Gesundheitspolitik

Coronakrise

Reisewarnungen für Österreich werden ausgeweitet

Angesichts der steigenden Neuinfektionen gibt es weitere Reisewarnungen für Vorarlberg und Tirol. Das für den Tourismus wichtige Land Deutschland stufte Vorarlberg am Mittwochabend als Corona-Risikogebiet ein und verhängte eine Reisewarnung. Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) sprach sich unterdessen für einheitliche Kriterien für Reisewarnungen in Europa aus.

Europakarte

Zahl der wöchentlichen Corona-Neuinfektionen steigt weltweit

Wegen weltweit steigender Corona-Zahlen hat Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides die EU-Staaten dringend aufgefordert, sofort gegenzusteuern. „Das ist womöglich unsere letzte Chance, eine Wiederholung des Geschehens im Frühjahr zu vermeiden“, warnte Kyriakides am Donnerstag in Brüssel.

Sterbehilfe

VfGH hinterfragt Verbot des assistierten Suizids

Knapp vier Stunden sind am Donnerstag im Verfassungsgerichtshof die Argumente von Gegnern und Befürwortern des Sterbehilfe-Verbots aufeinandergeprallt. Eine Entscheidung haben die 14 Höchstrichter nach der öffentlichen Verhandlung nicht getroffen. Die Befragung legte aber nahe, dass es allenfalls noch Zweifel am Verbot der „Mitwirkung am Selbstmord“ gibt. Das Verbot der „Tötung auf Verlangen“ stand nicht zur Debatte. Wann die Entscheidung fällt, ist offen.

Coronakrise

Israel verschärft Lockdown nach neuem Rekord

Kurz nach der Verkündung von Rekordzahlen sollen die Lockdown-Bestimmungen in Israel verschärft werden. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu kündigte am späten Mittwochabend in einer Videobotschaft an, dass der seit vergangenen Freitag geltende, ohnehin schon verschärfte Lockdown ab kommenden Freitag für zwei Wochen in einen „kompletten Lockdown“ umgewandelt werden solle. Details nannte der Regierungschef zunächst nicht.

Nationalrat

Coronagesetze passieren Nationalrat

Das neue Regelwerk stellt etwa klar, wann ein Lockdown möglich ist, welche Arten von Ausgangsbeschränkungen gangbar sind und wie die Corona-Ampel funktioniert. Koalition und SPÖ stimmten zu. Außerdem verlängert wurde die Sonderbetreuungszeit für Eltern, falls Betreuungseinrichtungen abermals schließen müssen.

Coronakrise

Mikl-Leitner mit Vorgehen um Ampel nicht glücklich

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) erwartet sich von der Bundesregierung mehr „Geschlossenheit und Klarheit“. „Wenn es um eine Krise geht, ist Geschlossenheit und Klarheit wichtig. Ich verlange Geschlossenheit und Klarheit im Land, und ich verlange das auch im Bund. Und das verlangen auch die Bürgerinnen und Bürger“, sagte Mikl-Leitner im „Kurier“ (Donnerstag-Ausgabe) zu den jüngsten Debatten um die Corona-Maßnahmen.

Nationalrat

Grundstein für elektronischen Impfpass gelegt

Mit einer Änderung des Gesundheitstelematikgesetzes hat der Nationalrat am Mittwoch den Weg für den Elektronischen Impfpass geebnet. Kernpunkt ist ein von der ELGA GmbH zu errichtendes zentrales Impfregister, das der Dokumentation aller Impfungen dient und aus dem der individuelle E-Impfpass generiert wird. Nur die FPÖ stimmte dagegen.

Corona

Mehr als fünf Millionen Infektionen in Europa

Die Zahl der Corona-Infektionen in Europa hat am Mittwoch die Schwelle von fünf Millionen überschritten. Das ergab eine auf Behördenangaben beruhende Zählung. Demnach steckten sich bis Mittwochmittag 5,000.421 Menschen mit dem Virus an, mehr als 227.000 von ihnen starben.

