Coronavirus

Ärztefunkdienst betreut ab sofort Verdachtsfälle zuhause

Seit vergangener Woche ist der Ärztefunkdienst täglich rund um die Uhr im Corona-Einsatz. Konkret bedeutet das, untertags sind derzeit parallel immer drei Fahrzeuge unterwegs, in der Nacht zumindest eines und bei Bedarf wird jeweils aufgestockt. Zusätzlich zu den Testungen – derzeit gibt es etwa 100 pro Tag – übernimmt der Ärztefunkdienst ab sofort auch die weitere medizinische Betreuung von Verdachtsfällen zu Hause.

 

 

 

red

„Die Ärztinnen und Ärzte, die sich für den aufreibenden Corona-Einsatz in Wien zur Verfügung stellen, leisten hervorragende Arbeit, und das neben ihren hauptberuflichen Tätigkeiten in Wiener Spitälern oder in ihren eigenen Ordinationen“, betont Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer für Wien. Johannes Steinhart, Obmann der Kurie niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, betont, dass durch die optimale Umsetzung des Corona-Notfallplans die Zahl der tatsächlichen Corona-Infizierten in der Zwei-Millionen-Metropole Wien bis jetzt verhältnismäßig niedrig gehalten werden konnte (mit Stand Donnerstag Mittag sind es 16 Infizierte in der Hauptstadt).

Wichtig ist es daher, das Menschen, die unter den Symptomen Husten, Kurzatmigkeit und Fieber leiden und Kontakt mit einer bestätigt an Coronavirus erkrankten Person hatten oder von einem Aufenthalt in einer vom Coronavirus betroffenen Region zurückgekommen sind, auf keinen Fall eine Ordination oder eine Spitalsambulanz aufsuchen. Steinhart dazu: „Diese Patientinnen und Patienten sollen die Gesundheitshotline 1450 anrufen. Dort werden sie nach einer Erstabfrage zu den Ärztinnen und Ärzten des Ärztefunkdiensts 141 verbunden, und dieser schickt im Verdachtsfall einen Arzt zu ihnen nach Hause.“

Ärztefunkdienst
Sars-CoV-2: Insgesamt 9.431 Nasen- bzw. Rachenabstriche hat der Ärztefunkdienst zwischen 28. Februar und 9. April durchgeführt.
Ärztekammer für Wien/StefanSeelig