Wissenschaft

Biologie

Mechanische und chemische Wellen leiten neue Hautzellen zu Wunden

Zwei zeitversetzte Wellen weisen Hautzellen den Weg zu einer Wunde, berechneten Klosterneuburger Forscher. Zuerst werden die Zellen von einer mechanischen Welle erfasst, die sie nur ein wenig vor- und zurückbewegt. Dann folgt eine Welle chemischer Signale. Aus dem Zeitunterschied zwischen den beiden Wellen können die Zellen die Richtung zur Wunde erkennen und bewegen sich dort hin, erklären die Forscher im Fachjournal „Nature Physics“.

„Geheilter“ HIV-Patient Brown leidet an Krebs im Endstadium

Der weltweit erste Mensch, der nach einer HIV-Infektion „geheilt“ werden konnte, leidet an Krebs im Endstadium. Timothy Ray Brown werde im kalifornischen Palm Springs wegen Leukämie palliativmedizinisch behandelt, teilte der Aktivist Mark King in seinem Blog mit.

Coronavirus

Biotechfirma: Nasenspray hemmt in Tierversuchen Virus

Die australische Biotechfirma Ena Respiratory hat in Tierversuchen festgestellt, dass ein von ihr entwickeltes Nasenspray das Wachstum von Coronaviren hemmt. Das Spray sei eigentlich entwickelt worden, damit das menschliche Abwehrsystem besser gewöhnliche Erkältungs- und Grippeviren bekämpfen könne.

Coronavirus

Bei 42 Prozent der Covid-Fälle Infektionsquelle unklar

Die Corona-Kommission hat Freitagmittag ihre Indikatoren zur Risikoeinstufung für die derzeit geltende Ampel-Schaltung veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass in der Kalenderwoche 38 österreichweit bei 42 Prozent der SARS-CoV-2-Fälle die Infektionsquelle unbekannt war. Wien verzeichnete dahin gehend mit 49 Prozent den höchsten Wert, Oberösterreich mit 19 Prozent den geringsten. Österreichweit waren ein Viertel der Fälle asymptomatisch.

Antigentest

Corona-Schnelltests: Was können sie wirklich?

Vor dem Unterricht oder dem Besuch in einer Pflegeeinrichtung: Wenn Menschen zügig und zuverlässig auf das Coronavirus getestet werden könnten, wäre es möglich, Infektionen einfach zu erkennen. Dies versprechen sogenannte Antigentests. Sie sind vergleichsweise schnell und unkompliziert. Erste Produkte sind bereits auf dem Markt.

Coronavirus

Hilfe für Covid-Patientin durch Arzneikandidat APN01

Zumindest bei einer Patientin mit schwerer Covid-19-Erkrankung könnte der SARS-CoV-2-Medikamentenkandidat APN01 geholfen haben. Das Fachmagazin „The Lancet Respiratory Medicine“ berichtete am Freitag von einer Fallstudie eines internationalen Forscherteams unter Beteiligung des IMBA (Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften), wonach APN01 gezielt gegen SARS-CoV-2 gewirkt hat.

Medizintechnik

Mini-Organe aus dem 3D-Drucker

Forschende der ETH Lausanne (EPFL) bringen den Patienten ins Labor: Aus lebenden Zellen haben sie zentimetergroße Mini-Organe gedruckt. Sie sehen fast so aus wie ihr Pendant in Originalgröße, wie die Wissenschafter im Fachmagazin „Nature Materials“ berichten. Heute schon erschaffen Forscher kleine Organe aus Stammzellen. Bisherige Ansätze führen jedoch dazu, dass sich die Zellen zu winzigen Hohlkugeln zusammensetzen.

Impfstoff

„Hochwirksame“ Antikörper gegen Corona entdeckt

Wissenschafter der Charité und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) verfolgen nun die Entwicklung einer sogenannten passiven Impfung. Dann könnten Antikörper verabreicht werden, um sofortigen Schutz zu bieten - präventiv oder sogar bei bereits Erkrankten.