Neue Maßnahmen gegen Corona in Frankreich erwartet

Frankreichs Regierung will neue Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus ankündigen. „Die Situation verschlechtert sich in einigen Gebieten schneller als in anderen und sie verschlechtert sich in einigen Regionen drastisch“, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch nach einer Regierungssitzung unter Vorsitz von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Mancherorts wachse der Druck auf die Krankenhäuser. Weitere Maßnahmen würden daher ergriffen und sollten am Mittwochabend von Gesundheitsminister Olivier Véran bekannt gegeben werden, sagte Attal, ohne weitere Details zu nennen.

Sterbehilfeverbot wird vor dem VfGH verhandelt

Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) befasst sich am Donnerstag in einer öffentlichen Verhandlung mit dem strikten Verbot der Sterbehilfe. Vier Antragsteller, vertreten durch den Wiener Anwalt Wolfram Proksch, wollen die Strafgesetzbuch-Paragrafen 77 („Tötung auf Verlangen)“ und 78 („Mitwirkung am Selbstmord") kippen und damit den assistierten Suizid in Österreich ermöglichen.

Influenza

200.000 Impfdosen für Oberösterreich bestellt

In Oberösterreich sind heuer 200.000 Dosen für die Grippeimpfung bestellt worden, im Vorjahr waren es 50.000. Darunter ist ein neuer Hochdosis-Impfstoff, der vor allem in Alters- und Pflegeheimen - kostenlos - zum Einsatz kommen soll. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) bietet in Oberösterreich eine Gratis-Impfaktion für bestimmte Gruppen an.

Pharmakonzern Novartis drohen Umsatzausfälle mit teurer Gentherapie

Dem Schweizer Pharmakonzern Novartis drohen hohe Umsatzausfälle mit seiner Gentherapie Zolgensma. Eine breitere Anwendung des Medikaments, mit dem die meist tödlich verlaufende Erbkrankheit Spinale Muskelatrophie (SMA) bei Kleinkindern behandelt wird, dürfte sich um Jahre verzögern, nachdem die US-Arzneimittelbehörde FDA mehr Daten zum Einsatz bei älteren SMA-Patienten gefordert hat.

Coronakrise

Madrids Regionalregierung warnt vor Lockdown für ganze Hauptstadt

Angesichts der weiter rasant steigenden Zahl an Corona-Infektionen in Madrid hat Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso vor einem Lockdown auch der gesamten Hauptstadtregion gewarnt. Bereits seit Montag sind Wohngebiete mit insgesamt 850 000 Einwohnern teilweise abgesperrt. Die Bewohner dürfen sie nur verlassen, um unter anderem zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt zu gehen. „Es macht keinen Sinn, Beschränkungen in einigen Vierteln anzuordnen und in anderen nicht“, sagte Ayuso spanischen Medien zufolge am Dienstag.

Coronakrise

Fast 6900 neue Fälle in Israel

Wenige Tage nach Beginn eines zweiten landesweiten Lockdowns sind die Corona-Zahlen in Israel auf einen Rekordwert gestiegen. Das Gesundheitsministerium teilte am Mittwoch mit, am Vortag seien 6861 Fälle registriert worden. So viele Neuinfektionen an einem Tag wurden in dem Land noch nicht verzeichnet - allerdings nahm zuletzt auch die Zahl der Tests zu. Der bisherige Rekord datierte mit 5533 Fällen vom 15. September. Vor vier Monaten, am 23. Mai, waren lediglich 5 Neuinfektionen verzeichnet worden.

Coronavirus

Zweite Teststraße in Wien kommt auf der Donauinsel

Schon seit einigen Tagen ist bekannt, dass es in Wien eine zweite Coronavirus-Teststraße geben wird. Nun steht auch fest, wo und wann: Laut der Gratiszeitung „Heute“ (Mittwochausgabe) wird die Einrichtung gerade auf der Donauinsel aufgebaut. Ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bestätigte gegenüber der APA den Bericht. Die Eröffnung ist für den morgigen Donnerstag angekündigt.

US-Behörde verschärft Anforderungen für Zulassung

Die US-Arzneimittelbehörde FDA dürfte laut „Washington Post“ schon bald erhöhte Anforderungen für die Notfallgenehmigung eines Corona-Impfstoffs bekanntgeben. Damit würden die Chancen sinken, dass ein solcher Impfstoff noch vor der Präsidentenwahl am 3. November genehmigt werden könne, berichtet die Zeitung.