Gesundheitspolitik

WHO: Corona-Lage in Afrika ist „sehr, sehr besorgniserregend“

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die Corona-Lage in Afrika als „sehr, sehr besorgniserregend“ ein. WHO-Notfalldirektor Michael Ryan führte dies am Freitag vor allem auf die Ausbreitung ansteckender Virusvarianten und die niedrigen Impfraten auf dem Kontinent zurück. Großen Teilen der afrikanischen Bevölkerung und auch gefährdeten Bevölkerungsgruppen werde der nötige Impfschutz „vorenthalten“, beklagte Ryan. „Das ist das Ergebnis einer höchst ungerechten Verteilung der Impfstoffe."

Gesundheitspolitik

Delta-Variante - Drosten: wirklich ernst nehmen

Nach Einschätzung des Charité-Virologen Christian Drosten muss Deutschland die Delta-Variante in der Pandemie ab sofort ernst nehmen. „Ich bin mittlerweile so weit, dass ich sage, wir sind hier jetzt im Rennen in Deutschland mit der Delta-Variante“, sagte Drosten am Freitagabend auf dem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin. „Wir müssen das ab jetzt wirklich ernst nehmen."

Darm
Wissenschaft
Darmgesundheit

Reizdarmsyndrom meist in Verbindung mit bakteriellen Biofilmen

Das Reizdarmsyndrom wird bisher nur im Ausschlussverfahren diagnostiziert. Wiener Forscher konnten nun aber nachweisen, dass ein Reizdarm zumeist dann vorliegt, wenn im Darm endoskopisch sichtbare bakterielle Biofilme vorkommen. „Damit ist es uns erstmals gelungen, eine Ursache des Reizdarmsyndroms aufzuzeigen und gleichzeitig auch zu zeigen, wie man diese Erkrankung besser beurteilen, klassifizieren und einschätzen kann“, erläuterte Studienleiter Christoph Gasche am Freitag.

Wissenschaft

Varianten befeuern laut Studie Bedarf nach neuen Impfstoffen

Auch im zweiten Jahr der Pandemie wird weiter auf Hochtouren nach Impfstoffen und Medikamenten gegen Corona geforscht. Laut einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY befanden sich Anfang Juni 260 Vakzine und über 500 Therapeutika gegen das Virus in der Entwicklung. Zudem seien inzwischen mehr als 1.000 verschiedene Corona-Tests auf dem Markt. Vor allem der Bedarf an Arzneien sei hoch, angesichts der neuer Virus-Varianten seien aber auch weitere Impfstoffe nötig.

Gesundheitspolitik
Ärztekammer für Wien

Wiener Parkpickerl: Lösung für Ordinationen gefordert

Die heute von der Wiener Stadtregierung angekündigte Ausweitung und einheitliche Regelung der Wiener Parkraumbewirtschaftung ab 1. März 2022 wird von der Ärztekammer grundsätzlich begrüßt. Gleichzeitig fordert Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres aber - zum widerholten Mal - „ein Einlenken der Stadt Wien bei einer praktikablen Lösung für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte“.

Gesundheitspolitik
Corona-Impfung

Betriebliches Impfen wienweit für alle

Wien hat die Anmeldungen beim betrieblichen Corona-Impfen für die letzte Kategorie 5 sowie für individuelle Berufsgruppen und damit für alle Arbeitnehmer geöffnet. 83.000 neue Termine wurden freigegeben, geimpft wird mit Biontech/Pfizer und Moderna, teilte das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Donnerstag mit. In die Kategorie 5 fallen Arbeitnehmer jeden Alters ohne besonderes berufliches Risiko. 23.000 Firmen sind beim betrieblichen Impfen in Wien angemeldet.

Gesundheitspolitik
Corona-Schutzausrüstung

Maskenhersteller Aventrium stellt Graz-Produktion ein

Der österreichische Hersteller von FFP-2-Schutzmasken Aventrium stellt seine Produktion in Graz ein. Ursache sei der Preiskampf in diesem Segment von Gesundheitsausrüstung. Die Produktion in Deutschland werde aufrechterhalten, in Ungarn werde sie ausgebaut. Ein Kontingent von insgesamt zehn Millionen FFP2-Masken wird ab Mittwoch über eine Auktionsplattform versteigert, zu einem Startpreis pro Maske von zehn Cent.

Putzfrau Reinigungskraft
Gesundheitspolitik
Ausweitung

Nationalrat: Bonus auch für Reinigungskräfte

Der Nationalrat beschließt heute, Donnerstag, den 500 Euro-Corona-Bonus für Personal von Spitälern und Pflegeeinrichtungen. Mittels eines in der Debatte eingebrachten Abänderungsantrags wurden nun auch Reinigungskräfte in diesen Bereichen mit einbezogen, nicht aber Haustechniker. Dafür profitiert auch Personal in stationären Reha-Einrichtungen.

