Gesundheitspolitik

Coronavirus

Opposition fordert Geld für Corona-Begleitforschung

Die Forschungssprecher der Oppositionsparteien fordern die Regierung auf, Geld für die wissenschaftliche Untersuchung der sozialen Folgen der Pandemie zur Verfügung zu stellen. In einer gemeinsamen Pressekonferenz forderten Sonja Hammerschmid (SPÖ), Gerhard Deimek (FPÖ) und Helmut Brandstätter (NEOS) „einige wenige Millionen Euro“ für diese Themen. Diese „Begleitforschung“ soll u.a. feststellen, wie Schulschließungen auf die Entwicklung junger Menschen wirken.

Experten kritisieren späte Diagnosen von HIV-Infektionen in Europa

Vor dem Welt-Aids-Tag haben Europas führende Gesundheitsinstitutionen eine verbesserte Teststrategie gefordert. Die Zahl der Menschen, die mit nicht diagnostiziertem HIV lebten, nehme in Europa zu, teilten das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC am Donnerstag mit. Mehr als die Hälfte der Infektionen werde erst in einem späten Stadium diagnostiziert, wenn das Immunsystem bereits angefangen habe, zu versagen. Dies sei ein Zeichen dafür, dass die Teststrategien bei der Früherkennung von HIV in der europäischen Region nicht hinreichend funktionierten.

Coronavirus

Steirische KAGes will pensioniertes Personal reaktivieren

Rund 240 pensionierte, ehemalige Mitarbeiter der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft KAGes bekommen dieser Tage Post von ihrem ehemaligen Arbeitgeber: Um die Mitarbeiter in den Spitälern zu entlasten, sollen ältere Kolleginnen und Kollegen während der anhaltenden Pandemie wieder Dienste übernehmen - "im für Sie passenden Ausmaß", hieß es am Donnerstag seitens der KAGes in einer Aussendung.

Coronavirus

Weltärztepräsident übt Kritik an Lockerungen in Deutschland

Der Vorsitzende des Weltärztebundes kritisiert die in Deutschland beschlossenen Lockerungen der Corona-Maßnahmen zu den Weihnachtsfeiertagen „Medizinisch-epidemiologisch ist es Wahnsinn, zu Weihnachten wieder aufzumachen“, sagte Verbandschef Frank Ulrich Montgomery am Donnerstag im SWR Radio. „Das Virus kennt kein Weihnachten und kein Ramadan. Das sucht sich seine Opfer täglich da, wo es sie findet."

Coronavirus

Zehn Millionen-Charge mit mangelhaften CPA-Masken möglich

Eine Charge von zehn Millionen CPA-Masken könnte von einem gestern, Dienstag, bekannt gewordenen Mangel betroffen sein. Sie dürfen daher statt wie geplant als FFP2- nur noch als FFP1-Masken verwendet werden, bestätigte das Gesundheitsministerium am Mittwochabend gegenüber der APA eine Vorabmeldung der „Zib 2“ des ORF. Die Masken wurden im Sommer vom Roten Kreuz im Auftrag des Wirtschaftsministeriums bestellt und vom Gesundheitsministerium an die Länder zugewiesen.

Coronavirus

Bulgarien schließt Schulen und Restaurants wegen steigender Corona-Neuinfektionen

Angesichts steigender Corona-Neuinfektionen schließt Bulgarien Schulen und Restaurants. „Ab dem 27. November bis zum 21. Dezember gelten neue Anti-Epidemie-Maßnahmen“, sagte Gesundheitsminister Kostadin Angelow bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Trotz steigender Infektions- und Todeszahlen waren Schulen und Restaurants in den vergangenen zwei Wochen noch geöffnet gewesen, während Fitnessstudios und Einkaufszentren bereits schließen mussten.

Coronavirus

Wirtschaftskammer Kärnten initiierte Schnelltest-Station in Klagenfurt

Die Kärntner Wirtschaftskammer hat die Errichtung einer Teststation initiiert, in der Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Antigen-Schnelltests schicken können. Wie die WK in einer Aussendung bekannt gab, wurde das Projekt gemeinsam mit Sozialpartnern und dem Arbeitsmarktservice auf die Beine gestellt. Die Abwicklung hat die Gemeinnützige Personalservice Kärnten GmbH (GPS) übernommen, ein Test kostet 50 Euro.

Coronavirus

EU-Kommission: Über Skifahren entscheiden die EU-Staaten

Die EU-Kommission hält sich aus der Debatte zwischen Italien und Österreich um die Dauer der Skisaison in der Corona-Pandemie heraus. Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, erklärte am Mittwoch dazu laut Aussendung der EU-Kommissionsvertretung in Wien, dass dies in den Mitgliedstaaten und nicht auf EU-Ebene festgelegt wird.

