Wissenschaft

Coronavirus

Omikron und der blinde Fleck Afrikas

Vor rund einem Jahr wurde in Südafrika erstmals die Omikron-Variante von SARS-CoV-2 entdeckt. Sie hat sich weltweit verbreitet. Laut Berliner Wissenschafter entwickelte sich die Mutation langsam in Menschen - auf jeden Fall in Afrika. Es handelt sich um keine sogenannte Zoonose mit Übertritt eines Krankheitserregers aus dem Tierreich.

Künstliche Intelligenz

Nasenhöhlenkrebs: KI ermöglicht Durchbruch in der Diagnostik

Tumoren der Nase und der Nasennebenhöhle lassen sich nur schwer aufspüren und schwer diagnostizieren. Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Ludwig-Maximilians-Universität München haben nun eine Methode entwickelt, um diese Tumoren einer von vier Gruppen, mit jeweils unterschiedlicher Prognose, zuzuordnen. Hierzu werden chemische Modifikationen im Erbgut der Tumoren mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) analysiert, wie das Team im Fachmagazin Nature Communications* beschreibt.

 

Gehirnaktivität

Forscher schauen Babys bei Aufbau der Fähigkeit zum Objektzuordnen zu

Der Blick in die Vorgänge im Gehirn von Babys im Alter zwischen sechs und acht Monaten mittels Gehirnstromableitungen (EEG) eröffnet Wiener Psychologen Einsichten in die Entwicklung der Fähigkeit, Menschen, Häuser oder Spielsachen zu unterscheiden. Dabei zeigte sich, dass die Kleinen das Gesehene schon ähnlich in Kategorien einordnen wie Erwachsene - selbst wenn sie der Sprache noch nicht mächtig sind. Sie sind dabei aber noch bei weitem nicht so präzise wie die Großen.

Kläranlage Wien
Corona

Prognose: Deutlicher Anstieg von Virusnachweisen im Abwasser

Die laufenden Analysen auf das Vorkommen von SARS-CoV-2 im Abwasser haben zuletzt in den meisten Bundesländern einen deutlichen Anstieg gezeigt. Die Zahl der positiven Tests in der Bevölkerung stagniere zwar nahezu, so das Covid-Prognosekonsortium, doch vergangene Wellen hatten sich ebenfalls zeitversetzt mit einem Anstieg gegenüber dem Abwassersignal angekündigt.

Pneumokokken
Pneumokokken-Impfung

Nur 22 Prozent der Risikopatienten gegen Pneumokokken geimpft

Viel zu wenig Risikopatienten sowie chronisch Kranke sind gegen Pneumokokken geimpft. Die Impfung, die gegen bakterielle Lungenentzündung, Gehirnhautentzündung oder Sepsis schütze, sei in der Bevölkerung zwar bekannt, den Stich würden sich aber viel zu wenige Menschen holen, hieß es in einer Umfrage im Auftrag des Österreichischen Verbandes der Impfstoffhersteller (ÖVIH) vom Mittwoch.

Long Covid
Coronavirus

Die Rolle von Vitamin K bei einer Covid-19-Erkrankung

Seit Anfang 2020 stehen wir im Bann der Covid-19-Pandemie. Maßnahmen fallen oder werden aufgeweicht, während Wissenschafter:innen rätseln, wieso manche Menschen lebensbedrohliche SARS-CoV-2-Verläufe entwickeln, manche Long Covid und andere kaum Erkrankungssymptome zeigen. Neben genetischen Konstellationen werden Immunabwehr, Lebensstil sowie Ernährungsgewohnheiten als mögliche Ursache diskutiert. Wissenschafter:innen der Med Uni Graz sind Indikator-Biomarkern auf der Spur, die zur Aufklärung dieser Fragen beitragen können. Nun publizierten sie im renommierten Journal „Antioxidants“ ihre neuesten Erkenntnisse zur Rolle von Vitamin K bei Covid-19.

Adipositas
Christian Doppler-Labor

Adipositas: Therapien für Folgeerkrankungen im Fokus der Forschung

Mit der steigenden Zahl an Menschen mit Adipositas und den dadurch bedingten Erkrankungen zum Beispiel der Leber wächst der Bedarf an Forschungen für die Entwicklung verbesserter Maßnahmen für die Patient:innenversorgung. Im heute an der MedUni Wien eröffneten Christian Doppler-Labor werden die physiologischen Grundlagen der Folgeerscheinungen von Fettleibigkeit untersucht. Im Fokus steht dabei der translationale Forschungsansatz mit dem Ziel, neues Wissen aus der Grundlagenforschung möglichst rasch in die klinische Anwendung einzubringen.

„Women in Science“-Stipendien für vier Nachwuchsforscherinnen

Vier Nachwuchsforscherinnen erhalten heute, Dienstagabend „For Women in Science“-Stipendien. Die mit je 25.000 Euro dotierten Auszeichnungen gehen an die beiden biomedizinischen Analytikerinnen Kristina Breitenecker und Kathrin Spettel, die Biochemikerin Melanie Korbelius und die Molekularbiologin Larissa Traxler, teilte der Kosmetikkonzern L'Oreal mit, der die Stipendien mit der Österreichischen Unesco-Kommission und der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) vergibt.

