Gesundheitspolitik

Delta-Variante

Bereits 361 Fälle in Österreich festgestellt

Die indische und nunmehr Delta genannte Coronavirus-Variante breitet sich auch in Österreich weiter aus. Diese ansteckendere und wohl gefährlichere Mutation wurde bereits 361 Mal festgestellt. Das geht aus dem aktuellen Varianten-Bericht der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) hervor. Die meisten Fälle wurden mit 256 in Wien festgestellt. Allerdings werden auch nur in der Bundeshauptstadt die verlässlichen PCR-Tests großflächig eingesetzt.

Ärztekammer

Protest mit Trauermarsch gegen Ärztegesetz-Novelle

Mit symbolischer Trauer samt Sarg und Partezetteln hat die Ärztekammer am Mittwoch gegen die jüngste Ärztegesetz-Novelle protestiert, mit der - so die Sicht der Ärzte - ein bewährtes System zu Grabe getragen wurde. Vergangene Woche beschlossen, verliert die Standesvertretung dadurch die Zuständigkeit für Ausbildung und Qualitätssicherung. Der Protestzug der rund 100 Ärztevertreter führte auch am Gesundheitsministerium vorbei, allerdings ohne Sarg.

Coronavirus

Israel reagiert auf steigende Fallzahlen

Israel hat nach einem Anstieg von Corona-Neuinfektionen wieder Beschränkungen verhängt. Auf dem internationalen Flughafen Ben Gurion, an Grenzübergängen und in medizinischen Einrichtungen müssten ab sofort wieder Masken getragen werden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Außerdem sollten Bußgelder in Höhe von umgerechnet rund 1.290 Euro gegen Eltern verhängt werden, deren Kinder gegen Quarantäne-Vorschriften verstoßen.

Badeunfall
Badeunfälle

Corona-Pandemie erhöhte das Risiko

Ertrinken ist die zweithäufigste Todesursache bei Kindern. Aufgrund fehlender motorischer Fähigkeiten kann bereits ein Planschbecken zur Gefahr werden. „Kleinkinder ertrinken lautlos. Sie können den Kopf nicht über Wasser halten und gehen sofort unter, ohne sich bemerkbar zu machen“, warnte Elisabeth Kellner, Landesreferentin Rettungsschwimmen beim Wiener Jugendrotkreuz, in einer Aussendung am Mittwoch. 2019 sind in Österreich 38 Menschen ertrunken.

Corona-Virus

Draghi: Varianten könnten Start der Wirtschaft bremsen

Der italienische Premier Mario Draghi warnt davor, dass die Verbreitung von Virus-Varianten den Neustart der Wirtschaft ausbremsten könnte. „Obwohl sich die Epidemie-Lage deutlich verbessert, muss sie sorgfältig überwacht werden. Gefährliche Varianten könnten das Programm der Wiedereröffnungen verlangsamen“, sagte Draghi in einer Ansprache vor dem Parlament.

Corona-Pandemie

Ausreiseverbot für Millionen Menschen in Sydney nach neuem Corona-Ausbruch

Ein Großteil der fünf Millionen Einwohner von Sydney darf seit diesem Mittwoch die Stadt vorerst nicht mehr verlassen. Das eingeführte Reiseverbot dient den australischen Behörden zufolge dazu, die weitere Verbreitung der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus einzudämmen. Vergangene Woche war ein neuer Infektionsherd in der australischen Metropole aufgetreten.

Corona-Pande

Menschen fühlten sich in zweitem Lockdown noch stärker belastet

Fehlende soziale Kontakte, Schulschließungen, Angst vor einer Infektion: Die Menschen in Deutschland haben unter dem zweiten Corona-Lockdown deutlich stärker gelitten als unter dem ersten im vergangenen Jahr. 42 Prozent der Bundesbürger fühlten sich im März stark oder sehr stark von der Coronasituation belastet, wie aus dem am Mittwoch in Hamburg veröffentlichten Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) hervorgeht. Im Mai vergangenen Jahres, im ersten Lockdown, waren es noch 35 Prozent.

Corona-Impfung

Fast jeder Dritte in Deutschland vollständig geimpft

Fast jeder dritte Mensch in Deutschland ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervor (Stand: 10.37 Uhr). Demnach wurden am Dienstag 1 003 690 Impfdosen verabreicht. Rund 43 Millionen Menschen (51,6 Prozent) haben mindestens eine Impfung bekommen, 26,9 Millionen (32,4 Prozent) sind vollständig geimpft.