Antigentest
Massentests

Massentests: Westen startet schon Anfang Dezember

Die geplanten Antigen-Massentests vor Weihnachten werden österreichweit nicht zum selben Zeitpunkt stattfinden: Vorarlberg, Tirol und Salzburg starten bereits Anfang Dezember. Der Ministerrat hat am Mittwoch jedenfalls grünes Licht für die ersten Corona-Massentests gegeben. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte zudem an, dass der Ministerrat nächste Woche einen Öffnungsplan beschließen werde.

Coronavirus

Nikolaus kann kommen, aber ohne Hausbesuch

Der Nikolaus kann trotz Corona die Kinder besuchen: Die Regierung nimmt den Nikolo explizit in die „Rechtliche Begründung“ zur Covid-19-Notmaßnahmenverordnung auf. Das wurde am Mittwoch im Hauptausschuss des Nationalrats beschlossen. Allerdings wird der gute Mann mit Bart nur bis zur Haus- bzw. Wohnungstüre kommen - unter Einhaltung aller Hygiene- und Abstandsregeln. Das versicherte die katholische Kirche.

Coronavirus

Preiswerte Arznei für alle: EU-Kommission mit neuer Pharma-Strategie

Nach der Corona-Pandemie will die EU-Kommission Lücken in der europäischen Arzneimittelversorgung schließen. Gleichzeitig sollen neue Medikamente möglichst für alle Bürger zugänglich und erschwinglich bleiben. Das sind die Ziele einer umfassenden Pharma-Strategie, die die Kommission am Mittwoch vorlegte. Konkrete Gesetzgebungsvorschläge sollen folgen.

Massentests

Ärztekammer sieht „logistische Herausforderung“

Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres ist zuversichtlich, dass die ersten Massentestungen auf das Coronavirus noch vor Weihnachten stattfinden können. „Es ist eine logistische Herausforderung und es werden alle zusammenarbeiten müssen, um diese Herausforderung zu meistern", sagte er Dienstagabend in der ORF-"ZiB2". Grundsätzlich hält Szekeres die Maßnahme für sinnvoll - im Gegensatz etwa zu einer Impfpflicht gegen Covid-19.

Corona

Italien denkt an Einführung eines Impfpasses

Um eine Durchimpfungsrate im Sinne eines Herdenschutzes zu erreichen, arbeitet Italien an einem massiven Impfplan. Schon ab Ende Jänner hofft die Regierung, 1,7 Millionen Italiener impfen zu können. Priorität sollen das Gesundheitspersonal sowie Senioren über 80 haben, geht aus dem Plan für Italiens Impfstrategie hervor, an dem die Regierung zurzeit noch arbeitet.

Corona

Teils hohe Preisunterschiede bei Schutzmasken

Die Marktforschung der steirischen Arbeiterkammer hat die Preise für Schutzmasken und Mund-Nasen-Schutz (MNS) unter die Lupe gekommen und dabei erhebliche Preisunterschiede entdeckt. Der Preis für eine FFP2-Maske schwankt beispielsweise zwischen 2,00 und 9,90 Euro - das entspricht beim Vergleich des Stückpreises einer Differenz von 395 Prozent, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung. Im Durchschnitt sind 6,21 Euro für diese filternden Masken zu bezahlen.

Schottland stimmt als erstes Land der Welt für freien Zugang zu Menstruationsartikeln

Schottland hat als erstes Land der Welt für einen freien Zugang zu Menstruationsprodukten gestimmt. Das am Dienstag einstimmig im Parlament in Edinburgh beschlossene Gesetz macht die kostenlose Bereitstellung von Hygieneartikeln für Frauen in öffentlichen Gebäuden verpflichtend. "Wir sind uns alle einig, dass sich niemand Sorgen machen sollte, woher die nächsten Tampons kommen", sagte die Abgeordnete Monica Lennon, die den Gesetzentwurf eingebracht hat, vor der Abstimmung.

Starker Anstieg der Todesopfer in Italien

Nachdem am Montag in Italien die Schwelle von 50.000 Todesopfern seit Beginn der Coronavirus-Epidemie im Februar überschritten worden war, wuchs die Zahl der Toten weiter stark. 853 an oder mit Corona-Verstorbene wurden am Dienstag gemeldet, am Vortag waren es 630, teilte das Gesundheitsministerium mit. Somit starben seit Beginn der Pandemie am 20. Februar in Italien 51.306 Personen mit oder am Coronavirus.