Ärztemangel

NEOS-Gesundheitssprecher: Stadt Wien muss endlich in die Gänge kommen

Angesichts der anstehenden Pensionierungswelle der Allgemeinmediziner und Fachärzte sowie der Überlastung der Spitalsärzte fordert NEOS Wien Gesundheitssprecher Stefan Gara Maßnahmen von der Stadt Wien.

red

 „Die Stadt Wien muss endlich in die Gänge kommen, um die Gesundheitsversorgung der Wienerinnen und Wiener in den nächsten Jahren sicherzustellen. 33,5 Prozent der Wiener Ärztinnen gehen laut Ärztekammer in den nächsten 10 Jahren in Pension, besonders betroffen davon sind u.a. Kinderärztinnen und Psychiaterinnen. Dazu kommt, dass die Wiener Spitalsärztinnen bereits jetzt massiv überlastet sind, denn die stationären Aufenthalte in den Wiener Krankenhäusern sind in den letzten Jahren explodiert. Dieser Ansturm auf die Spitäler kann nur abgefangen werden, indem der niedergelassene Bereich gestärkt wird und vor allem die Primärversorgungseinheiten ausgebaut werden“, teilte Gara am Montag in einer Aussendung mit. 

„Zudem muss die Stadt Wien endlich Maßnahmen setzen, um den KAV als Arbeitgeber wieder attraktiver zu machen. Es fehlen rund 1.000 Ausbildungsplätze in der Pflege, rund 700 Stellen können derzeit nicht besetzt werden. Die anstehende Pensionierungswelle im KAV wird die Situation noch weiter verschärfen und zu einer Reduktion der Fachärzte-Ausbildungsplätze führen – und das wird insbesondere die Psychiatrie und Kinder- und Jugendheilkunde treffen“, so Gara weiter. 

Spital Ärzte
Österreich liegt mit 7,4 Spitalbetten pro 1.000 Einwohner (2016) im europäischen Vergleich nach Deutschland (8,1) an zweiter Stelle.
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