Hoffnung auf Trendumkehr

Lebenserwartung in den USA gestiegen

Nach mehreren Jahren des Rückgangs ist die Lebenserwartung in den USA erstmals wieder leicht gestiegen. Das berichtete die „New York Times“ kürzlich. Grund dafür sind Erfolge in der Krebsbehandlung. Auch die Überdosen von rezeptpflichtigen Opioiden sind zurückgegangen, nicht aber jene für Fentanyl.

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Demnach weisen die jüngsten Zahlen der amerikanischen Centers für Disease Control and Prevention (CDC) für 2018 erstmals seit Jahren wieder einen minimen Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung in den USA aus, nämlich von 78,6 auf 78,7 Jahre. Trotz des positiven Trend liegt der Wert allerdings immer noch unter jenem von 2014, als auf dem Höchststand von 78,9 Jahren der Abwärtstrend einsetzte. 

Obwohl die Gesundheitsausgaben als Anteil am Bruttoinlandprodukt in den USA doppelt so hoch sind wie im Durchschnitt der OECD, liegt der Wert der USA im Vergleich zum Durchschnittswert der OECD-Industriestaaten rund zwei Jahre zu tief.

Erfolg bei Krebsbehandlung

Fortschritte in der Früherkennung und Behandlung von Krebskrankheiten hat sich dem Bericht zufolge als wichtigster Faktor des neuen Resultats erwiesen. Mit rund 600.000 Fällen ist Krebs die zweithäufigste Todesursache.

Ebenfalls bessere Werte wurden  bei der häufigsten Todesursache gemessen, den Herzkrankheiten, sowie in den Kategorien Unfälle (auch Überdosen einberechnet), Erkrankung der unteren Atemwege, Hirnschlag und Alzheimer. Die Zahlen für Diabetes und Nierenkrankheiten blieben stabil, jene von Suiziden, Grippe und Lungenentzündung stiegen dagegen an.

Aufwärtstrend bei Fentanyl

Die Zahl der der Todesfälle durch Überdosen nahm laut CDS um vier Prozent auf 67.400 Fälle ab, ist aber immer noch die zweithöchste nach jener vom Vorjahr. Zwar gingen Überdosen von Heroin und rezeptpflichtigen Schmerzmitteln zurück, aber jene für andere Drogen, besonders das synthetische Opioid Fentanyl, aber auch für Kokain und Methamphetamin, folgten weiter einem Aufwärtstrend.

Die Abwärtsbewegung bei den gesamten Überdosen erfolgte vor allem wegen eines Rückgangs in 14 Gliedstaaten, die von der Opioid-Epidemie besonders stark bbetroffen waren. Zu ihnen gehören West Virginia, Ohio, Kentucky und Pennsylvania.

Provisorische Zahlen fürs erste Semester 2019 für die gesamten USA scheinen anzudeuten, dass sich der Rückgang bei Überdosen schon wieder verlangsamt hat. 

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„NYT“-Artikel

Opioide
Die Zahl der der Todesfälle durch Überdosen nahm in den USA zuletzt ab,aber andere Drogen, besonders das synthetische Opioid Fentanyl, aber auch für Kokain und Methamphetamin, folgten weiter einem Aufwärtstrend.
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