Gesellschaft
Coronavirus

Acht neue Fälle der Delta-Variante in Niederösterreich

In Niederösterreich sind am Donnerstag acht weitere Fälle der Delta-Variante des Coronavirus bekanntgeworden. Bei fünf der Infizierten handelt es sich nach Angaben eines Sprechers von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) um Reiserückkehrer aus den Ländern Russland, Spanien und Serbien. Die übrigen drei Personen hatten sich zuvor nicht im Ausland aufgehalten.

Kinder Kleinkinder spielen
Gesellschaft
Tipps

KFV warnt vor eingeatmeten Fremdkörpern bei Kleinkindern

200 Kleinkinder müssen pro Jahr wegen eingeatmeter Fremdkörper in einem Krankenhaus behandelt werden. An sich harmlose Lebensmittel wie Weintrauben, Nüsse oder sogar Würstel können lebensgefährlich werden, wenn sie in die falsche Röhre kommen. Denn die Luftröhre von Kleinkindern sei kaum breiter als ein Trinkhalm. Davor warnte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) am Donnerstag in einer Aussendung.

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Gesundheitspolitik

Ärztekammer: Impfstoffe kaufen und schneller impfen

„Wir laufen Gefahr, die Fehler des vergangenen Sommers exakt zu wiederholen“, hat Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, am Samstag gewarnt. Auch damals hätten die politisch Verantwortlichen gedacht, das Virus sei nun einfach verschwunden. Der einzige Unterschied sei, dass es nun Impfstoffe gibt. „Diese müssen wir nun dringend kaufen und schnell verimpfen.“

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Gesundheitspolitik

EU-Kommission und AstraZeneca sehen sich nach Gerichtsurteil beide als Sieger

Nach dem Gerichtsurteil im Streit um Lieferverzögerungen bei Corona-Impfstoff sehen sich sowohl die EU-Kommission als auch der Hersteller AstraZeneca als Gewinner. Das zuständige belgische Gericht bescheinigte dem britisch-schwedischen Unternehmen am Freitag zwar, Vertragsbruch begangen zu haben. Es ordnete aber deutlich weniger Impfstoff-Lieferungen an, als von der Kommission gefordert.

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Weitere Länder für Impfpflicht neuer Gesundheits-Mitarbeiter

Nachdem der Wiener Gesundheitsverbund im Juni eine Impfpflicht für Neuanstellungen fixiert hat und Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) zuletzt eine solche Regelung auch für Sozialeinrichtungen angekündigt hat, ziehen nun weitere Länder nach. Im Burgenland wird die Corona-Impfung Voraussetzung für Neueintritte in den Spitälern sein, in Niederösterreich darüber hinaus auch in Sozialeinrichtungen. Auch in der Steiermark geht es in diese Richtung.

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Kärnten konzentriert sich auf niedergelassene Ärzte

In Kärnten sollen in Zukunft vor allem niedergelassene Ärzte die Impfungen gegen das Coronavirus verabreichen. Wie Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) am Montag vor Journalisten sagte, sollen Kinder und Jugendliche ausschließlich bei diesen Ärzten geimpft werden. Insgesamt mache die Impfaktion Fortschritte: Mit Ende dieser Woche sollen alle 12.000 Personen, die noch auf der Vormerkplattform des Landes registriert sind, eine Einladung zu einem Impftermin bekommen haben.

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Impfpionierin „Maggie“: Habt keine Angst vor einer Nadel

Vor gut einem halben Jahr ist die Britin Margaret Keenan als weltweit erster Mensch mit dem zugelassenen Vakzin von Biontech und Pfizer gegen das Coronavirus geimpft worden - nun hat die 91-Jährige andere Menschen ermutigt, ihrem Beispiel zu folgen. „Egal, was ihr bisher darüber gedacht habt, lasst Euch impfen“, sagte die Britin am Montag der BBC. „Es ist nichts dabei. Habt keine Angst vor einer Nadel“, sagte sie. „Es schützt Euer Leben und das Leben Anderer.“

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Uganda verhängt wegen rasant steigender Zahlen Totallockdown

Ugandas Präsident Yoweri Museveni hat aufgrund rasant steigender Corona-Infektionen scharfe Restriktionen erlassen. Das ostafrikanische Land befinde sich ab sofort für 42 Tage im "totalen Lockdown", sagte Museveni am Freitag. Ugandas rund 45 Millionen Einwohner müssten zuhause bleiben. Lediglich Fahrzeuge, die wichtige Fracht oder kranke Menschen transportieren, seien auf der Straße zugelassen.

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Ab kommender Woche auch Impfnachweise abrufbar

Das Gesundheitsministerium plant für kommende Woche die nächste Ausbaustufe für den „Grünen Pass": Neben Zertifikaten über Corona-Tests und die Genesung von einer Covid-19-Infektion sollen dann über gesundheit.gv.at auch Impfnachweise mit EU-konformen QR-Codes erstellt und abgerufen werden können. Derzeit läuft die Umstellung, erste Impfzertifikate seien bereits erstellt worden, erklärte eine Sprecherin von Minister Wolfgang Mückstein (Grüne) auf APA-Anfrage.

