FDA genehmigt die erste rezeptfreie Antibabypille in den USA

Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA hat die rezeptfreie Antibabypille Opill zugelassen - die erste rezeptfreie Antibabypille in den Vereinigten Staaten, wie CNN kürzlich berichtet. Opill, eine „Minipille“, die das Hormon Gestagen enthält, wird voraussichtlich Anfang 2024 im Handel erhältlich sein.

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Der Arzneimittelhersteller Perrigo setze sich dafür ein, dass Opill erschwinglich und für Menschen, die es brauchen, zugänglich ist, sagte Frederique Welgryn, globale Vizepräsidentin für Frauengesundheit bei Perrigo. Der empfohlene Verkaufspreis werde in den kommenden Monaten bekannt gegeben. In einer Erklärung ging die FDA auf die möglichen Auswirkungen der Pille auf ungewollte Schwangerschaften ein. „Die nicht verschreibungspflichtige Verfügbarkeit von Opill kann die Zugangsbarrieren verringern, indem sie es dem Einzelnen ermöglicht ein orales Verhütungsmittel zu erhalten ohne zuerst einen Gesundheitsdienstleister aufsuchen zu müssen“, so die Behörde.

Fast die Hälfte der 6,1 Millionen Schwangerschaften, die jedes Jahr in den USA auftreten, sind ungewollt. Ungewollte Schwangerschaften werden mit negativen mütterlichen und perinatalen Folgen in Verbindung gebracht, einschließlich einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer frühzeitigen pränatalen Versorgung und eines erhöhten Risikos einer Frühgeburt, mit den damit verbundenen negativen Folgen für die Neugeborenen, die Entwicklung und die Gesundheit des Kindes.

Die Verfügbarkeit von rezeptfreien Opill kann dazu beitragen, die Zahl der ungewollten Schwangerschaften und ihre potenziellen negativen Auswirkungen zu verringern. Eine kürzlich durchgeführte Studie hat gezeigt, dass es für Frauen in den USA in den letzten Jahren schwieriger geworden ist, Zugang zu reproduktiven Gesundheitsdiensten im weiteren Sinne - wie Routineuntersuchungen und Geburtenkontrolle - zu erhalten. Etwa 45 Prozent der befragten Frauen sahen sich im Jahr 2021 mit mindestens einem Hindernis beim Zugang zu reproduktiven Gesundheitsdiensten konfrontiert, ein Anstieg um 10 Prozent gegenüber 2017. Fast 19 Prozent berichteten von mindestens drei Hindernissen im Jahr 2021, gegenüber 16 Prozent im Jahr 2017.

Schwangerschaftstest ungewollte Schwangerschaft
Eine kürzlich durchgeführte Studie hat gezeigt, dass es für Frauen in den USA in den letzten Jahren schwieriger geworden ist, Zugang zu reproduktiven Gesundheitsdiensten im weiteren Sinne - wie Routineuntersuchungen und Geburtenkontrolle - zu erhalten.
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