Wissenschaft

Coronavirus

Virus-Variante aus Brasilien in Deutschland nachgewiesen

Erstmals ist in Deutschland ein Nachweis der in Brasilien kursierenden Corona-Variante bekannt geworden. Die Mutante sei bei einem Reiserückkehrer in Hessen entdeckt worden, sagte der Sozialminister des Bundeslands, Kai Klose, am Freitag in Wiesbaden. Klose zufolge handelt es sich um den ersten Nachweis in Deutschland. Auch dem Robert Koch-Institut (RKI) war am Freitag kein anderer Nachweis bekannt.

Buchstaben ergeben No Hate, Kein Hass
Coronavirus

Forscher fordern Solidarität bei Anfeindungen gegen Kollegen

Im Zuge der anhaltenden Einschränkungen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie richtet sich der Zorn mancher Kritiker auch vermehrt gegen Wissenschafter, die in den Medien Hintergründe erklären oder Regierungen beraten. Verfassungsschützer registriert laut Medienberichten auch zunehmend Drohungen gegen Fachleute, die sich exponieren. In der Wissenschaftsgemeinde sei dieses Phänomen länger greifbar, sagten Forscher. Begegnen könne man dem mit Solidarität.

Coronavirus

Drosten: Ansteckendere Variante jetzt noch im Keim ersticken

Der Virologe Christian Drosten geht in Deutschland von einer bisher geringen Verbreitung der ansteckenderen Corona-Variante aus, die zunächst in Großbritannien entdeckt wurde. Er sehe jetzt ein Zeitfenster, um die Ausbreitung hierzulande im Keim zu ersticken, sagte der Experte für Coronaviren von der Berliner Charite am Dienstag im Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info.

Coronavirus

Neuartige Masken zerstören Viren auf Knopfdruck

Forschende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmen Osmotex eine wiederverwendbare Maske entwickelt, die Viren auf Knopfdruck unschädlich macht. Das teilte die ZHAW am Dienstag mit.

Rezeptpflichtige Arznei in Indien bestellt: LVwG OÖ bestätigte Strafe

Eine Linzerin, die im Ausland rezeptpflichtige Medikamente bestellt und dafür von der Stadt eine Geldstrafe aufgebrummt bekommen hatte, hat sich weitgehend erfolglos gegen diese beschwert: Das Landesverwaltungsgericht (LVwG) OÖ befand, der Frau hätte allein angesichts der Tatsache, dass die Arzneien in Österreich rezeptpflichtig sind, bewusst sei müssen, dass eine Bestellung im Ausland nicht rechtskonform sein könne.

Coronavirus-Impfstoff

Ministerium sieht bei Unregelmäßigkeiten Länder in Pflicht

Angesichts gehäufter Meldungen über Unregelmäßigkeiten beim Impfen gegen Covid-19 - in Kärnten sollen Prominente und Politiker gegen Spenden an Heimträger an den begehrten Impfstoff gekommen sein, auch aus anderen Bundesländern wird von Vorreihungen berichtet, von denen Kommunalpolitiker und Nicht-Risikopersonen profitiert haben, nimmt das Gesundheitsministerium die Länder in die Pflicht. Ihnen obliege primär die Kontrolle, ob die Vorgaben eingehalten werden, hieß es.

Coronavirus

Popper sieht Wettlauf mit Virenvarianten bis Frühling

Für tragfähige Prognosen wie schnell sich die neue SARS-CoV-2-Variante in Österreich ausbreitet fehlen noch gesicherte Informationen. Das erklärte der Simulationsforscher Niki Popper der APA. Alles warte auf Schätzungen zur aktuellen Verbreitung. Die Lockdown-Verlängerung mache angesichts vieler Fragezeichen Sinn - auch weil die Zahlen nicht so niedrig sind wie erhofft. Rasch umsetzen solle man die „zielorientierte Impfstrategie und schnelle Test- und Isolationsansätze“.

EU übergab erste Impfdosen an türkische Zyprioten

Die Europäische Union hat am Montag die ersten 1.080 Impfdosen gegen das Coronavirus an die türkischen Zyprioten übergeben. Regierungsvertreter der international anerkannten Republik Zypern händigten die Impfdosen ihren Kollegen der türkisch-zypriotischen Gesundheitsbehörde an einem Übergang im Westen der geteilten Hauptstadt Nikosia aus, wie zypriotische Medien in beiden Inselteilen berichteten. Der Impfstoff stammt vom Hersteller Biontech/Pfizer.

