wegen der Pandemie auch ihren Straßenkarneval abgesagt. Demnach einigten sich Vertreter der „Blocos“ genannten Karnevalsgruppen, die sonst in den Straßen und auf Plätzen feiern, sowie die städtische Tourismusagentur Riotur und Experten für Gesundheit und öffentliche Sicherheit nach einer Online-Besprechung auf die Absage.

Coronavirus

Kärntner Spitälern droht 38-Millionen-Euro Finanzloch

Den Kärntner Fondskrankenanstalten droht im kommenden Jahr laut Prognosen ein 38 Millionen Euro großes Finanzloch. Sinkende Einnahmen aus Ertragsanteilen, geringere Zahlungen der Sozialversicherungen und höhere Ausgaben seien dafür verantwortlich, sagte Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) in einer Aussendung des Landespressediensts. Sie fordert vom Bund entsprechende Ausgleichszahlungen.

Coronavirus

Israel beschließt weitere Lockerungen

Knapp zwei Wochen nach ersten Lockerungen von Israels zweitem Lockdown sind weitere Erleichterungen geplant. Das sogenannte Corona-Kabinett beschloss in der Nacht auf Freitag die Öffnung der Volksschulen, allerdings unter Einschränkungen. Von Sonntag an dürfen auch Ferienwohnungen wieder geöffnet werden. In Gebetshäusern können sich bis zu zehn Menschen versammeln und draußen bis zu 20. Auch Friseur- und Kosmetiksalons dürfen dann wieder einzelne Kunden empfangen.

Euthanasie-Referendum

Neuseeländer stimmen für Legalisierung der Sterbehilfe

Die Bürger Neuseelands haben sich in einem Referendum für die Legalisierung der Sterbehilfe in dem Pazifikstaat ausgesprochen. Wie die Wahlbehörde am Freitag mitteilte, wurde die entsprechende Vorlage mit 65,2 Prozent der Stimmen angenommen. Diese sieht vor, dass unheilbar kranke Erwachsene in dem südpazifischen Inselstaat unter bestimmten Voraussetzungen das Recht auf einen medizinisch begleiteten Suizid erhalten.