Branding

Die Marke Ärztekammer: Vertrauen steht ganz oben

Was macht eine Marke erfolgreich? So die Kernfrage der alljährlichen BAV (Brand Asset Valuator)-Studie. Sie erfragt, was den Wert und die Inhalte einer Marke ausmacht, wie beliebt sie ist und welches Image sie hat. Von Unternehmen bis Organisationen wird dabei querbeet analysiert. Medinlive wirft einen Blick darauf, wo die Österreichische Ärztekammer hier steht.

red

Wertschätzung, Vertrautheit, Relevanz, Differenzierung – so die vier Säulen der Markenstärke, die abgefragt wurden. Die Ärztekammer ist hier 2020 prozentmäßig stark vertreten. So haben über 80 Prozent der Befragten österreichweit ihre Zustimmung in Wertschätzung und Relevanz ausgedrückt, bei den Themen Vertrautheit und Differenzierung waren es über 70 Prozent. Zudem gibt es in allen vier Punkten deutliche Zuwächse, vor allem bei der Vertrautheit legte die Ärztekammer landesweit quer durch alle Gruppen erklecklich zu, von rund 55 Prozent auf über 70 Prozent.  Die heurige Studie wurde übrigens in der heißen Phase der Coronakrise erstellt, die Befragungen fand kurz nach Beginn des Lockdown bis Ende April statt.

Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres ist „über die guten Werte sehr erfreut. Sie sind Ausdruck der vielfachen Bemühungen aller Beteiligten, also sowohl der Funktionärinnen und Funktionäre als auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich intensiv in die gesundheitspolitischen Entscheidungsprozesse einzubringen. Auch in Zukunft wird sich die Ärztekammer bemühen, ihre Expertise einzubringen, um die Gesundheitsversorgung der Menschen in Österreich bestmöglich zu sichern bzw. Versorgungslücken dort, wo es sie gibt, zu beseitigen“.

Starke Zugewinne bei 50-69jährigen

Was sich regional verändert hat: Im Jahr 2020 wurde die Österreichische Ärztekammer in Österreich ohne Wien stärker eingestuft – das ist vor allem auf die sehr positive Entwicklung außerhalb Wiens zurückzuführen. In Wien gab es zwar auch eine positive Entwicklung, aber sie war weniger stark ausgeprägt – Differenzierung, Wertschätzung und Vertrautheit konnten gesteigert werden, nur die Relevanz ging leicht zurück.

Bei den Altersgruppen gab es die größten Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Starke Zugewinne gab es bei der mittleren und bei der älteren Altersgruppe. Bei der jungen Altersgruppe kam es zu einem leichten Rückgang. Mit „unabhängig“, „verantwortungsbewusst“, „zuverlässig“, leistungsstark“ und „vertrauenerweckend“ werden der Marke essentielle Attribute ganz besonders stark zugeschrieben.

Auf der Contra-Seite zu finden: Die Attribute „überheblich” und „unnahbar” sind stark ausgeprägt. Dafür konnte die Marke allerdings in folgenden wichtigen Attributen von 2019 auf 2020 deutlich zulegen: „neuester Stand“, „kundenorientiert“ und „wird immer populärer“. Auch beim Attribut „steht mir nahe“ konnte eine Steigerung beobachtet werden.

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