Windturbine

Meteoriten-Mineral aus dem Labor für Supermagnete ohne Seltene Erden

Für Elektromotoren oder Windturbinen werden Hochleistungsmagnete benötigt. Für deren Herstellung braucht man derzeit Seltene Erden, deren Abbau allerdings die Umwelt belastet und die nur in wenigen Ländern vorkommen. Österreichischen und britischen Forschern ist es nun gelungen, das bisher nur aus Meteoriten bekannte Mineral Tetrataenit im Labor herzustellen. Damit ließen sich solche Magnete ohne Seltene Erden realisieren, berichten sie im Fachjournal „Advanced Science“.

Labor ETH Zürich
Biomarker im Blut

ETH-Forscher finden Schlüssel zur Früherkennung von Parkinson

Viele Krankheiten des Menschen lassen sich anhand von Biomarkern im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten nachweisen und diagnostizieren. Bei der Parkinsonkrankheit gab es bisher keinen solchen Biomarker. Ein Team der ETH Zürich hat nun diese Lücke geschlossen.

Grippe-Saison: Sprunghafter Anstieg der gemeldeten Fälle

In der vergangenen Woche hat es einen sprunghaften Anstieg der Influenzanachweise in Österreich gegeben. Epidemisches Niveau – also eine Grippewelle – ist damit noch nicht erreicht, so das Zentrum für Virologie der MedUni Wien am Donnerstag. Doch das Gesundheitsministerium warnt davor, dass eine solche Welle kurz bevorstehen könnte und ruft zum Impfen auf.

Krankenhaus

Erste stationäre Pflege für chronisch kranke Kinder in Wien entsteht

In Wien entsteht das erste stationäre Pflege- und Betreuungsangebot für Kinder und Jugendliche mit komplexen, chronischen Erkrankungen. Bisher lebten betroffene Kinder trotz abgeschlossener Akutbehandlungen u.a. weiterhin auf Krankenhausstationen, berichtete das Haus der Barmherzigkeit am Donnerstag. In dessen Pflegekrankenhaus in der Seeböckgasse in Wien-Ottakring sollen gegen Ende 2023 die ersten jungen Patientinnen und Patienten im neuen Wohnbereich Fridolina einziehen.

Variantenimpfstoff
Corona

Studie zeigt Einfluss von Hausärzten auf Impfablehnung

Eine an der Universität Innsbruck durchgeführte Studie hat den Einfluss von impfskeptischen Hausärzten auf das Corona-Impfverhalten ihrer Patienten belegt. Laut dem wissenschaftlichen Paper führte deren Haltung auf dem Höhepunkt der Impfablehnung im Dezember 2021 zu einer rund 5,6 Prozentpunkte geringeren Durchimpfungsrate, sagte Andreas Steinmayr, Studienleiter und Professor für Empirische Wirtschaftsforschung, im APA-Interview.

Christian Drosten Fahrrad
Coronavirus

Drosten: „Zeichen für das kommende Ende der Pandemie“

Zur weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie hat sich der bekannt deutsche Virologe Christian Drosten optimistisch gezeigt. Zur Dynamik der heurigen Infektionswellen sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“: „Sie ist das Zeichen für das kommende Ende der Pandemie.“ Das Interview wurde am Mittwoch online vorab veröffentlicht. Inzwischen reichen laut Drosten schon „kleine Einflussfaktoren wie eine Wetteränderung“, um eine Welle anzuschieben oder brechen zu lassen.

Omikron Coronavirus
Coronavirus

Antikörpertherapien wirken bei Omikron-Variante BQ.1.1 nicht

Für die Behandlung der Corona-Subvariante Omikron BQ.1.1 werden offenbar neue Therapien notwendig. Alle derzeit zugelassenen Antikörpertherapien wirkten bei ihr nicht, teilte das Deutsche Primatenzentrum am Mittwoch in Göttingen mit. Die Analyse von Wissenschaftern und Wissenschafterinnen der Einrichtung sowie der Universität Erlangen-Nürnberg wird in der Fachzeitschrift „The Lancet Infectious Diseases“ vorgestellt.

Affenpocken
Affenpocken

Erste Dosis des Impfstoffs bietet „starken Schutz“

Der bislang einzige speziell gegen Affenpocken zugelassene Impfstoff bietet einer neuen Studie zufolge bereits mit der ersten Dosis einen „starken Schutz“ vor der Krankheit. Zwei Wochen nach der ersten Dosis sei das Vakzin geschätzt zu 78 Prozent wirksam, erklärte die britische Gesundheitsbehörde am Dienstag. „Wir wissen jetzt, dass eine erste Impfstoffdosis einen starken Schutz gegen die Affenpocken bietet“, sagte Jamie Lopez-Bernal, Epidemiologe bei der britischen Gesundheitsbehörde.