Cannabis

Innsbrucker Forscher zeigen Wirkung von Cannabinoid bei Parkinson

Neben motorischen Auswirkungen haben Parkinson-Patienten auch mit nichtmotorischen Symptomen (NMS) wie etwa Funktionsstörungen des autonomen Nervensystems, Geruchsstörungen oder Wahrnehmungsstörungen zu kämpfen. Forscher der Innsbrucker Universitätsklinik für Neurologie erbrachten nun den Nachweis, dass ein Cannabinoid diese Auswirkungen lindern kann. Erstmals wurde im Fachjournal „Annals of Neurology“ eine randomisiert kontrollierte Studie veröffentlicht.

Corona-Impfstoff

AstraZeneca-Studie weiter auf Pausetaste

Nach der Unterbrechung seiner Corona-Impfstoffstudie wartet der Pharmakonzern AstraZeneca immer noch auf grünes Licht von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA für eine Fortsetzung in den USA. „Wir warten auf ihre Entscheidung“, sagte Vorstandschef Pascal Soriot am Donnerstag.

Genetik

Mit „Watson“ und „Crick“ DNA-Kontakte unterscheiden

Manchmal kommt es zu Berührungen des DNA-Doppelstrangs, und diese Kontakte haben wichtige Funktionen. Der zweisträngige Erbgut-Faden kann sich etwa an weit entfernten Stellen berühren, um Gene anzuschalten. Auch die bei der Zellteilung entstandenen neuen Geschwister-Doppel-Fäden können sich berühren, um Kopierfehler auszumerzen. Wiener Forscher entwickelten eine Methode, um geschwisterliche von Eigen-Berührungen zu unterscheiden, berichten sie im Fachjournal „Nature“.

Coronavirus

Ältere Frauen während Pandemie besonders gewaltgefährdet

Ältere Frauen sind besonders gefährdet, Opfer von Gewalt zu werden. Praxiserfahrungen von Rotkreuz-Mitarbeitern zeigen, dass die Coronavirus-Pandemie die Situation für Betroffene verschärft hat. Demenz und soziale Isolation sind Risikofaktoren für häusliche Gewalt. Das Rote Kreuz forderte gemeinsam mit Experten am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien mehr Bewusstsein und mehr Mittel für Prävention.

Neurologie

Warum Nervenzellen an winzigen Unterschieden scheitern

Winzige anatomische Unterschiede zwischen einzelnen Nervenzellen der selben Sorte können ihr Signalverhalten dramatisch verändern. Das zeigen Untersuchungen von Forschern an der Netzhaut von Mäusen, die im Fachjournal „Science Advances“ veröffentlicht wurde. Deshalb könnte eine Zelle an einer anderen Stelle ihres Nerven-Netzwerks ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen.

Labor statt Wildtier? Forscher kritisieren These zu Corona-Ursprung

In sozialen Netzwerken kursiert derzeit die Behauptung einer chinesischen Virologin, das Coronavirus sei von China in einem Labor hergestellt und absichtlich freigesetzt worden. Die globale Wissenschaftsgemeinde widerspricht vehement. „Es wurden Daten einseitig interpretiert. Alles, was gegen ihre Hypothese spricht, wurde einfach nicht berücksichtigt“, sagte Friedemann Weber, Virologe an der Uni Gießen.

Botenstoffe

Wie Sport das Gedächtnis boostet

Sport ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern kurbelt auch die motorische Gedächtnisleistung an. Verantwortlich dafür sind körpereigene Botenstoffe. Der positive Effekt stellt sich vor allem dann ein, wenn sich die Sportler nahe an ihre Leistungsgrenze wagen, wie Forschende der Uni Genf im Fachmagazin „Scientific Reports“ berichten.

Coronavirus

Nur etwa ein Fünftel der Infizierten bleibt symptomfrei

Forschende der Universität Bern haben in einer großen Übersichtstudie den Anteil der Covid-19-Infizierten bestimmt, bei denen die Krankheit nicht ausbricht. Dieser beträgt demnach etwa zwanzig Prozent, wie sie im Fachmagazin „PLOS Medicine“ berichten.