Ärztekammer

Kein Anschluss der Gesundheits-Hotline 1450 an e-Medikation

Kritisch sieht die Ärztekammer den Vorschlag von Patientenanwälte-Sprecher Gerald Bachinger, die Gesundheits-Hotline 1450 an die e-Medikation anzuschließen. Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres warnt vor Verletzungen des Datenschutzes und dem Missbrauch von Patientendaten: „Die Vernetzung von 1450 und ELGA beziehungsweise der e-Medikation lehnen wir ab!“ 

red

„ELGA und e-Medikationen dürfen niemals telefonisch freigegeben und freigeschaltet werden, das widerspricht allen datenschutzrechtlichen Grundregeln“, betont auch Johannes Steinhart, Vizepräsident und Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte der Ärztekammer für Wien.

Außerdem erreiche man unter 1450 keine Ärztinnen und Ärzte, sondern Gesundheits- und Krankenpflegepersonal. „Diese Berufsgruppe ist nicht zur Medikamentenberatung qualifiziert - das dürfen nur Ärztinnen und Ärzte“, erklärt Steinhart. „Die Ärzteschaft steht 1450 grundsätzlich positiv gegenüber“, meint Szekeres, doch: „Der Eindruck, dass ein Anruf bei einer staatlichen Hotline den Arztbesuch ersetzen kann, darf nicht entstehen, denn das kann Patienten gefährden.“

 

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