Gesundheitspolitik

Deutschland

Länder fordern Änderungen bei Masern-Impfpflicht

Die deutschen Bundesländer fordern bei der geplanten Masern-Impfpflicht noch Änderungen. Im Bundesrat bemängelten sie in einer am Freitag beschlossenen Stellungnahme unter anderem, dass Personen, die keine Impfung nachweisen können, künftig die Aufnahme in Gemeinschaftseinrichtungen verwehrt werden kann.

E-Zigaretten

Mittlerweile mehr als 500 Verletzte

In den USA sind inzwischen 530 Fälle von Lungenverletzungen nach dem Gebrauch von E-Zigaretten erfasst. Die Ursache sei weiter nicht bekannt, es werde zusammen mit anderen Behörden über mehrere Bundesstaaten hinweg ermittelt, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Donnerstag (Ortszeit) mit.

Zigarette Auto
Deutschland

Ärzte drängen auf besseren Nichtraucherschutz im Auto

Ein Rauchverbot in Autos, in denen Minderjährige oder Schwangere sitzen, sei überfällig, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, der Deutschen Presse-Agentur. Passivrauchen schade der Gesundheit sehr, das gelte insbesondere für Ungeborene, Kinder und Jugendliche.

 

 

 

Mobile Blutspende

Ärztliche Anwesenheit nicht mehr zwingend nötig

Die von ÖVP, SPÖ und NEOS beantragte Novelle zum Blutsicherheitsgesetz wurde nun im Nationalrat mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ, NEOS und von Teilen des Klubs JETZT angenommen.

Polio

Erster Fall auf den Philippinen seit Jahrzehnten

Ein dreijähriges Mädchen sei in Lanao del Sur auf den Südphilippinen positiv getestet worden, teilte die Gesundheitsbehörde des Landes am Donnerstag mit. Zudem habe man das Poliovirus auch in Umweltproben aus den Millionenstädten Manila und Davao entdeckt.

Caritas bietet in NÖ erstmals Pflegeausbildung mit Matura an

Mit der Höheren Lehranstalt für Sozialbetreuung und Pflege wird im Caritas Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe in Gaming (Bezirk Scheibbs) ab Herbst 2020 erstmals in Österreich eine fünfjährige Pflegeausbildung mit Matura angeboten. Hannes Ziselsberger, Caritas-Direktor der Diözese St. Pölten, gab bei der Präsentation des neuen Schultyps eine Jobgarantie für die Absolventen ab.

Salzburger Landeskliniken (SALK)

Rechnungshof kritisiert Reinigung

Nach der Kritik der Salzburger SPÖ im Jahr 2015 wegen zu hoher Kosten für die externe Reinigung und wegen Hygienemängel in den Salzburger Landeskliniken (SALK) hat der Landesrechnungshof die Reinigungsleistungen im Zeitraum 2010 bis 2017 geprüft. Demnach haben die SALK trotz festgestellter Doppel- und Falschverrechnung auf Nachforderungen von rund einer Million Euro verzichtet.

Neue Kassenleistungen

Bluttests bei Ungeborenen mit Down-Syndrom-Verdacht und Liposuktion

Nach langen Debatten in Deutschland ist es nun fix: Schwangere Frauen sollen Bluttests, die vor der Geburt bei Verdacht auf ein Down-Syndrom des Kindes gemacht werden, künftig unter engen Voraussetzungen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt bekommen. Auch das Absaugen von Körperfett von besonders schwer erkrankten Frauen soll eine Kassenleistung werden. 

Verfassungsgerichtshof

Nächste Session mit Sozialversicherungsreform und Rauchverbot

Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) beschäftigt sich in der am 23. September beginnenden Oktober-Session mit einer Reihe von Themen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem neben dem „Sicherheitspaket“ oder dem Sozialhilfe-Grundsatzgesetz auch das Rauchverbot und die Sozialversicherungsreform.

Deutschland

Zahlen die Krankenkassen künftig Bluttests vor der Geburt?

Das will das oberste Beschlussgremium des Gesundheitswesens am Donnerstag in Berlin entscheiden. Dabei geht es ausdrücklich um Frauen mit Risikoschwangerschaften und keinen generellen Anspruch. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Ärzten, gesetzlichen Kassen und Kliniken hatte schon signalisiert, eine Anerkennung als mögliche Kassenleistung sei im Einzelfall als medizinisch begründet anzusehen.

Deutschland

Spahn will Homöopathie auf Kassenkosten nicht antasten

Jens Spahn, deutscher Bundesgesundheitsminister, will umstrittene Kostenübernahmen für homöopathische Arzneimittel durch die Krankenkassen nicht antasten. Er verwies darauf, dass die gesetzlichen Kassen bei Arznei-Ausgaben von rund 40 Milliarden Euro im Jahr etwa 20 Millionen für Homöopathie zahlten. Die Reaktionen auf Spahns Positionierung waren geteilt.

Mann raucht E-Zigarette

Indien: Verbot von E-Zigaretten

Indien verkündete am Mittwoch ein vollständiges Verbot von E-Zigaretten. Mit dieser Entscheidung reagiere man vor allem auf die schädlichen Folgen des Konsums von E-Zigaretten für die Jugend, so eine Regierungsvertreterin. Auch die US-Regierung plant nach eigenen Angaben ein landesweites Verbot von E-Zigaretten mit Aromastoffen.

Impfen
WHO

Auf Pandemien weltweit unzureichend vorbereitet

Ein Gremium von WHO und Weltbank hält die weltweiten Vorsichtsmaßnahmen gegen eine globale Epidemie (auch: Pandemie) für „völlig unzureichend“. „Es ist schon längst an der Zeit zu handeln“, schreiben die Mitglieder des Global Preparedness Monitoring Board (GPMB) in einem Bericht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.

GKK

Steirer sehen 62 Millionen Euro Rücklagen gefährdet

Die steirische Gebietskrankenkasse (StGKK) fürchtet um ihre in den vergangenen Jahren angesparten Rücklagen in der Höhe von 62 Millionen Euro. Obmann Josef Harb meinte am Dienstag beim Pressegespräch in Graz, dass damit bei der Österreichischen Gesundheitskasse ÖGK Löcher aus anderen Bundesländern gestopft werden könnten. Er sprach von einem „demokratiepolitischen Skandal“.

Heftige Kritik: Kassenfusion sei "ein Pfusch"

Die sozialdemokratischen Gewerkschafter fühlen sich durch das von der Arbeiterkammer in Auftrag gegebenen Gutachten der Uni Graz in ihrer Ansicht bestärkt, dass die Fusion der Krankenkassen „ein Pfusch“ war. Der ÖGK-Generaldirektor hält dagegen: Einsparungen seien erst nach der Fusion im Jänner zu beziffern.

Frankreich

Ärzte und Anwälte protestieren gegen Rentenreform

Ein breites Bündnis aus medizinischen Fachkräften, Anwälten und Mitarbeitern der Luftfahrtindustrie hat Montagmittag in Frankreich gegen die Renten-Reformpläne der Regierung demonstriert. Sie wehren sich gegen eine Vereinheitlichung des Rentensystems, die ihrer Ansicht nach zu großen finanziellen Nachteilen führen würde.