Coronavirus

Salzburger Psychologen erfassen Wissen und Einstellung

Eine Umfrage zu Wissen und Einstellungen zur Corona-Pandemie hat der Psychologe Manuel Schabus vom Zentrum für Kognitive Neurowissenschaften der Universität Salzburg gestartet. Ziel der Studie sei es, "einen repräsentativen Überblick über die Beurteilung der aktuellen Lage der Corona-Pandemie durch die österreichische Allgemeinbevölkerung zu erhalten", heißt es in der Online-Umfrage. Teilnehmen können daran alle, die derzeit in Österreich leben und über 18 Jahre alt sind.

Coronavirus

„Eine Reininfektion ist ziemlich unwahrscheinlich"

Fast 390.000 Menschen haben sich in Österreich seit Beginn der Covid-19-Pandemie labormäßig bestätigt mit SARS-CoV-2 infiziert bzw. wurde deren Infektion im Rahmen von Krankheitssymptomen nachgewiesen. Immer mehr Studien weisen darauf hin, dass sie danach zumindest sechs bis acht Monate immun bleiben. Dies erklärte Daniela Weiskopf vom La Jolla Institute for Immunology (USA) bei einem AGES-Online-Expertengespräch und bestätigt damit eine englische Studie, die sich aber noch im Peer-Review-Verfahren befindet.

Viren Infektion Covid-19
Studie

Nach Infektion fünf Monate geringe Neu-Ansteckungsgefahr

Die Wahrscheinlichkeit, sich nach einer Coronavirus-Infektion erneut anzustecken, ist laut einer neuen Studie aus Großbritannien zumindest binnen fünf Monaten äußerst gering. Für die Studie untersuchten Wissenschafter der Gesundheitsbehörde Public Health England 6.614 Beschäftigte im Gesundheitswesen, die zwischen Juni und November positiv auf Corona-Antikörper getestet worden waren.

Fundstück

Protokolle über Röntgens Vortrag zur X-Strahlung aufgetaucht

Rund 125 Jahre nachdem der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen erstmals die Erfindung seiner später nach ihm benannten Strahlen öffentlich vorgestellt hatte, sind handschriftliche Protokolle über diesen Vortrag aufgetaucht. „Wertvoll und einzigartig“ seien diese Protokolle, sagte Hans-Günter Schmidt, Leitender Direktor der Universitätsbibliothek Würzburg. Es sei der einzige öffentliche Vortrag gewesen, den Röntgen je über seine X-Strahlung gehalten habe.

Corona-Impfstoff

Bislang keine Hinweise auf vermehrte Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen

Das bundeseigene Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat bislang keine Hinweise auf möglicherweise vermehrt auftretende Nebenwirkungen bei Impfungen gegen das Coronavirus. Bis Sonntag seien ihm 325 Verdachtsfälle gemeldet worden, teilte das PEI am Donnerstag im hessischen Langen mit. 51 Fälle davon seien als schwerwiegend einzuschätzen. Die Werte seien konsistent zu den Daten aus den klinischen Zulassungsstudien und zudem statistisch unauffällig.

Coronavirus-Impfstoff

Rückkehr in Schulen ab 25. Jänner, aber nur Schichtbetrieb

Die eigentlich für kommenden Montag (18. Jänner) geplante Rückkehr der Schüler in die Klassenzimmer wird um eine Woche verschoben, heißt es aus dem Bildungsministerium zur APA. Das Distance Learning wird um eine Woche verlängert, die Kinder können bis dahin nur für Tests oder Schularbeiten bzw. zur Betreuung in die Schulen kommen. Ab 25. Jänner soll der Unterricht dann wieder in den Schulen stattfinden, allerdings nur im Schichtbetrieb und mit weiteren Vorsichtsmaßnahmen.

Coronavirus

Immunisierungen für andere Krankheiten nicht vergessen

In der erfreulichen Situation des Impfstarts gegen das Coronavirus und der gleichzeitigen anhaltenden Einschränkungen durch die Pandemie sollte nicht auf Impfungen gegen weitere Krankheiten vergessen werden. Auch Influenza-Impfstoff stehe noch zur Verfügung, wurde am Mittwoch in einem Pressegespräch von Gesundheitsexperten betont. Diese wollen bei den Corona-Vakzinen verstärkt auf Aufklärung setzen, berichtete die Vakzinologin Ursula Wiedermann-Schmidt von der MedUni Wien.

Schweizer Studie

Wer KI widerspricht, ist juristisch nicht unbedingt geschützt

Ärztinnen und Ärzte, die künstlicher Intelligenz (KI) bei der Wahl einer Behandlung widersprechen, sind vor Geschworenengerichten nicht unbedingt geschützt. Selbst dann nicht, wenn die KI einen vom medizinischen Standard abweichenden Vorschlag macht. Das haben ETH-Forschende anhand eines juristischen Experiments herausgefunden, wie die Hochschule mitteilte.