Corona-Impfstoff

Nationalrat reserviert 842 Millionen für Impfstoffe

Gleich 841,8 Millionen Euro werden für Corona-Impfstoffe reserviert. Einen entsprechenden Initiativantrag für Anschaffungen in den kommenden beiden Jahren hat der Finanzausschuss am Dienstag gebilligt. Ebenfalls angenommen wurde eine Regierungsvorlage, die Fristen zur Antragstellung für das Gemeindehilfspaket bis Ende 2022 verlängert, berichtete die Parlamentskorrespondenz am Abend.

Corona-Impfung

USA verfehlen Impfziel zum 4. Juli

Die USA werden das von Präsident Joe Biden gesetzte Impfziel zum 4. Juli nach Einschätzung seiner Corona-Experten trotz zahlreicher Anreize verfehlen. Der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zients, sagte am Dienstag, nach dem Unabhängigkeitstag werde es „noch ein paar Wochen“ dauern, bis 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten hätten.

Gesundheitssystem

Mückstein will Gesundheitsförderung aus der Mauerblümchen-Ecke holen

Die Gesundheitsförderung fristet in Österreich ein Mauerblümchen-Dasein, was dazu führt, dass die Österreicher zwar relativ lang, dabei aber oft nicht beschwerdefrei leben. Im Gesundheitsministerium will man hier mit dem Schwerpunkt „Gesundheitsförderung 21+“ ansetzen. „Unser Ziel ist es, allen ein langes Leben bei guter Gesundheit zu ermöglichen“, erklärte Ressortchef Wolfgang Mückstein (Grüne) im Vorfeld einer Online-Auftaktveranstaltung am Mittwoch.

am 22 Juni 2021 in Berlin bei einem Pressestatement / Charite
Coronavirus

Delta-Variante: Kurz nach Treffen mit Virologen Drosten optimistisch

Die Delta-Variante der Corona-Pandemie hat den Besuch von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag in Berlin geprägt. Nach einem Termin bei Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) und einer Rede auf dem „Tag der Industrie“ des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) traf Kurz Christian Drosten, den Leiter der Virologie in der Berliner Charité. Bezüglich des Kampfs gegen die Mutante im Herbst gab sich der Kanzler hernach außerordentlich optimistisch.

Coronavirus

Reduktion des Antigentest-Angebots in Tirol

In Tirol wird es de facto zu einer Reduktion des Antigentest-Angebots kommen. Auf Antrag von Gesundheitslandesrätin Annette Leja (ÖVP) wurden am Dienstag weitere „Strukturanpassungen“ für niedergelassene Ärzte in Bezug auf Antigentestungen beschlossen. So werde es ab 1. Juli für Teststandorte außerhalb von Ordinationen und in einem Umkreis von fünf Kilometern zu öffentlichen Teststandorten keine Abrechnungsmöglichkeit mehr mit dem Land geben, hieß es in einer Aussendung.

Wien plant Verabreichung für Jugendliche bei „Impfparty“

Wien wird zur Impfparty laden - oder sogar zu einer Reihe derartiger Events. Dabei sollen junge Menschen die Möglichkeit haben, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Ob es eine große Zusammenkunft im Austria Center oder mehrere kleinere Veranstaltungen an anderen Orten geben wird, sei noch offen, sagte ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Dienstag der APA. Auch Kinder ab zwölf Jahren werden bald geimpft, die ersten Termine waren rasch vergeben.

45.000 Impfgegner und Sanitäter in Italien vor Suspendierung

45.000 Ärzte, Krankenpfleger und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen stehen vor der Suspendierung, weil sie sich nicht gegen Corona impfen lassen. Das sind 2,3 Prozent aller Sanitäter, bei den Ärzten sinkt der Prozentsatz auf 0,2 Prozent, berichtete die italienische Ärztekammer. Die Region mit den meisten nicht geimpften Sanitätern ist die norditalienische Emilia Romagna mit sieben Prozent an nicht geimpftem Personal. Klagen der Impfverweigerer werden erwartet.

Corona-Ursprung: US-Immunologe Fauci glaubt nicht an Laborunfall

Der US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci geht nicht davon aus, dass das Coronavirus aus einem chinesischen Labor entwichen ist. In einer Podcast-Episode der „New York Times“, die am Montag (Ortszeit) erschien, sagte der Immunologe: „Ich bin der Ansicht - so wie die überwiegende Mehrheit der Wissenschaftler, die sich mit Virologie und Evolutionsbiologie auskennen, - dass die wahrscheinlichste Erklärung eine natürliche Übertragung vom Tier auf den Menschen ist".