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Wien schließt strengere Regeln nicht aus

In Wien wird nicht ausgeschlossen, dass die von der Bundesregierung angekündigten weitreichenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen in der Bundeshauptstadt möglicherweise nur in eingeschränkter Form umgesetzt werden. Ein Sprecher von Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat am Samstag der APA entsprechende Medienberichte bestätigt. Man werde sich die noch ausstehende Verordnung genau anschauen und prüfen, ob man hier verschärfe, hieß es.

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Deutscher Virologe Streeck: Pandemie ist nicht zu Ende - Politik zu reaktiv

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hält das schrittweise Vorgehen bei Lockerungen von Corona-Auflagen für angemessen. „Ich sehe es als richtig an, dass man in Babyschritten vorwärts geht und schaut, was verantwortbar ist und wie sich die Zahlen entwickeln“, sagte Streeck der „Fuldaer Zeitung“ (Samstag). Man sei nicht am Ende der Pandemie.

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Tausende Neuinfektionen in Moskau

Die russische Hauptstadt Moskau verzeichnet weiterhin Tausende Corona-Neuinfektionen. Am Montag meldeten die Behörden 7.580 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Das liegt unter dem Rekordwert vom vergangenen Samstag mit 9.120 Neuinfektionen. Die Lage habe sich trotzdem nicht verbessert, sagte Vize-Bürgermeisterin Anastassija Rakowa der Agentur Interfax zufolge. Derzeit werden den Behörden zufolge mehr als 600 Menschen in Krankenhäusern künstlich beatmet.

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Anmeldung für Kinder und Jugendliche in Wien ab Dienstag

In Wien können sich ab morgen, Dienstag, auch Kinder und Jugendliche - also konkret Personen zwischen zwölf und 19 Jahren - für eine Corona-Schutzimpfung anmelden. Am Freitag werden im Austria Center die ersten Stiche gesetzt, wobei der Impfstoff von Biontech/Pfizer zum Einsatz kommt. Insgesamt wurden laut dem Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bereits mehr als 30.000 junge Menschen beim Impfservice angemeldet. Auch gemeinsame Eltern-Kind-Termine sind möglich.

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Erstmals seit August 2020 wieder unter 100 Neuinfektionen

In Österreich sind in den vergangenen 24 Stunden erstmals seit August 2020 wieder weniger als 100 Corona-Neuinfektionen vermeldet worden. Exakt 94 weitere Infektionen mit SARS-CoV-2 wurden am Montag eingemeldet, das liegt unter dem Schnitt der vergangenen sieben Tage (134). Allerdings ist Testanzahl nach dem Wochenende jeweils geringer als im weiteren Wochenverlauf. Und erstmals seit September gibt es auch keinen Todesfall im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

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Über eine Million Buchungen in Großbritannien

Nach der Öffnung von Corona-Impfungen für alle Erwachsenen in Großbritannien nimmt die Kampagne noch einmal Fahrt auf. Wie der Nationale Gesundheitsdienst NHS am Montag mitteilte, wurden am Freitag und Samstag insgesamt mehr als eine Million Termine für Impfungen gebucht. Das seien sechs pro Sekunde. Die tatsächliche Zahl liege vermutlich noch höher, da Buchungen bei Hausärzten nicht registriert werden. Am Wochenende bildeten sich lange Schlangen vor Impfzentren.

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Impfnachweise doch schon ab heute verfügbar

Die nächste Ausbaustufe des Grünen Passes kommt doch schneller als vom Gesundheitsministerium erwartet: Schon ab dem heutigen Sonntag soll man neben Zertifikaten über Corona-Tests und die Genesung von einer Covid-19-Infektion über gesundheit.gv.at auch Impfnachweise mit EU-konformen QR-Codes erstellen und abrufen können. Allerdings könne es wegen der vielen Zugriffe auf die Plattform teilweise zu Verzögerungen kommen, betonte eine Sprecherin des Ressorts gegenüber der APA.

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Delta-Variante macht in Lissabon mehr als 60 Prozent aller Fälle aus

In der am Wochenende abgeriegelten portugiesischen Hauptstadt Lissabon sind bereits mehr als 60 Prozent aller neu erfassten Corona-Infektionen auf die Delta-Variante des Virus zurückzuführen. Das sei das vorläufige Ergebnis der bisher im Juni durchgeführten Sequenzierungen positiver Corona-Proben, berichteten die Zeitung „Público“ und andere Medien am Sonntag unter Berufung auf das Nationale Gesundheitsinstitut Insa.

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Neurologische Probleme bei Krankenhauspatienten

Covid-19-Patienten leiden laut einer auf dem siebenten Kongress der European Academy of Neurology (EAN) im Austria Center Vienna vorgestellten italienischen Studie zwei Monate nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus an neurologischen Problemen. Untersuchungen von Patienten acht Wochen nach ihrer Erkrankung ergaben demnach Störungen in den Bereichen Gedächtnis, räumliches Bewusstsein und Informationsverarbeitung.